von Konrad D. Fromm
   

Migrationsbericht 2013 – Kaum passende Zahlen für Pegida-Jünger dabei

Jährlich im Januar veröffentlicht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Auftrag der Bundesregierung den Migrationsbericht für Deutschland. Aktuell dürfte die Aufmerksamkeit für den Bericht durch die fremdenfeindlichen Pegida-Demonstrationen und durch die insgesamt steigenden Zuzugszahlen deutlich höher ausfallen als in anderen Jahren. Dabei liefert die Publikation eher Zahlen, die gegen die Aktivitäten der Pegida sprechen.

Grafik Wanderungssaldo (Grafik: ENDSTATION RECHTS.)

Die Zahl der Zuzüge ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent auf 1.226.493 Personen gestiegen. Auch die Zahl der Fortzüge aus Deutschland nahm 2013 um 12,1 Prozent zu und lag bei 797.886 Personen. Im Saldo ergibt dies für Deutschland ein Wanderungsplus von 428.607 Personen.

Nach Deutschland kommen vor allem Europäer

61,5 Prozent der Zuzüge erfolgten 2013 aus Mitgliedsländern der Europäischen Union. Im Wanderungssaldo beträgt der Anteil von Personen aus der EU ganze 66 Prozent. Betrachtet man den gesamten Kontinent, so gehen 2013 drei Viertel des deutschen Wanderungsplus auf europäische Länder zurück. Da hierzu mehrheitlich keine muslimisch geprägten Länder zählen, ist eine Islamisierung qua Zuzug, wie sie von Pegida suggeriert wird, derzeit mehr als unwahrscheinlich. Der Anteil der Zuwanderung aus den beiden einzigen mehrheitlich islamisch geprägten Ländern Albanien und dem Kosovo liegt bei gerade einmal 2,1 Prozent der europäischen Zuwanderung.

Weiterhin unangefochten an der Spitze bei den Zuwanderungsländern steht Polen mit einem Saldo zwischen Zu- und Fortzügen von inzwischen 71.610 Personen. Auf Platz zwei liegt wie bereits 2012 Rumänien, ebenfalls mit einem leichten Plus im Wanderungssaldo. Auf dem dritten Platz folgt dann Italien mit einem Wanderungssaldo von 32.748 Personen.

Was auf den ersten Blick wie die verschärfte Auswirkung der Finanzkrise in Südeuropa aussieht, wird bei genauerem Hinschauen zu einem Effekt der Krisen in Afrika und im mittleren Osten. Zwar ist auch der Zuzug von Italienern gestiegen. Die Werte lagen aber nicht wesentlich höher als in anderen südeuropäischen Ländern. Deutlich gestiegen ist hingegen gegenüber 2012 der Anteil von Nicht-Italienern, die über Italien nach Deutschland kamen. Hier gab es im Saldo ein Wanderungsplus von 4.070 Personen auf 9.443 Personen. Italien ist, das machen die Zahlen bereits im Migrationsbericht 2012 deutlich, Transitland für Flüchtlinge aus Gegenden südlich und östlich des Mittelmeeres. Ein Anstieg dieser Zahlen im Migrationsbericht 2014 kann somit bereits heute prognostiziert werden.

2013 kamen weniger Bulgaren als noch im Vorjahr

Insgesamt sind die sieben Hauptzuzugsländer dieselben wie bereits 2012, mit bis auf Italien lediglich leichten Verschiebungen zum Vorjahr. Ungarn, Bulgarien und Griechenland verzeichnen beim Wanderungssaldo sogar ein leichtes Minus, aus diesen Ländern kamen in der Summe 2013 somit weniger Menschen nach Deutschland als noch im Vorjahr.

Deutlich gestiegen ist die Abwanderung in Richtung Türkei. 2013 gingen 7.254 Menschen mehr in Richtung Türkei, als von dort zuzogen. Auch das übrigens ein Argument, das deutlich gegen die Argumente von Pegida-Jüngern spricht. Zudem ein Indiz, dass Deutschland für die größte ethnische Gruppe von Muslimen im Land an Attraktivität verliert.

Gemessen an der Bevölkerung im Herkunftsland erfolgte der höchste Zuzug aus Bulgarien. Die 59.323 Zuzüge aus dem Balkanland entsprechen 0,8 Prozent der Landesbevölkerung – zumindest nach Stand von 2011. Sowohl Bulgarien als auch Rumänien haben die letzten offiziellen Bevölkerungszahlen 2011 veröffentlicht. Wer sich die Wanderungsbewegungen allein nach Deutschland anschaut, kann erahnen, warum dies so ist.

Im Wanderungssaldo liegt gemessen an der Wohnbevölkerung aber ein anderes Land ganz vorn: Kroatien. Bei gerade einmal 4,3 Millionen Einwohnern entspricht der für Kroatien negative Wanderungssaldo von 12.447 Personen beinahe 0,3 Prozent der Bevölkerung. Kroatien hat mit einem Plus im Wanderungssaldo von 11.384 Personen im Vergleich zum Vorjahr auch den höchsten Anstieg eines europäischen Landes zu verzeichnen.

Die Ursache hierfür ist eine ganz einfache: Kroatien wurde am 1. Juli 2013 Vollmitglied der Europäischen Union. Bei einer Arbeitslosenquote von 15,3 Prozent im Jahresdurchschnitt 2013 ist es daher mehr als nachvollziehbar, dass die Kroaten die Möglichkeiten der europäischen Freizügigkeit nutzen.

Der syrische Bürgerkrieg, der 2012 im Migrationsbericht noch keine Rolle spielte, wird im Migrationsbericht 2013 deutlich sichtbar. Für 2013 erstaunt weniger, dass Deutschland insgesamt einen Zuzug von 18.789 Personen aus Syrien zu verzeichnen hatte, sondern vielmehr, dass trotz aller Widrigkeiten knapp 2.000 Personen zurück nach Syrien gegangen sind. Auch hier, ähnlich wie bei Italien, liegt die Prognose von steigenden Zuzugszahlen im Migrationsbericht 2014 geradezu auf der Hand.

Unterm Strich geht das Abendland nicht unter – überm Strich auch nicht

Und unterm Strich? Der Migrationsbericht 2013 macht deutlich, dass das Abendland weder untergeht noch seine Islamisierung fürchten muss. Deutschland verzeichnet eine weiterhin steigende Zuwanderung vorwiegend aus dem europäischen Raum, wobei diese im Saldo durchaus Werten entspricht, die Mitte der 90er Jahre noch als notwendiger Zuzug zur Bewältigung des demografischen Wandels angesehen wurden. Der Anteil an Asylbewerbern an allen Zuzügen lag 2013 bei knapp oberhalb von zehn Prozent. Und: Zuwanderung trägt, betrachtet man die Altersstruktur der Zugewanderten, zur Verjüngung der deutschen Bevölkerung bei.

Ein Argument können sich Pegida-Anhänger dann aber doch noch aus dem Migrationsbericht 2013 zusammenklauben – zumindest, wenn sie in der Lage sind, die letzte Ausgabe daneben zu legen und die richtigen Tabellen zu vergleichen. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Sachsen stieg nämlich 2013 um ganze 0,3 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent an, was einem Plus von 9.430 Personen entspricht. Trotz dieses Zuzugs nahm die sächsische Bevölkerung um 3.819 Personen ab.

Und muss diese Entwicklung nicht zwangsweise zum Untergang des Abendlandes führen? Nein, muss sie und wird sie auch nicht.

Stellt man sich einmal dumm und nimmt völlig realitätsfern an, dass die absoluten Zahlen des Bevölkerungsrückgangs und der Zuwanderung konstant blieben, dann würde in Sachsen im Jahr 2045 der Ausländeranteil erstmals die Marke von zehn Prozent an der Gesamtbevölkerung erreichen.

Und selbst wenn man diese Milchmädchenrechnung fortführt und eine völlige Integrationsunwilligkeit aller Ausländer als zwingend voraussetzte, dauert es von heute an noch 168 Jahre, bis der Ausländeranteil in Sachsen höher wäre als der Anteil der Deutschen.

Es ist völlig hanebüchen, eine Bevölkerungsprognose für das Jahr 2183 abzugeben. Zu prognostizieren, dass Pegida bis dahin wieder in der Versenkung verschwunden sein wird, ist deutlich realistischer. Und vielleicht berichtet die AfD dann auch wieder als erstes von der Auflösung des Pegida-Vereins.

Kommentare(42)

Hansi Donnerstag, 22.Januar 2015, 11:58 Uhr:
Komisch, seiner Zeit hörte sich das aus Reihen der SPD mal ganz anders an.

„500.000 Menschen jährlich, das ist einfach zuviel“ – „Kein Volk der Welt würde es ertragen, wenn jedes Jahr eine halbe Million Ausländer dazukommt, wie bei uns… Dieses Land ist führungslos und es ist nicht anzunehmen, daß die Dilettanten, die zur Zeit regieren, dazulernen“. Helmut Schmidt (SPD), Bild v. 6.9.92

„Die Vorstellung, daß eine moderne Gesellschaft in der Lage sein müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig.“ Helmut Schmidt (SPD),
Frankfurter Rundschau v. 12.9.92

„Aus Deutschland darf kein Einwanderungsland gemacht werden. Das erträgt die Gesellschaft nicht“. Helmut Schmidt,
Stuttgarter Nachrichten v. 15.9.92
 
Björn Donnerstag, 22.Januar 2015, 13:09 Uhr:
Der Bericht beweist einmal mehr wie sehr die Überfremdung in diesem Land schon voran geschritten ist. In nur einem Jahr strömten über 1,2 Millionen Ausländer nach Deutschland. Das entspricht einer Großstadt wie Köln. Wir haben schon heute viele Stadtteile in westdeutschen Städten, in denen die Deutschen in der Minderheit sind.

Für eine Bürgerbewegung wie Pegida wird es allerhöchste Zeit. Wir haben nur noch ein kleines Zeitfenster in dem wir die Politik so ändern können, dass wir auch noch in hundert Jahren die Mehrheit im eigenem land stellen können. In dem wir den Untergang unseres Volkes verhindern können.

Wir haben schon jetzt 20 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Und die sind nicht gleichmäßig verteilt. Besonders erschreckend ist der rasant steigende Anteil an Migranten, je jünger die Bevölkerungsgruppe ist, die man untersucht. Bei den bis 10-jährigen sind es laut Zensus2011 schon 28.5%. In Frankfurt sind es schon 55%, in Heilbronn 58%. In Dortmund 43% und in Düsseldorf 45%. So sieht es bei fast allen westdeutschen Großstädten aus. Selbst in Rostock sind es schon über zehn Prozent. Und diese Zahlen sind schon vier Jahre alt. Die Überfremdung ist also schon noch weiter fortgeschritten.

Es wird daher allerhöchste Zeit eine vernünftige Ausländer Politik zu fordern, die den Fortbestand unseres Volkes, unsere Kultur und unserer Identität sichert.
 
Konrad D. Fromm Donnerstag, 22.Januar 2015, 14:02 Uhr:
Da sind sie ja wieder... Ring frei.
@Hansi: Sie müssen zu den Kommentaren schon ergänzen, dass Helmut Schmidt im September 1992 öffentlich natürlich auch die so genannte "Petersberger Wende" medial verteidigt und die SPD gegenüber der Union absetzt. Im Ürbigen haben Sie die Zitate ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen.

@Björn: Zum Ersten sind bei den 1.2 Millionen auch Deutsche dabei und zum Zweiten strömen auch 800.000 Menschen aus Deutschland heraus. Das entspricht der Einwohnerzahl von Frankfurt (Main) und Schwerin zusammen. Bei ihrem Vergleich fehlen übrigens noch 200.000 Personen... "Das entspricht der Einwohnerzahl von Stuttgart und Düsseldorf zusammen" wäre korrekter gewesen...

Und ach, der Untergang des Volkes. Migranten neigen dazu, sich eher in großen Ballungsräumen anzusiedeln als auf dem flachen Land. Sie dürfen sich gerne mal die entsprechenden Daten anschauen.

"Menschen mit Migrationshintergrund" können übrigens auch deutsche Staatsbürger sein. Die heißen dann bspw. Jeromé Meier, haben eine dunkle Hautfarbe und ihr gesamtes Leben in Deutschland verbracht, im Gegensatz zu den Pegida-Jüngern die Werte des Zusammenlebens in Deutschland verstanden und sehen sich als Teil und nicht nur als An-Teil des Landes.

Übrigens muss es korrekt: "vernünftige Zuwanderungspolitik" heißen. Für "Ausländer Politik" (sic!... schreibt sich zusammen) gibt es nämlich schon einen Begriff. Der lautet Außenpolitik.
 
Homsa Donnerstag, 22.Januar 2015, 14:21 Uhr:
@Björn: Vielleicht hilft es, den Artikel noch einmal zu lesen. 1,2 Millionen kommen, 700.000 gehen. Macht netto 500.000.
Was Migration angeht: Immer noch der größere Teil der Deutschen mit Migrationshintergrund gehört zu den Spätaussiedlern, Heimatvertriebenen und ähnlichen Gruppen, also Menschen, die in anderen Ländern als "deutschstämmig" gelten. Ich bin gespannt, wie es Pegida anstellen will, Putin die Russlanddeutschen aufs Auge zu drücken. Und ob sich Polen über die Rücknahme der Vertriebenen freuen wird …
Zudem kommen die weitaus meisten Menschen aus der EU nach Deutschland. Die EU ist auch doof? Na gut, dann sollten wir das Rad in das Jahr 1954 zurückdrehen. Kaum ein Ausländer kam nach Deutschland rein - und kaum ein Deutscher mal raus, weil man selbst für Italien ein Visum brauchte. Vielleicht sind Sie gern immer zuhause; mir gefällt weniger DDR eher besser. :-)
 
richtig gestellt Donnerstag, 22.Januar 2015, 14:58 Uhr:
"Und selbst wenn man diese Milchmädchenrechnung fortführt und eine völlige Integrationsunwilligkeit aller Ausländer als zwingend voraussetzte, dauert es von heute an noch 168 Jahre, bis der Ausländeranteil in Sachsen höher wäre als der Anteil der Deutschen."

Na und? Es muss in Sachsen, Brandenburg, MV, S.-Anhalt, Thüringen nicht wie in Wedding, Kiel-Gaarden oder Frankfurt aussehen. Es reichen schon die Armenviertel mit denen "demokratische Politik" dem Osten seit 25 Jahren beglückt hat. Im übrigen geht es Pegida um den Islam mit all seinen negativen Auswüchsen. Die braucht hier auch niemand. Wehret den Anfängen!
 
