von Redaktion
   

Mitarbeiter der NPD-Fraktion Sachsen

Dies sind die aktuellen Mitarbeiter der sächsischen NPD-Fraktion.

Holger Szymanski
Leiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes, Pressesprecher der NPD-Fraktion

Holger Szymanski wurde 1972 in Görlitz geboren. Er ist konfessionslos und zurzeit ledig. Szymanski trat 1986 mit 14 Jahren der „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ) bei. Nach seinem Austritt 1989 war Szymanski ein Jahr darauf Mitbegründer der „Jungen Sozialdemokraten“ in der DDR. Weil ihm die Haltung der Jusos aus West-Berlin missfiel, verließ er die Partei noch im selben Jahr. Zwischen 1993 und 1995 war Szymanski Mitglied bei der Partei Die Republikaner.

Von 1994 an bis zu seinem Austritt betreute er die Landesgeschäftsstelle der Partei in Dresden und fungierte u.a. als Pressesprecher für ihren Kreis- und Bezirksverband in Dresden. Als Student trat Szymanski für die Republikaner zur Bundestags- und Landtagswahl 1994 an, konnte allerdings kein Mandat gewinnen. 1995 trat er schließlich aus. Szymanski wurde anschließend einer der Gründungsmitglieder der „Jungen Landsmannschaft Ostpreußen“ (JLO) in Sachsen. Seit 2004 war Szymanski beim „Nationalen Bündnis Dresden“ für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Von 2006 bis 2009 fungierte er als Pressesprecher ihrer Fraktion im Dresdner Stadtrat.

Szymanski Eintritt in die NPD erfolgte 2004. Im selben Jahr begann er für die Monatszeitung "Deutsche Stimme" zu schreiben. In den Jahren 2007/2008 war er für den gleichnamigen Verlag als stellvertretender Chefredakteur tätig. Zwischen 2004 bis 2007 arbeitete Szymanski als Pressesprecher der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Seit 2008 ist er Leiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes. Von 2006 bis 2007 war er ebenfalls stellvertretender Fraktionsgeschäftsführer der Landtagsfraktion. Ebenfalls 2006 wurde Szymanski Schatzmeister des Kreisverbandes Dresden und seit 2008 ist er Bundesschatzmeister der Kommunalpolitischen Vereinigung der NPD. Nach dem Wiedereinzug 2009 wurde Holger Szymanski erneut zum Pressesprecher der NPD-Landtagsfraktion und zum Leiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes ernannt.

Unter der Überschrift "Kampf um die Parlamente" publizierte Szymanski als Pressesprecher der NPD -Landtagsfraktion in der "Deutschen Stimme" (Ausgabe 12/04), dass sich die politischen Verhältnisse seit der Landtagswahl "in Sachsen dramatisch verändert" haben. In seinem Beitrag zeigte er sich erfreut, dass "auch Teile der etablierten Politik" inzwischen beginnen, "Geschmack an der NPD zu finden".

Per Lennart Aae
Parlamentarischer Berater für Haushalt und Finanzen

Der Informatiker und ehemalige Selbstständige Per Lennart Aae wurde 1940 in Stockholm geboren. Er ist konfessionslos und geschieden. Aae wuchs in Schweden auf, wo er seinen Bachelor in Mathematik und Informatik machte und zunächst als Informatiker arbeitete. Wegen der Heirat einer deutschen Frau 1965 zog er nach Deutschland. Sein Eintritt in die Bayern-NPD erfolgte 1979. Zur selben Zeit wurde Aae in der rechtsextremen Szene aktiv und trat insbesondere bei Demonstrationen und Kundgebungen auf. Aae meldete unter anderem die Demonstration gegen die Ausstellung "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-44" in München an, die eine der größten Neonazi-Demonstrationen nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland war. Ein Jahr darauf wurde er Bezirksvorstandsmitglied und schließlich Bezirksvorsitzender in München-Oberbayern.

