von Robert Scholz
   

Nach Porno-Gerüchten: Gesine Hennrich will angeblich NPD-Abspalter unterstützen

Gesine Hennrich, vor kurzem aufgrund von unfreiwillig veröffentlichten Nacktbildern bekannt gewordene ehemalige NPD-Kreisvorsitzende von Marzahn-Hellersdorf, kündigte an, die NPD-Abspaltung „Freies Nationales Bündnis e.V.“ unterstützen zu wollen. Auch über die Unterstützung durch den sächsischen Landtagsabgeordneten Peter Klose wird bereits spekuliert.

Das „Freie Nationale Bündnis“ (FNB) ist eine Abspaltung von der NPD, das sich nach Zerwürfnissen im Vogtland gegründet hatte. Treibende Kräfte waren die Kreistagsabgeordneten Nicole Fortak und Olaf Martin, die die NPD im Streit verließen. Das FNB soll eine „neue nationale Alternative“, ein „Zusammenschluss freier Kräfte zu einem bundesweiten Bündnis“ sein, dessen Ziel „eine starke Gemeinschaft, mehr Sicherheit und soziale Gerechtigkeit“ ist.

Interesse an dem Bündnis soll es schon kurz nach der Gründung dem rechtsextremen Internetforum „Altermedia“ zufolge nicht nur im Vogtland und Erzgebirge, sondern auch in anderen Regionen gegeben haben. Die Vereinsgründer erklärten, dass sie sich durchaus vorstellen könnten, dass das Freie Nationale Bündnis als eine Art Dachverband für abtrünnige NPD-Mitglieder fungiere, eine Art Auffangstation für alle NPD-Geschädigten.

hennrich-mit-voigtDemnach hätten Gespräche bereits mit nationalen Kräften aus Franken stattgefunden. Nun soll es also auch aus Berlin konkretes Interesse an einer Zusammenarbeit geben, nachdem die dortige NPD-Kreisvorsitzende Marzahn-Hellersdorfs, Gesine Hennrich, mit dem Landesvorsitzenden Jörg Hähnel gebrochen hatte. Hennrich erklärte, dass ihr das NPD-Vorstandsmitglied Manfred Börm mit Nacktbildern gedroht hätte und verließ daraufhin die Partei. Vorwürfe, es handele sich um "Prono-Bilder", wurden von ihr zurückgewiesen. Mit dem Parteiaustritt Hennrichs hätten „Altermedia“ zufolge fast 20 Prozent der Berliner Mitglieder die Partei verlassen.

Künftig könnte es durchaus sein, dass die FNB auch den ersten Landtagsabgeordneten in ihren Reihen begrüßen kann. Der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Peter Klose, der sich kritisch zur Kandidatur Andreas Molaus für den Parteivorsitz geäußert hat, soll laut „Altermedia“ ob seines guten Verhältnisses zu den freien Kräften als persona non grata in der sächsischen NPD-Fraktion gelten. Angeblich soll es ihm vom Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel verboten worden sein, im Plenarsaal Reden zu halten sowie Anträge und Anfragen zu stellen. Auch für die künftige Landesliste soll Klose nicht mehr vorgesehen sein.


Kommentare(1)

Roichi Samstag, 21.September 2013, 10:41 Uhr:
Und schon wieder ein Kommentar, den ich nicht geschrieben habe.
Na Generalhenriette, mal wieder nichts zu tun?
 

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