Konrad D. Fromm Donnerstag, 22.Januar 2015, 16:08 Uhr:
@richtig gestellt (sic!)
Erste Frage: Sind sie sich der Ironie ihres "Spitznamens" eigentlich bewusst? Oder hatten sie eingeplant, von vornherein eckentechnisch in die rechte selbige verfrachtet zu werden?

Zweite Frage: Wissen sie, wie die Situation in Deutschland vor 168 Jahren war? Mal abgesehen davon, dass die Idee eines einheitlichen Deutschland da eher die Forderung gemäßigter Liberaler war? Sie werden feststellen, dass sie da mitten im Vormärz sind. Ungeahntes Bevölkerungswachstum und Kartoffelrevolution!!! Da sah man in Deutschland die Gefahr der aufkommenden Industrialisierung (fängt ja auch mit I an...). Grundübel sowohl unseres Lebensstandards als auch unserer sozialen Probleme!

Im Übrigen geht es Pegida nicht um den Islam - wenn dann schon Islamisierung. Und Endstation Rechts. geht es um Rechtspopulisten, Rechtsradikale und Rechtsextreme mit all ihren negativen Auswüchsen.

Hochachtungsvoll,
Konrad D. Fromm
 
@ richtig gestellt Donnerstag, 22.Januar 2015, 17:07 Uhr:
"Na und? Es muss in Sachsen, Brandenburg, MV, S.-Anhalt, Thüringen nicht wie in Wedding, Kiel-Gaarden oder Frankfurt aussehen. Es reichen schon die Armenviertel mit denen "demokratische Politik" dem Osten seit 25 Jahren beglückt hat. Im übrigen geht es Pegida um den Islam mit all seinen negativen Auswüchsen. Die braucht hier auch niemand. Wehret den Anfängen!"

Genau! Es lebe die Deutsche Demokratische Republik 2.0. Natürlich ohne Berlin. Die haben uns damals schon alles weggenommen, die Luder.^^
Dann gibt es endlich wieder blühende Landschaften im Bezirk Neubrandenburg. Die Industrie in der Region boomt ohnegleichen. Die schlimmen Ausländer wollen auch nicht zu uns. Was für ein Leben...
 
Guy Donnerstag, 22.Januar 2015, 17:20 Uhr:
Im übrigen geht es den Gegendemonstranten der PEGIDA um den Rechtspopulismus und all seinen negativen Auswüchsen. Die braucht hier auch niemand. Wehret den Anfängen.... Ziemlich inhaltlos dieser Satz oder?

Ich kann an den Bericht nichts fürchterliches erkennen. In anbetracht dessen, dass ich in einer Firma arbeite die Probleme hat Fachkräfte zu bekommen (Handwerk), immer ran mit den Leuten.

Ich habe bis jetzt an drei verschiedenen Orten gelebt und konnte nirgendwo eine Überfremdung feststellen. Außer in meinem jetzigen Ort konnte ich lediglich ein paar kurzgeschorene am Supermarkt sichten, die sich immer nur beschwerd, gepöbelt und getrunken haben. Komisch, keine Islamisten oder Türken darunter. Das bedeutet dann wohl, dass eine Übernationalisierung stattfindet!? Davor sollten wir uns schützen. Ich frag mal Herrn Bachmann ob der mir bei der Organisation hilft. Er sollte ja wieder kapazitäten haben.
 
Cheffe Donnerstag, 22.Januar 2015, 17:42 Uhr:
Der Bericht gilt zum einen für Migrationen im Allgemeinen und nicht für Asylbewerber (hat also nicht viel mit Pegida zu tun) und ist zum anderen total veraltet.

Hier gibts den aktuellen Bericht vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/statistik-anlage-teil-4-aktuelle-zahlen-zu-asyl.pdf?__blob=publicationFile

22.7% aller Flüchtlinge kommen aus Syrien, Arab Republik
5,3 % aus Afgahnistan, etliche weitere aus dem Irak, Somalia etc.

hinzu kommt, dass sich die Anzahl der Flüchtlinge seit 2013 fast verdreifacht hat..

Das ist keine seriöse Berichterstattung..
 
Luise Donnerstag, 22.Januar 2015, 18:21 Uhr:
Vorschlag an alle .....Gida-Begeisterten: Zieht doch um Dresden eine Mauer hoch und lasst niemand mehr rein. Regieren lasst Ihr Euch dann von Bachmann-Dumpfbacke und seinen "hochintelligenten" KameradInnen. Dann habt Ihr es alle schön kuschelig und werdet nicht weiter gestört, von was und wem auch immer!
 
Stefan Wunder Donnerstag, 22.Januar 2015, 19:34 Uhr:
Sehr geehrter Herr Fromm,

auch wenn ich den Kalifen noch nicht vor Berlin stehen sehe, scheinen die Zahlen nicht geeignet, um sich zu einer Aussage hinreißen zu lassen. Um den Gegner zu widerlegen, muss man bei ungenauen/geschätzten Zahlen zu seinen Gunsten vorgehen.

1) Im Schaubild haben Sie die Herkunftsländer von 700T erfasst, es sind aber 1,2M. Die anderen 500T KÖNNTEN zu 100% Muslime sein. Eine Schätzung wäre anhand der Religionsverteilung der Restbevölkerung möglich, würde aber verkennen, das die EU bis auf die GUS- und EFTA-Staaten nur muslimische Nachbarn hat.

2) Sie weisen selber darauf hin, das das Herkunftsland und nicht die Nationalität gezählt wird. Dafür liefern Sie aber auch gleich die wichtigen Daten mit, ohne diese aber in Ihre Rechnung einzubeziehen : Von 60651 aus Italien Zugewanderten waren 9443 Nichtitaliener. Darunter mögen auch Schweizer und Franzosen sein, für die ein ital. Flughafen näher war, zurückkommende Deutsche. Der Löwenanteil dürften aber Bootsflüchtlinge aus Nordafrika sein, denen I gerne Papiere zur Ausreise in ein anderes EU-Land in die Hand drückt. Daraus folgt, das bis zu 15,5% der Zuzügler aus I Muslime sind - ich halte mindestens 10% für realistisch, und das für fast alle Staaten mit Außengrenzen. Der Zuzug aus islamischen GUS-Staaten durch Polen und Ungarn dürfte geringer sein, nehmen wir da nur 1%. Rechnet man diese Zahlen auf die 7 Staaten im Schaubild, kommen wir auf 36.000 Muslime, die Sie als EU-Bürger zu deuten versuchen.
 
Stefan Wunder Donnerstag, 22.Januar 2015, 20:04 Uhr:
3) Der durchschnittliche Anteil von Muslimen in der EU wird mit 3,5% angegeben. Rechnen wir die Durchzügler raus und mit nur 3%, sind es weitere 27.000 Muslime.

4) Nun könnte man argumentieren, das die Struktur der Zu- und Wegzügler gleich sei. Dies dürfte aber nicht der Fall sein, da verstärkt Minderheiten fliehen, und eben nicht in ihr Heimatland, das ihnen keine Heimat bot, zurückkehren. Das bedeutet, das prozentual weitaus mehr Muslime das EU-Ausland in Richtung Deutschland verlassen als umgekehrt. Auch dürften wesentlich mehr Deutsche D verlassen als zurückkehren. Und wenn, wie PEGIDA unterstellt wird, das Verhältnis "Biodeutscher" zu Moslem zählt, haben die recht. Ist nur eine Frage wieviel Bedeutung man dem Thema beimisst.

Vielleicht finden Sie ja die Zeit den ein oder anderen Kritikpunkt nochmal in Ihre Auswertung einfließen zu lassen. Auf Ihr Ergebnis, so oder so, wäre ich gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Wunder
 
martin11 Donnerstag, 22.Januar 2015, 22:31 Uhr:
Wir hatten diese Diskussion doch schon einmal in Deutschland. Damals waren angeblich "die Juden" an "allem" schuld, heute sind es "die Flüchtlinge". Beide Male wurden die Zahlen ignoriert und der "gesunde Volkszorn" geschürt. Beide Male gab es für die Betroffenen eine Vorverurteilung, der diese sich nicht entziehen konnten. Beide Male hieß es, "die" sollten doch wieder "zurück" - und wie das Experiment endete weiß jeder: Diejenigen, die Deutschlands Größe beschworen und uns angeblich vor der lauernden "Gefahr" der anderen retten wollten, schafften es Deutschland in den Ruin zu treiben. Schade, dass manche von uns nicht bereit sind aus der Geschichte zu lernen. Übrigens: Deutschland war schon immer Einwanderungsland. Im Zentrum Europas waren weder der Rhein noch die Alpen jemals auf Dauer eine unüberwindbare Grenze. Kelten, Germanen, Römer, Hunnen, Ungarn, Türken (vor 500 Jahren waren sie bereits bis Wien gekommen) und andere haben unsere Kultur geprägt - und bereichert. Alles was Deutschland heute ausmacht, ist Folge von Verschmelzungen unterschiedlicher Völker und Ideen. Oder, wie mein Großvater schon zu Adolfs Zeiten sagte: WENN das Reinhalten der Rasse SO vorteilhaft wäre, warum sind dann Goethe und Schiller berühmt und nicht irgendwelche Samen oder Isländer?
Auch wenn in uns allen die Angst vor Fremdem stärker sein mag als die Neugier: Hoimar von Ditfurth formulierte dazu, dass dann halt die Hirnrinde anfangen muss zu arbeiten. Also: Denken statt Panik schieben!
 
martin11 Donnerstag, 22.Januar 2015, 22:41 Uhr:
In http://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-syrien-103.html kann man nachlesen, dass 3,2 Millionen Menschen aus Syrien geflohen sind (Stand Dezember 2014) . Die meisten von ihnen kamen in - selbst bettelarmen, häufig von Bürgerkriegen zerstörten und weitaus stärker überforderten - Nachbarländern unter. Pegida behauptet, gar nichts gegen die Muslime zu haben, sondern nur den Opfern islamistischer Gewalt zur Seite stehen zu wollen. Indem man eben diese Opfer gar nicht erst reinlässt und wo immer möglich gegen sie polemisiert? Es tut mir leid, die offensichtliche Verlogenheit der ...Gidas macht es schwer, ernsthaft über diese "Bewegung" zu sprechen. Herzlichen Dank an endstation-rechts für das Zahlenmaterial und die erfreulich gute Arbeit auf dieser Seite!
 
martin11 Donnerstag, 22.Januar 2015, 22:54 Uhr:
Kleine Korrektur @Stefan Wunder:
Die EU hat außerhalb Europas eine Reihe von nicht-muslimischen Nachbarn. Meine Frau stammt beispielsweise aus Madagaskar, dem "Nachbarland" der (französischen) Insel Reunion. Auf Reunion gibt es Zuwanderung aus aller Herren Länder - aber die madagassische Minderheit dürfte die größte sein. Ich gehe davon aus, dass es in den anderen Überseegebieten (Franz.-Guyana z.B.) ähnlich ist, also ist das Argument - europaweit betrachtet - nicht so überzeugend wie es auf den ersten Blick erscheint. Deutschland hat nur Nachbarn, die der EU oder der EFTA angehören, kein einziges muslimisches Land, was das Argument also überhaupt soll, leuchtet mir nicht ein.
 
martin11 Donnerstag, 22.Januar 2015, 23:04 Uhr:
Und schließlich: Meine Eltern stammen aus dem Baltikum, sie sind, wie viele andere "Wirtschaftsflüchtlinge" nicht aufgrund irgendwelcher Asylbestimmungen eingewandert, sondern hatten das "Glück" als Vertriebene und - damals - als Volksdeutsche zu gelten. Die Aufnahme hier war - vorsichtig ausgedrückt - nicht besonders herzlich, meine Eltern sagen HEUTE noch, wenn sie gefragt werden, woher sie stammen, dass sie Flüchtlinge sind. Sie haben drei Kinder großgezogen, alle drei haben studiert, aus allen dreien ist etwas geworden - aber das lag nicht daran, dass man meinen Eltern irgendetwas geschenkt hätte. Und trotzdem mussten sie vom ersten Tag an damit leben, dass ihnen vorgeworfen wurde, den Flüchtlingen würde "alles" geschenkt, die hätten noch nie gearbeitet und würden auf Kosten der Menschen hier leben (stimmt teilweise insofern, als im Baltikum die meiste Arbeit von Dienstpersonal erledigt worden war). Wenn irgendein Nachbar etwa vermisste, hatten es "die Flüchtlinge geklaut". Soll heißen: Die Vorurteile sind immer die gleichen, geändert hat sich nur, wem wir dieses Etikett anheften. Ich kann versichern, dass meine Eltern, die dem Finanzamt mitteilten, wenn sie zu viel Steuererstattung erhielten, dass das Amt sich verrechnet haben müsse, niemals etwas geklaut haben. Sie wären eher verhungert, als ungefragt anderen etwas wegzunehmen. Der Vorwurf blieb aber. Ich fühle mich als Kind von Flüchtlingen in der Pflicht, die Augen offen zu halten.
 
Meisterpups Freitag, 23.Januar 2015, 00:44 Uhr:
Ist das hier in den Kommentaren eine Trollveranstaltung! Oder handelt es sich um echte Dresdner Gedanken?
 
richtig gestellt Freitag, 23.Januar 2015, 08:06 Uhr:
@guy
"Ich kann an den Bericht nichts fürchterliches erkennen. In anbetracht dessen, dass ich in einer Firma arbeite die Probleme hat Fachkräfte zu bekommen (Handwerk), immer ran mit den Leuten."

Ach das Märchen vom Fachkräftemangel bei 4 Millionen offiziellen und vertuschten Arbeitslosen...lach. Das wird eher eine Frage der anständigen Bezahlung sein. Einer meiner Söhne hat besten Lehrabschluss (Heizung, Klima, Sanitär). Gesellengehalt mit 40 Überstunden im Februar 2012 1052 Euro netto. Viel Spass beim Gründen einer Familie mit diesen Unsummen. Er arbeitet jetzt in Norwegen, wird anständig bezahlt und hat geregelte Arbeitszeiten.

"Ich habe bis jetzt an drei verschiedenen Orten gelebt und konnte nirgendwo eine Überfremdung feststellen."

Zumindest ist klar, dass Sie noch nie in einer westlichen Großstadt waren, Ihre Aussage ist ohne Wert.
@luise
"Vorschlag an alle .....Gida-Begeisterten: Zieht doch um Dresden eine Mauer hoch und lasst niemand mehr rein."