Ab 1990 war er zeitweise Mitglied des NPD-Parteivorstands und -Präsidiums sowie sogenannter Amtsleiter Politik. 1999 wurde Aae zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der NPD in Bayern gewählt. Aae scheiterte im selben Jahr bei der Europawahl, wo er als Spitzenkandidat antrat.Seit 2004 ist er Mitarbeiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und hier zuständig für den Haushalts- und Finanzausschuss. 2009 wurde er Vorsitzender des NPD-Landesschiedsgerichts Sachsen und finanzpolitischer Berater der NPD-Kreis- und Stadträte im Landkreis Görlitz. 2005 wurde Aae vom Amtsgericht Rosenheim wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt. Dem vorausgegangen war eine unter anderem an verschiedene Zeitungen, das Auswärtige Amt und den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder adressierte E-Mail vom 10. März 2004, in der Aae im Zusammenhang mit dem Holocaust von "Höllenglauben" und "Gaskammer-Dogma" sprach und Historiker als "perverse, brutale Vergewaltiger von deutschen Kinderseelen" bezeichnete. Aus mehreren Gründen erscheine ihm "das Holocaust-Szenario als Ganzes nicht glaubwürdig". Er „ist der Meinung …, dass Gaskammern für die Menschenvernichtung untauglich seien." In der Berufungsverhandlung bestätigte das Landgericht Traunstein 2006 das Ersturteil des Amtsgerichts, reduzierte allerdings die Geldstrafe auf 4800 Euro.

Auch an anderer Stelle bekundete Aae seine geschichtsrevisionistische und antisemitische Ansichten. So publizierte er in der „Deutschen Stimme“ einen Beitrag unter dem Titel "Imperialistischer Raubzug oder nationaler Notwehrakt? Ein historischer Vergleich: George W. Bushs Irakkrieg 2003 und Adolf Hitlers Polenfeldzug 1939". Dabei gelangte er zu dem Fazit, der deutsche Angriff gegen Polen 1939 habe "auf jeden Fall der Abwehr einer deutlich angezeigten militärischen Bedrohung gegen das Reich" gedient und fügt hinzu: "Hitler führte zwar einen Angriffskrieg gegen Polen. Er hatte allerdings alles Menschenmögliche getan, um den deutsch-polnischen Konflikt friedlich zu lösen, scheiterte aber am nachweislichen Kriegswillen seiner Gegner."

Ingmar Knop
Parlamentarischer Berater für Verfassung, Recht und Europa

Der studierte Rechtsanwalt Ingmar Knop wurde 1975 in Dessau geboren. Er ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 1999 tritt Knop als Autor von kulturgeschichtlichen und politischen Beiträgen in Erscheinung. Er schrieb u.a. für die "National-Zeitung", die "Deutsche Geschichte", die "Deutsche Stimme" und "Die Aula". 2004 machte er sein zweites Juristisches Staatsexamen und erhielt die Zulassung als Rechtsanwalt. Ein Jahr später gründete Knop seine eigene Rechtsanwaltskanzlei und publizierte sein Buch "Mit der EU in den Abgrund".

2005 wurde Knop Landesvorsitzender der DVU Sachsen-Anhalt, der er bereits seit einigen Jahren angehört hatte. Ein Jahr darauf war er ihr Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, wo die DVU mit 3 % nicht in den Landtag einzog. 2007 wurde Knop Mitglied des DVU-Bundesvorstandes und ist ab 2009 ihr stellvertretender Bundesvorsitzender. Ebenfalls seit 2009 ist Ingmar Knop Parlamentarischer Berater der NPD-Fraktion für den Ausschuß für Verfassung, Recht und Europa sowie den Wahlprüfungsausschuß, nach eigener Aussage aber als selbstständiger Rechtsanwalt ohne Angestelltenverhältnis. Ingmar Knop ist einer der Anwälte der rechtsextremen Szene. Mehrfach verteidigte er bereits angeklagte Extremisten vor Gericht oder setzte ihre Interessen gerichtlich durch.

Dr. Olaf Rose

Parlamentarischer Berater für Inneres sowie Wissenschaft, Hochschule, Kultur und Medien

Der studierte Historiker Olaf Rose wurde 1958 in Arnsberg geboren.  Rose gehörte in seinen Jugendjahren dem linken Spektrum an, schloss sich allerdings noch vor seiner Promotion 1992 dem Vorstand der rechtsextremen Kulturvereinigung „Gesellschaft für Freie Publizistik“ an.  Rose war Mitherausgeber der Zeitschrift „Opposition“ und Autor sowie Mitglied des Redaktionsbeirats der in der Verlagsgesellschaft Berg erscheinenden Zeitschrift „Deutsche Geschichte“.Während seiner Arbeit an der Dokumentation „Zwangsarbeit und Kriegsgefangene in Herne und Wanne-Eickel zwischen 1940 und 1945“ im Auftrag der Stadt Herne befand die Stadt seine Forschungsergebnissen als zu radikal da er die Zahl der Zwangsarbeiter in der Region von 30.000 auf 9.000 herunterstufte. Die Stadt Herne beschloss daraufhin 2003 seinen Vertrag nicht weiter zu verlängern.  

2006 fand Rose Anstellung als Parlamentarischer Berater der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. Rose ist seitdem primär zuständig für die Bereiche Innenpolitik, Wissenschaft, Hochschule, Kultur und Medien. 2007 trat er der NPD bei.In den Jahren 2008/2009 gehörte Rose dem NPD-Bundesvorstand an. Seit 2009 ist er Stadtrat der Kreisstadt Pirna.Gemeinsam mit Rolf Kosiek verfasste er ein im rechtsextremen Grabert-Verlag erschienenes Werk „Der Große Wendig – Richtigstellung zur Zeitgeschichte“, das laut Verfassungsschutz „in der rechtsextremistischen intellektuellen Szene auf rege Nachfrage“ stößt und als ‚Meilenstein des Revisionismus‘ beworben wird.Rose hält und hielt zudem Vorträge u.a. bei der „Gesellschaft für Freie Publizistik“, der kürzlich verbotenen „HNG“ und bei diversen anderen Organisationen im Rechtsaußen Milieu.

Sascha Roßmüller
Parlamentarischer Berater für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Der gelernte Gärtner Sascha Roßmüller wurde 1972 in Straubing geboren. Er ist verheiratet und hat ein Kind. Roßmüller wurde mit 17 in der rechtsextremen Szene aktiv. 1991 war er Gründungsmitglied des „Nationalen Blocks“, welcher 1993 verboten wurde. 1995 trat er der Jungen Nationaldemokraten (JN) und der NPD bei. Ein Jahr darauf erfolgte seine Wahl in den JN- und NPD-Landesvorstand Bayern. Zwei Jahre später kam Roßmüllers Ernennung zum stellvertretenden JN-Bundesvorsitzenden. Von 1997 bis 2005 war er hauptamtlicher Landesgeschäftsführer der NPD Bayern. 2000 war er Bundesvorsitzende der JN. Von 2000 bis 2009 Mitglied des NPD-Parteivorstandes.

Sascha Roßmüller ist seit Oktober 2004 Mitarbeiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.Auf dem NPD-Bundesparteitag 2009 kandidierte Roßmüller nicht mehr für den Parteivorstand. Seit 2010 bekleidet er das Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden in Bayern. Nach dem Wiedereinzug der NPD in den Sächsischen Landtag ist Roßmüller weiter als Mitarbeiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes beschäftigt. Roßmüller publizierte im JN-Organ "Aktivist" und in dem JN-nahen Blatt "Einheit und Kampf" und war von 1996 bis 2009 als Redakteur für die NPD-Zeitung "Deutsche Stimme" tätig. Seine publizistischen Beiträge befassen sich überwiegend mit wirtschafts- und energiepolitischen Themen.

Seine Wahl zum Bundesvorsitzenden der JN 1999 kommentierte der bayerische Verfassungsschutz mit den Worten: "Seine Wahl unterstreicht deutlich die neonazistische Ausrichtung der JN, die auch von seinen Stellvertretern mitgetragen wird." Roßmüller ist einer derjenigen Mitglieder in der NPD, welcher als Bindeglied zu den Freien Kameradschaften fungiert.

Peter Schreiber
Parlamentarischer Berater für Soziales und Verbraucherschutz

Der Diplom-Finanzwirt Peter Schreiber wurde 1973 in Berlin geboren. Er ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder.  1997 bis 2001 war Schreiber Mitglied der Partei Die Republikaner und der Republikanischen Jugend, deren stellvertretender Bundesvorsitzender er zuletzt war. Schreiber war zudem Mitglied und gegen Ende auch Sprecher der patriotischen Aktionsgemeinschaft „Coburger Runde“. 2006 trat er der NPD bei. Wenig später wurde Schreiber Mitglied im Vorstand des NPD-Kreisverbandes Meißen. Seit 2008 ist er Kreisrat in Meißen und seit Juni 2009 Mitglied des Stadtrates Strehla. Seit 2009 ist Peter Schreiber Mitarbeiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und zuständig für Soziales und Verbraucherschutz.

