von Oliver Cruzcampo
   

Hakenkreuz unterm Weihnachtsbaum – Geldstrafe für NPD-Politiker

Zur Weihnachtszeit postete ein Stralsunder NPD-Stadtvertreter auf Facebook einen Weihnachtsbaum, darunter ein Hakenkreuz. Dazu einen bekannten Nazi-Spruch. Jetzt wurde der Funktionär zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der NPD-Mann auf einer AfD-Demonstration in Stralsund

Rund drei Wochen vor Heiligabend veröffentlichte der Stralsunder Stadtvertreter der NPD, Dirk Arendt, auf seiner Facebook-Seite ein Foto, das einen Weihnachtsbaum zeigt. Bei genauem Hinsehen wird deutlich, dass der Baum auf einem kleinen Tisch stand, der mit einem Hakenkreuz verziert ist. Dazu schrieb der Funktionär: „Auf geht’s zur NPD-Weihnachtsfeier. Kraft durch Freude“. „Kraft durch Freude“ war eine Organisation unter Adolf Hitler, eines der bekanntestes Bauwerke ist der Koloss von Prora, nur wenige Kilometer von Stralsund entfernt.

Der Fall landete schließlich bei der Staatsanwaltschaft Stralsund, die gegen den NPD-Politiker wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eine Geldstrafe in Höhe von 300 Euro verhängte, doch Arendt legte Rechtsmittel ein. Somit wurde ein Prozess vor dem Amtsgericht Stralsund für heute anberaumt, doch zu einer Verhandlung kam es nicht.


Der entsprechende Post des NPD-Politikers, Fotos: Screenshot

Arendt, der sich zuletzt mit NPD-Emblem an einer AfD-Demonstration in der Hansestadt beteiligte, wollte über seinen Anwalt Michael Andrejewski eine Reduzierung der Geldstrafe erwirken. Mit Erfolg. Wie der zuständige Richter gegenüber ENDSTATION RECHTS. erklärte, sei die Höhe auf 150 Euro verringert worden, da Arendt als fünffacher Familienvater derzeit arbeitslos sei. Das Urteil ist rechtskräftig.

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