Vorschlag an alle Gutmenschen, zieht zu Euren islamischen Freunden und baut ne Mauer drum. Und verschohnt die Mehrheit der Bevölkerung mit Eurem Gejammer.

Aktuell eben im ZDF, Eriträer in Dresden von Landsmann erstochen! Was machen denn nun die Gutmenschen wie Irmela, die diesen Mord voreilig den Pegidisten, Rechten usw. in die Schuhe schieben wollten? Gibt es da ne Entschuldigung? Ausländische Messerstecher braucht hier niemand!
 
Konrad D. Fromm Freitag, 23.Januar 2015, 09:29 Uhr:
@martin11: Herzlichen Dank für Ihre sehr lesenswerten Anmerkungen. Dem ist meinerseits nichts hinzuzufügen.

@cheffe: Bezüglich Migration sind die aktuellen Zahlen von 2013. Punkt. Viel schneller sind diese Zahlen auch nicht aufzuarbeiten, da hier neben den Zahlen des BAMF - das als zuständige Bundesbehörde die Daten über alle Asylanträge natürlich zeitnah präsent hat - auch noch die Zahlen von Einwohnermeldeämtern und statistischen Landesämtern abgeglichen und aufgearbeitet werden müssen.

@Stefan Wunder: Der Migrationsbericht ist öffentlich und auf den Seiten des BAMF abrufbar (http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2015/20150121-migrationsbericht-2013.html). Tabelle 1-9 und Tabelle 1-10 dürften für Sie interessant sein (S. 232ff). Damit dürfen Sie Ihren Punkt 1 zurücknehmen.

Dass ich in einer Grafik Daten selektieren muss, um die Übersichtlichkeit zu behalten, sollte eigentlich klar sein. Macht man im Übrigen bei Landkarten genauso. Oder sind da bei Ihnen Menschen eingemalt? Sie werden zudem feststellen, dass die Grafik sehr genau bezeichnet, was sie da zu sehen bekommen.

Im Übrigen ist es am Ende relativ egal, ob sie nach Staatsangehörigkeit oder Herkunftsland auswerten, da auch die Staatsangehörigkeit, wenn Sie schon die "Biodeutschen" bemühen, keinerlei Aussagekraft hat. Ich werde Staatsangehörigkeit und Herkunftsland aber noch separat auswerten und in diesem Zusammenhang auch noch auf Ihre statistischen Annahmen eingehen.

Hochachtungsvoll,
Konrad D. Fromm
 
Konrad D. Fromm Freitag, 23.Januar 2015, 09:41 Uhr:
@richtig gestellt (und immer noch falsch geschrieben):
Arbeitslosenzahlen und Fachkräftemangel stehen nur bedingt in einem Zusammenhang. Dies ist ein sehr komplexes Feld, dass zu behandeln den Rahmen eines Kommentares sprengen würde. Ebenso wie die Diskussion über Einkommensstrukturen in einigen deutschen Betrieben. Ich darf Sie darauf hinweisen: Die Schuld an der Auswanderung Ihres Sohnes trägt der deutsche Chef der Firma, der seine Angestellten schlecht bezahlte. Tat er dies aufgrund mangelnder Bereitschaft der Kunden, die Arbeit ordentlich zu bezahlen, so sind wiederum mehrheitlich Deutsche an dieser Misere schuld. So ein Mist. Deutsche haben Ihren Sohn vertrieben.

Westliche Groß-, Mittel- und Kleinstädte habe ich schon zur Genüge gesehen. Ebenso ausreichend Kontakte mit zahlreichen Mitbürgern mit Migrationshintergrund gehabt. Richtig bedroht habe ich mich in diesem Land bisher immer nur von Nazis gefühlt.

Warum ordnen Sie sich eigentlich als "Schlechtmensch" ein?

Die Geschichte lehrt, dass Angehörige aller Religionen friedlich zusammen leben können - bis ein paar fanatische Arschlöcher um die Ecke kommen, die der Meinung sind, dass man den Kuchen nicht mehr teilen möchte. Meist führt das am Ende dazu, dass weniger Kuchen da ist als vorher...

Mit vorzüglicher Hochachtung,
Konrad D. Fromm
 
@richtig gestellt Freitag, 23.Januar 2015, 11:28 Uhr:
Achso, Ihr Sohn darf also Wirtschaftsflucht betreiben, aber alle anderen nicht?

Ich hoffe für Ihren Sohn, dass die Norweger es nicht so auf Wirtschaftsflüchtlinge abgesehen haben, wie hier in Deutschland.

Einen schönen Tag noch.
 
richtig gestellt Freitag, 23.Januar 2015, 11:46 Uhr:
@fromm
"Die Schuld an der Auswanderung Ihres Sohnes trägt der deutsche Chef der Firma, der seine Angestellten schlecht bezahlte."

Herrlich wie kurz Sie denken. Bei den selbsternannten "Gutmenschen" nicht ungewöhnlich. Agenda 2010 ist Ihnen ein Begriff? Sogenannte "soziale" Parteien haben mit diesem Machwerk den Grundstein für Hungerlöhne gelegt. Befassen Sie sich mal mit dem Thema Aufstockern, ein Euro Jobs, etc.. Die Chefs nutzen diese staatliche Einladung zum Lohndumping nur aus. Mehr nicht. Wer hat also "meinen Sohn vertrieben"? Nicht der Chef sondern die damals regierenden Parteien. Bleiben Sie immer schön bei der Wahrheit Herr Fromm. Selbst eine Nahles hat zugegeben, dass die Agenda ein Fehler war. Nur waren das die üblichen Krokodilstränen. Denn sonst wäre ihr eingeführter Mindestlohn von lächerlichen 8,50 wesentlich höher und nicht mit vielen Schlupflöchern belastet. Hier ging es nur darum, die Kommunen von den Hartz IV Kosten der Aufstocker zu entlasten. Den betroffenen Personen geht es mit diesem Mindestlohn auch nicht besser als vorher. Also alles nur politische Trickserei- mehr nicht. Fazit: Die eigenen Bürger sind Euch schietegal, Ihr kümmert Euch nur um Wirtschaftsflüchtlinge, Salafisten etc.. Wie wäre es da mal mit dem Motto "Fordern statt Fördern"... mit dem Eure Beamtenvasallen mehrheitlich Deutsche auf den Ämtern schikanieren?
@namen okkupiert
Mein Sohn ist offiziell aus Norwegen angeworben worden. Der kleine Unterschied fällt Ihnen auf?
 
ein Pommer Freitag, 23.Januar 2015, 15:00 Uhr:
@konrads gefasel
"Die Schuld an der Auswanderung Ihres Sohnes trägt der deutsche Chef der Firma, der seine Angestellten schlecht bezahlte."