Stefan Paasche
Parlamentarischer Berater für Schule und Sport sowie Umwelt und Landwirtschaft

Der Diplomlehrer Stefan Paasche wurde 1959 in Schönebeck geboren. Er ist konfessionslos und zurzeit ledig. Nach seinem Studium arbeitete Paasche zunächst als Lehrer für Mathematik und Chemie. 2006 trat er in die NPD ein. Nach dem Rücktritt vom sachsen-anhaltischen Landesvorsitzendem der NPD Matthias Heyder wurde Paasche zu einem der neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.

Seit 2009 ist er Mitarbeiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und hier zuständig für die Ausschüsse für Schule und Sport sowie Umwelt und Landwirtschaft.

 

Thorsten Thomsen
Pressereferent, Parlamentarischer Berater für Wirtschaft und Verkehr

Der Autor Thorsten Thomsen wurde 1973 in Nordfriesland geboren. Von 1990 bis 1994 war Thomsen Mitglied der CDU und der Jungen Union. 1994 wechselte er zum „Bund Freier Bürger“, deren stellvertretender Landesvorsitzender und Landesgeschäftsführer er zuletzt war. Thompsen war ebenfalls stellv. Bundesvorsitzender der BFB-Jugendorganisation „Junge Freiheitliche". Seit 1995 betätigt sich Thomsen als Autor in verschiedenen rechtsextremistischen Publikationen, u.a. "Opposition", "Nation & Europa", welches 2009 durch „Zuerst! – Deutsches Nachrichtenmagazin“ ersetzt wurde, "Die Aula" und "National-Zeitung".

2001 wurde er Mitglied der Deutschen Partei und Landesvorsitzender der DP in Schleswig-Holstein. Seit 2009 ist Thompsen Mitglied der Deutschen Volksunion. Im selben Jahr wurde er Vorsitzender des „Bildungswerkes für Heimat und nationale Identität e. V.“. Seit 2009 arbeitet Thorsten Thomsen als Pressereferent der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Im letzten Jahr erhielt Thomsen zudem die Position eines Redakteurs bei der vom Bildungswerk herausgegebenen rechtsextremistischen Zeitschrift "hier & jetzt".

Stand 10/2011

Kommentare(3)

Oda Kinnewsky Dienstag, 19.März 2013, 05:00 Uhr:
Zu Thorsten Thomsen bitte folgenden Artikel lesen:
Israel-Connection in der NPD? (Juli 4, 2012 von Detlef Nolde) http://detlefnolde.wordpress.com/2012/07/04/israel-connection-und-npd/
"Was “offene Debattenkultur” heißt, das wurde bei diesem Seminar deutlich, für das Thomsen extra den Zionisten Constantin von Hoffmeister auftreten und “Groß Israel” fordern ließ, alles selbstverständlich “auf hohem akademischem Niveau und in kameradschaftlicher Atmosphäre”." Und: "Thorsten Thomsen als Pressereferent der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und Vorsitzender des NPD-Bildungswerks legt in seinem National-Zeitungs-Artikel nicht nur ein Bekenntnis zum politischen Arm des Judentums sprich des Zionismus ab, deren Krise er durch eine moderatere Politik zu überwinden sucht, sondern täuscht zu diesem Zwecke auch über Irreführungen des Zionisten Beinart hinweg."
 
Atze Dienstag, 19.März 2013, 13:27 Uhr:
Nächstes Jahr hat der Spuk voraussichtlich ein Ende. Da wird der Arbeitsmarkt wieder mit scher vermittelbaren Arbeitslosen belastet.
 
Marlies Dienstag, 19.März 2013, 18:30 Uhr:
@atze
"Nächstes Jahr hat der Spuk voraussichtlich ein Ende. Da wird der Arbeitsmarkt wieder mit scher vermittelbaren Arbeitslosen belastet."

Wieso das? Will Gutmensch sich arbeitslos melden?
 

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