von Oliver Cruzcampo
   

Idol Horst Mahler? Mit Äxten und Messern Freilassung des Holocaust-Leugners gefordert

Vor der JVA Brandenburg demonstrierten am vergangenen Sonnabend etwa 250 Rechtsextremisten für die Freilassung des bekannten Holocaust-Leugners Horst Mahler und die Abschaffung des §130. Bei Vorabkontrollen durch die Polizei wurden neben Messern und Pfefferspray auch mehrere Äxte sichergestellt.

Die Polizei hatte an Kontrollstellen mehrere Fahrzeuge gestoppt und und Kontrollen durchgeführt. Im Autokofferraum eines 63-Jährigen aus Mecklenburg-Vorpommern, der zu der rechtsextremen Versammlung wollte, entdeckte die Polizei eine Spaltaxt. Eine weitere Axt sowie Pfefferspray hätten die Polizisten einem Bericht der „Märkischen Allgemeine“ zufolge im Auto eines 54-Jährigen aus dem Havelland gefunden. Außerdem entdeckten sie bei Versammlungsteilnehmern der rechten Szene Messer und sogenannte Quarzsandhandschuhe.

Angemeldet wurde die Demonstration in Brandenburg an der Havel von Kevin Käther und dem Berliner Rechtsanwalt Wolfram Nahrath aus Berlin. Nahrath, letzter Bundesführer der 1994 verbotenen „Wiking-Jugend“ vertrat vor wenigen Monaten erst Jörg Hähnel, ehemaliger Berliner NPD-Vorsitzender und das NPD-Bundesvorstandsmitglied Thomas Wulff vor Gericht. Der Vorwurf in beiden Fällen: Volksverhetzung.

Die Teilnehmer an dem Sonnabend waren ein durchaus „bunt gemischtes Publikum“. Neben mehreren Autonomen Nationalisten aus Brandenburg und Berlin waren auch NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ die Kolumne „Zwischenrufe aus dem Kerker“. Darin lassen die Neonazis den Holocaust-Leugner nun monatlich zu Wort kommen.

Kommentare(2)

alex Montag, 28.März 2011, 20:20 Uhr:
"mehrere Äxte sichergestellt"...
ist der Kerl in einem Blockhaus eingesperrt?
 
Roichi Montag, 28.März 2011, 21:48 Uhr:
Nett auch der T34 im Hintergrund.
 

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