Meinen Sie nicht, dass die Agenda 2010 schuldig an den Niedriglöhnen ist? Zu der Erkenntnis sind auch viele Ihrer Genossen gekommen. Zu spät für die Betroffenen. Also prügeln Sie nicht auf den Unternehmer ein, der die von der Politik geschaffenen Möglichkeiten nutzt. Wenn Deutsche arbeitsmäßig nach Norwegen - Schweden gehen/gingen, dann wurden sie von Firmen abgeworben bzw. erfolgte das durch tatkräftige Unterstützung durch hiesige Arbeitsämter (Sprachkurse, Vermittlungsangebote...). Das scheint Ihnen nicht bekannt oder Sie haben es absichtlich vergessen. So lassen sich linke Lügen besser platzieren Herr Fromm, stimmts? Der Trick ist alt und niemand fällt drauf rein. Mit dem Thema Migration hat das allerdings absolut nichts zu tun.
Fragen Sie sich weiter, warum die Norweger lieber deutsche Fachkräfte abwerben, statt auf das eingewanderte Potential der "gut ausgebildeten Fachkräfte" aus Afrika zurück zu greifen. Vielleicht erschließt sich Ihnen ja was.
 
Luise Freitag, 23.Januar 2015, 17:30 Uhr:
Komisch, ich kann immer wieder feststellen, dass Leute, die sich eher in die rechte Ecke stellen, einen Hang zur orthographischen Schwäche haben. Bezeichnend ist auch eine Art Verzerrung der Wahrnehmung, die sie immer meinen lässt, ihre Positionen würden in der gesamten Gesellschaft auf eine Mehrheit treffen.
Außerdem neigen Sie dazu, sich als das Gegenteil von "Gutmenschen" zu begreifen, wie Herr Fromm so treffend anmerkt. Sie rechnen sich den Schlechtmenschen zu.
Letzterem mag ich nicht widersprechen.
 
Ismir Freitag, 23.Januar 2015, 19:24 Uhr:
Das Problem liegt schon in der Transformation von Menschen in Zahlen. Anschließend wird dann immer kühl durch- und abgerechnet. Diese Berichte sind fragwürdig in ihrem Nutzen.
Wenn schon Zahlen, dann bitte mit Blick über den nationalen Tellerrand: Die Zahlen aus Deutschland zur Zuwanderung bzw. Aufnahme und Anerkennung von Asylsuchenden sind im europäischen, internationalen Vergleich gemessen an der Bevölkerungszahl unterdurchschnittlich!
Überdurchschnittlich ist hierzulande allerdings der Wohlstand, und was viel schlimmer ist: das neoliberale Wohlstands- und Konkurrenzdenken. Dem wohnt das Weltbild von der Ungleichwertigkeit des Menschen inne, da dieser je nach dessen Nützlichkeit bald auf-, bald abgewertet, bald ge- bald entwürdigt wird -bald Täter, bald Opfer ist. Daran haben wir uns gewöhnt, das ist mainstream. Und Rassismus ist Alltag.
Oder träumt da sonst noch jemand von einem Deutschland, dass nach dieser vernichtenden Geschichte endlich und zu allererst den Geist der Menschenrechte verinnerlicht und verteidigt?
 
Matze Freitag, 23.Januar 2015, 20:34 Uhr:
Ihr Medienpfutzis habt es immer noch nicht verstanden, um was es den Menschen in Dresden geht.
Es geht doch nicht mehr um eine Islamisierung des Abendlandes ( vielleicht sollte der Name mal geändert werden) es geht um die vielen auch kriminellen Wirtschaftsflüchtlinge zB vor allem aus Tunesien. Um nichts anderes, kapiert das endlich!!!!
 
Ickeimwedding Freitag, 23.Januar 2015, 23:16 Uhr:
Einen wunderschönen guten Abend allerseits,

diese Diskussion hier geniesse ich ausserordentlich. Denn immer häufiger lese ich das Leute zum Grund des Übels vorstossen. Nicht die Flüchtlinge sind das Problem oder die Muslime (was eine furchtbare Verallgemeinerung ist. Alle Christen über einen Kamm zu scheren, wäre ebenso unsinnig), sondern die wachsende Ungleichheit des Wohlstands und die daraus resultierenden Ängste. Aber anstatt eine gerechtere Verteilung des Reichtums zu verlangen, wird auf die Schwächsten eingeschlagen. Früher waren es die Juden, heute sollen es die Flüchtlinge sein. SO EIN QUATSCH!
Wer einfachen Parolen hinterher rennt, darf sich nicht wundern bitter enttäuscht zu werden. Demokratie ist nicht einfach! Demokratie wird auch nie einfach sein! Ausserdem kann es ja mit der "stolzen Kultur der Dichter und Denker" nicht so weit her sein, wenn ein paar fremde Gesichter einen einschüchtern und verzweifeln lassen. Ich habe letztens einen wunderbaren Satz gelesen....
"Geht mal zu Fatima und Ahmed Kaffee trinken und Baklava naschen. Dann merkt ihr nämlich das die total nett und normal sind."
mit den besten Grüßen
Icke im Wedding
 
Konrad D. Fromm Samstag, 24.Januar 2015, 08:50 Uhr:
@richtig gesetzt:
Ach so. Da waren also SPD und Grüne Schuld am Auswandern ihres Sohnes. Mal abgesehen davon, dass sie jedem deutschen Unternehmer den freien Willen absprechen, indem sie postulieren "nur weil man etwas machen kann, muss es auch geschehen"! Niemand hat den Ex-Chef ihres Sohnes gezwungen, schlechte Löhne zu zahlen. Im Übrigen waren es die Interessenvertretungen deutscher Chefs, die Jahrzehntelang gegen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns auf die Straße gegangen sind, obwohl genau jener Mindestlohn dabei hilft, Dumpingangebote zu unterbinden. Aber dafür hätten sie ja aus ihrem geistigen Schneckenhaus heraus kommen müssen.

Mal was für sie zum Nachdenken: Die deutsche Gesetzeslage lässt es zu, dass große Küchenmesser in deutschen Haushalten vorgehalten werden dürfen. trotzdem ist der Bevölkerungsanteil, der sich in Erahnung des Weltuntergangs aktiv in eben jene Messer stürzt, gen null tendierend. Ich bezweifle auch, dass sie da den Anfang machen, nur weil es die Möglichkeit gibt.
 
Roichi Samstag, 24.Januar 2015, 13:46 Uhr:
@ Diskussion

Aus Zeitgründen werde ich mich mal nur auf Randaspekte beschränken.
Ich danke Konrad für die Mühe.

@ gestelle Henriette

"Herrlich wie kurz Sie denken."

Aber sicher doch. Passt ja nicht in die Ideologie, dass der Chef hätte mehr zahlen können.
Oder dass der Chef für faire Bedingungen sorgen müsste.
Dann doch lieber das ideologische Feindbild bedienen.

"Fazit: Die eigenen Bürger sind Euch schietegal, Ihr kümmert Euch nur um Wirtschaftsflüchtlinge, Salafisten etc.. "

Die Bürger sind dir wirklich egal. Solange die Ideologie bedient wird.

"Mein Sohn ist offiziell aus Norwegen angeworben worden. Der kleine Unterschied fällt Ihnen auf? "

Aha. Also doch nicht vertrieben von SPD und Grünen.
 
Roichi Samstag, 24.Januar 2015, 13:46 Uhr:
@ Pommer

"Meinen Sie nicht, dass die Agenda 2010 schuldig an den Niedriglöhnen ist?"

Nein. Das sind Unternehmer, die nicht bereit sind ordentlich zu zahlen. Die lieber Geschäftskonzepte fahren, die auf Ausbeutung und Subventionierung setzen, als eine solide unternehmerische Grundlage.
Die Agenda war Scheiße, ist aber nicht für alles verantwortlich.

"Also prügeln Sie nicht auf den Unternehmer ein, der die von der Politik geschaffenen Möglichkeiten nutzt."

Warum eigentlich nicht?
Derjenige ist verantwortungslos gegenüber seinen Angestellten. Er bescheißt alle Steuerzahler, wenn auch legal, und er missachtet den Grundsatz, dass Eigentum verpflichtet.
Warum also sollte man das nicht benennen?

"Wenn Deutsche arbeitsmäßig nach Norwegen - Schweden gehen/gingen,... "

Du weißt also über die Motivation aller Deutschen Bescheid, die dort eine Arbeit suchten.
Unwahrscheinlich.

"Mit dem Thema Migration hat das allerdings absolut nichts zu tun."

Nicht?
Was ist es denn dann, wenn nicht Migration? Wenn Menschen sich ein neues Zuhause suchen, woanders, in einem anderen Land.
Und sogar aus wirtschaftlichen Gründen.

"Vielleicht erschließt sich Ihnen ja was. "

Dass sich dir diverses nicht erschließt, ist offensichtlich.
Lieber wird die Ideologie bedient, als einmal drüber nachzudenken.


@ Matze

Dass es um Rassismus geht, ist schon lange klar. Auch wenn Pegida und deren Anhönger das gerne umschreiben.
 
Roichi Samstag, 24.Januar 2015, 13:46 Uhr:
@ Ickeimwedding

Baklava klingt gut, Kaffee ist nicht so meins, aber Tee gibt es bestimmt auch.
Bin dabei.
 
Jupp Samstag, 24.Januar 2015, 14:18 Uhr:
@gestellt
Ist also eher international sozial zu lösen als national, oder?
 
Alex Samstag, 24.Januar 2015, 23:18 Uhr:
Wir brauchen JEDEN Zuwanderer. Um den Bevolkerungsrückgang, der auf uns zukommt, und das Absinken des Erwerbspersonenpotentials auszugleichen, müssten wir nicht über einige hunderttausend Zuwanderer sprechen, sondern über was im Bereich von 1-2 MILLIONEN. Jedes Jahr.

Gebildete Kreise freuen sich über den kürzlichen Anstieg der Bevölkerung, wissen aber, daß es nie reichen wird. Und jetzt kommt bitte nicht mit dem "das sind ja keine Fachkräfte"-Argument. Die ganzen Pommeranzen aus ostdeutschen Flächenländern (ich komme selbst aus so einem!), die kaum durch die Hauptschule kommen, werden auch NIE was zur Volkswirtschaft beitragen. Ausserdem sind es nie die unteren Schichten eines Landes, die sich in Richtung Europa aufmachen, die können sich das nämlich gar nicht leisten. Die Zuwanderer, die es hier her schaffen sind oft relativ gebildet und vor allem hochmotiviert!

Erst denken.
 
Illegitim Sonntag, 25.Januar 2015, 13:42 Uhr:
Gibt es einen Grund, warum ihr das Ding vorstellt, aber nicht verlinkt?

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Migrationsberichte/migrationsbericht-2013.html
 
Björn Montag, 26.Januar 2015, 12:27 Uhr:
@Alex

"Wir brauchen JEDEN Zuwanderer. Um den Bevolkerungsrückgang, der auf uns zukommt, und das Absinken des Erwerbspersonenpotentials auszugleichen"

Das ist genau der falsche Ansatz. Kapitalistisches Denken, welches Menschen auf Konsum- und Arbeitskraft und Kosten und Nutzen reduziert, lehnen nicht nur die Nationalisten ab, sondern auch viele Linke.

Wir können der demografischen Katastrophe nicht damit begegnen, dass wir die frei werdenden Plätze mit jungen Ausländern füllen. Die eben nicht nur hier arbeiten, sondern auch ihre Kultur, Mentalität und Lebensweise mitbringen.

Ziel muss doch sein den drohenden Fachkräftetemangel dauerhaft aus dem eigenem Volk decken zu können. Und das würde tatsächlich auch funktionieren, wenn die Regierung nicht den auf den ersten Blick einfachsten weg gehen würde. Es gibt in Deutschland über 2,7 Millionen Arbeitslose. Wir haben alleine über zwei Millionen junger Leute, die keine abgeschlossene Ausbildung haben.

Anstatt dieses Potential zu nutzen und eine Ausbildungsoffensive zu starten, setzt man einfach auf die Einwanderungskarte. Ohne zu bedenken was eine solche Masseneinwanderung für Probleme mit sich bringt.

Die richtige Antwort auf die sich abzeichnenden demografischen Probleme sind eine vernünftige Familienpolitik und eine gute Bildungspolitik. Nicht ein Bevölkerunggsaustausch.
 
richtig gestellt Montag, 26.Januar 2015, 12:51 Uhr:
@jupps
"Ist also eher international sozial zu lösen als national, oder? "
Nein! Schön wäre es, wenn die sogenannten "sozialen" Parteien und Menschen wie Sie-endlich mal das Geschwafel von den Menschenrechten lassen würden, und ihr Gehirn benutzen würden. Was gehört zu einem menschenwürdigen Leben dazu? Das gesetzlich verbriefte RECHT auf (anständig bezahlte) Arbeit. Dann hätten wir hier keine 4 Millionen offizielle und aus der Statistik weggemogelte) Arbeitslose. Dann müssten Deutsche nicht im Ausland arbeiten um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Denn eine Antwort bleibt der "Gutmensch" immer schuldig. Wo sollen die Arbeitsplätze für Asylanten, Südosteuropäer -also Eure Lieblingsklientel- für die Ihr das Recht auf Arbeit einfordert, herkommen? Von allein entstehen sie nicht! So bleibt das ganze Gejaule um Migration, Asyl usw. das besonders Linke, Grüne und der soz aufführen reine Blasphemie, mehr nicht.
@fromm
"Im Übrigen waren es die Interessenvertretungen deutscher Chefs, die Jahrzehntelang gegen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns auf die Straße gegangen sind, obwohl genau jener Mindestlohn dabei hilft, Dumpingangebote zu unterbinden. "

Es war die Agenda 2010 die diese Zustände verschlimmert und zementiert hat. Und die wurde nicht von Unternehmern sondern von einer rot/grünen Regierung gemacht. Überfordert das Ihr Verständnis? Das tut mir leid.
 
Stefan Wunder Montag, 26.Januar 2015, 22:41 Uhr:
@martin11 Donnerstag, 22. Januar 2015, 22:54 Uhr:

Ich sprach in von den Nachbarn der EU-Außengrenzen, nicht Deutschlands. Die Nachbarn der BRD sind alle sichere Drittstaaten, insofern dürfte es hier keinen einzigen Asylbewerber geben der nicht per Seeschiff oder Flugzeug ankam. Und natürlich fahren alle Tunesier bis Hamburg statt Marseille, so eine Reise im 20'-Container, tief im Bauch eines Ozeanriesen ist ja so paradiesisch, die paar 1000 km mehr... Ich habe sowohl GUS- als auch EFTA-Staaten ausgeklammert, der einzige Staat der meiner Definition widerspricht ist Israel, und den habe ich bewusst nicht genannt, um nicht noch in eine rechte Ecke gedrängt zu werden. Also, welcher nichtmuslimische Staat grenzt an die EU, der weder in der EFTA noch GUS war und nicht Israel heißt? Nachbar hat was mit "nahe bei" zu tun, Reunion und Französisch-Guyana erfüllen diese Definition definitiv nicht. Und, was Sie dabei nicht kapiert zu haben scheinen : Es geht mir um eine wissenschaftlich anerkannte Methode, die unbekannte Verteilung von Zahlen zu bestimmen, für die keine getrennte Zählung für nötig erachtet wurde. Einfach zu sagen, das von den 500 M, die nicht erfasst wurden, ca. 5% Buddhisten wären, weil es ihrem Anteil an der Weltbevölkerung entspricht, wäre wegen der geographischen Gegebenheiten sicher falsch. Noch FALSCHER ist es aber, zu behaupten, diese 500 M seien zu 0% Muslime.
 
