von Mathias Brodkorb
   

NPD-Fraktionsmitarbeiter Jörg Hähnel mit Totschläger erwischt

Seit einigen Wochen verfügt der Landtag Mecklenburg-Vorpommern über ein neues Sicherheitskonzept. Hintergrund hierfür ist eine veränderte Einschätzung über die Gefährdungslage. Da es bereits bei der NPD-Landtagsfraktion in Sachsen zu Waffenfunden kam und außerdem auch Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion MV durch unerlaubten Waffenbesitz aufgefallen sind, wurden die entsprechenden Maßnahmen von der Landtagsverwaltung eingeleitet. Vor kurzem ging dabei bereits der erste rechte Fisch ins Netz.

Während Abgeordnete, Mitarbeiter und Besuchergruppen in der Vergangenheit recht problemlos den Landtag betreten durften, müssen Letztere nunmehr eine Besucherschleuse durchqueren. Hierbei werden die Personalien registriert und vor allem Taschenkontrollen durchgeführt. So soll verhindert werden, dass Gefahrengegenstände wie Waffen in den Landtag gelangen.

Bei den ersten Durchsuchungen sind nun bei Schulklassen nicht nur Dolche und Messer sichergestellt worden sein, sondern beim NPD-Fraktionsmitarbeiter Jörg Hähnel auch ein Totschläger. Hähnel, geboren im Jahr 1976 in Frankfurt an der Oder, ist in der rechten Szene als Liedermacher bekannt geworden. Inzwischen sitzt er auch als Mitglied im NPD-Bundesvorstand und wurde außerdem am 17. September 2006 in Berlin-Lichtenberg in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gewählt.

Keine Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen