Montag, 27. Januar 2014

Krawalle bei rechter Großkundgebung: 150 Festnahmen in Paris

In Paris mündeten gestern die Proteste gegen die Politik des sozialistischen Präsidenten François Hollande, zu der vor allem rechte und rechtsextreme Gruppierungen aufgerufen hatten, in Gewalt. Mehrere hundert Randalierer lieferten sich heftige Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften, bei denen nach offiziellen Angaben 19 Beamte verletzt wurden. Die Einsatzkräfte nahmen 150 Demonstranten fest.

Ausschreitungen in Frankreich (Foto: Graham Holliday)

In Paris gingen gestern mehrere tausend Menschen auf die Straße, um gegen die Politik des sozialistischen Präsidenten François Hollande zu demonstrieren. Zu der Kundgebung unter dem Motto „Tages des Zorns“ hatten vor allem rechte und rechtsextremistische Gruppierungen mobilisiert, unter ihnen zahlreiche Gegner der in Frankreich seit wenigen Monaten möglichen Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern.

Nach Polizeiangaben nahmen rund 17.000 Demonstranten an der Veranstaltung teil, die Organisatoren sprechen sogar von 160.000 Beteiligten. Gegen Ende des Protestzuges eskalierte die Gewalt. Mehrere hundert Randalierer griffen nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP die Sicherheitskräfte mit Flaschen, Eisenstangen oder Feuerwerkskörpern an. Auch Mülltonnen seien auf die Beamten geworfen worden. Die Polizei setzte im Gegenzug Tränengas und Wasserwerfer ein.

Nach Polizeiangaben wurden bei den Ausschreitungen 19 Beamte verletzt. Während die Süddeutsche Zeitung von „einigen“ Schwerverletzten berichtet, wurde dem Spiegel zufolge ein Polizist schwer verletzt. Die Einsatzkräfte nahmen 150 Personen fest.

Foto: Graham Holliday, Lizenz: CC