Stefan Hieronymos Wunder Dienstag, 27.Januar 2015, 00:37 Uhr:
Sehr geehrter Herr Fromm,

Vielen Dank das Sie auf meinen Post eingehen und wie gewünscht zukünftig sogar in Ihre Auswertung mit einfließen lassen. Mir ging es nie um das Ergebnis, sondern um den Rechenweg. 5x4+3 = 23 ist eben nicht das selbe wie 5x4+3 = 20 + 3 = 23, auch wenn sich am Ergebnis nichts ändert. Der Rechenweg muss sowohl für den am einfachsten strukturierten Geist als auch gegen die dümmsten Kommentare gewappnet sein und das ist er, trotz Ihres Verweises auf die Quelle, nicht (übrigens argumentiere ich bei Möglichkeit anhand der Primärquellen, fand hier nur nix passendes). Aber auch bei den von Ihnen genannten Quellen sind eher pro-rechte Fakten zu finden : Per Saldo zugezogen sind 428K,davon sind 118k - 89k = 29k oder unter 8% Deutsche (Bitte machen Sie mich nicht dafür verantwortlich, das IHRE Quellen nur die innereuropäischen "Deutschen" erfassen). Das entspricht der in 2) ODER 3) genannten Menschenanzahl, die muslimisch sind. Inwieweit ich deshalb meine unter 1) getätigte Aussage zurück nehmen muss, sehe ich nicht. Sie sagen Kleinergleich 0, ich sage max 500M - und ich verwette ihr Jahresgehalt das ich recht habe.
Zu Ihrem 2. Punkt - ja, man darf Grafiken selektieren. Nur sollten diese die eigene Aussage untermauern. Sonst kann man auch Powerpointpräsentationen machen und sagen, das da ist ne Giftgasfabrik, die wir ausradieren müssen. Diese Auswertung jedenfalls macht es schwerer statt leichter, den Rechten ihre Fehler vor Augen zu führen.
 
Stefan Hieronymos Wunder Dienstag, 27.Januar 2015, 00:48 Uhr:
Fachkräftemangel

Laut AfA, wenn für 1 Stelle nur 3 Qualifizierte bereit stehen

Laut BDI, wenn für 1 Stelle nur 5 Qualifizierte bereit stehen

Angebot und Nachfrage

Wir brauchen 25000 Ingenieure heißt wir haben ca. 6000 Stellen zu denen 25000 Deutsche nicht bereit sind zu arbeiten. Also brauchen wir entweder Fachkräfte aus dem Ausland ( Sachsens Tyllich beschwerte sich gerade, das die nur 25k statt der vorgesehenen 40k Jahresgehalt bekommen könnten) oder verlagern die ganz dahin.

Ist das eine Politik bei der sich das Volk vertreten oder getreten sieht?
 
JayBee Dienstag, 27.Januar 2015, 08:37 Uhr:
@ Björn

"Wir können der demografischen Katastrophe nicht damit begegnen, dass wir die frei werdenden Plätze mit jungen Ausländern füllen. Die eben nicht nur hier arbeiten, sondern auch ihre Kultur, Mentalität und Lebensweise mitbringen."

Nur konntest Du bisher noch nicht schlüssig erklären, warum das nicht gehen sollte. Viel mehr als "Ich will das aber so!!!" kann bisher nicht von Dir.

"Anstatt dieses Potential zu nutzen und eine Ausbildungsoffensive zu starten, setzt man einfach auf die Einwanderungskarte. Ohne zu bedenken was eine solche Masseneinwanderung für Probleme mit sich bringt."

Das stimmt einfach nicht. Es gibt zahlreiche Programme zur Aus- und Weiterbildung von Arbeitslosen, egal welchen Alters.

Außerdem sieht man mal wieder sehr schön, wie Du die Argumente so drehst, wie Du sie brauchst. Es gibt 2,7 Mio Arbeitslose in Deutschland, um die man sich zuerst kümmern sollte? Mensch Björn, ein Drittel davon sind Migranten!

http://www.welt.de/wirtschaft/article116588077/Jeder-dritte-Arbeitslose-ohne-deutsche-Wurzeln.html

Jetzt muss ich schon Deine Argumente zusammensuchen, also wirklich. Denk doch einmal nach, bevor Du dramatisierst!
 
Martin Donnerstag, 29.Januar 2015, 00:39 Uhr:
Für mich ist die Grafik (teilweise im Zusammenhang mit dem Text) hinfällig. Warum?:
1. Hier geht es um Leute, die aus gewissen Ländern ausreisen bzw. in gewisse Länder übersiedeln. Wie rechtfertigt die Grafik die Textaussage: "Der Migrationsbericht 2013 macht deutlich, dass das Abendland weder untergeht noch seine Islamisierung fürchten muss." Auf religiöse Aspekte geht die Grafik nicht ein. Wie kann also geschlussfolgert werden, dass keine Islamisierung droht?
2. Auf 1. könnte geantwortet werden, weil aus Polen wohl kaum Moslems kommen - was eine Vermutung, jedoch nicht evidenzbasiert ist.
3. Zeigt die Grafik nur die Differenz zwischen Zu- und Abzügen. Sie sagt aber nichts über die absolute Anzahl der Personengruppen aus. Leben hier z. B. 1 Mio Leute aus Saudi-Arabien, von denen 20000 wegziehen und 0 hinzukommen, dann hätte Saudi-Arabien einen -20000-Balken - was imposant wirken würde. Über die verbleibenden 980000 würde man aber nichts erfahren.
 
Manuel Donnerstag, 29.Januar 2015, 04:00 Uhr:
@ Herrn oder Frau richtig gestellt

haben sie eigentlich ein Herz für Menschen? Sie machen sich Sorgen um ihren Sohn? Aber kein bisschen Mitgefühl für Menschen, die vor Krieg und Folter fliehen? Freuen sie sich, dass er wahrscheinlich in Norwegen nicht angefeindet wird und die Möglichkeit hat eine positive Auslandserfahrung zu machen. Ich hoffe er erzählt ihnen bei seinem nächsten Urlaub spannende Geschichten.
Und noch etwas. Fahren sie im Urlaub gerne mal in den Süden? Lernen sie vorher die Sprache und halten sich auch so akribisch an alle Regeln, wie sie es sich von Menschen, die um ihr nacktes Überleben gekämpft haben, wünschen?
Oder verbringen sie seit ihrer Geburt jeden Urlaub an der Ost- oder Nordsee?
Ich kann jedem Menschen der sich mit diesem Thema hier befasst, ob Pegida Anhänger oder Befürworter einer offeneren, menschlicheren Flüchtlingspolitik, das Buch "Bilal" von Fabrizio Gatti empfehlen.
 

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