von Marc Brandstetter
   

Front Deutscher Äpfel zurück im Schützengraben

Die Front Deutscher Äpfel ist wieder da! Nachdem es in den letzten Jahren etwas ruhiger um die Leipziger Satiretruppe geworden ist, meldet sie sich nun mit einem fulminanten Aufschlag zurück. Dieses Mal soll alles größer werden, denn nun gilt es nicht nur Deutschland, sondern den gesamten europäischen Kontinent vor nationalistischen Auswüchsen zu verteidigen.

Der neue Auftrieb ist einem neuen Kooperationspartner zu verdanken, der Ungarischen Knoblauchfront. Bereits 2011 wurde sie von dem Philosophen Armin Langer ins Leben gerufen und innerhalb kürzester Zeit konnte der charismatische Chefideologe der Knoblauchfront dutzende von Anhängern gewinnen. Die Front Deutscher Äpfel lernte er bei einer antifaschistischen Vernetzungsveranstaltung kennen und übertrug ihr Konzept kurzerhand auf Ungarn. So wurde die ungarische Knoblauchzehe das Pendant zum deutschen Apfel und wo Deutschland gegen Südfrüchte verteidigt wird, sind es in Ungarn die Vampire, die als Kraft hinter der Zersetzung der Nation erkannt wurden.

Es folgten gemeinsame Aktionen der beiden Fronten und sie beschlossen, ihr Front Konzept auch in anderen Ländern zu platzieren. Das Apfelfront-Konzept konnte hervorragend auf Ungarn übertragen werden, warum sollte es also nicht auch in anderen Ländern erprobt werden? Der erste Schritt in diese Richtung ist die Veröffentlichung des Front Manifestes, das vor kurzem auf Deutsch und Englisch veröffentlicht wurde. Hierzu die Apfelfront:

„Als Vordenker der einzig wirklich nationalen Bewegung Deutschlands hat der Führer der Front Deutscher Äpfel beschlossen, die nationalen Keimzellen des Auslandes mit seiner Weisheit zu bepflanzen. Endlich ein Rettungspaket aus Deutschland, das zuerst Europa und dann die ganze Welt erobern wird! Der Führer befiehlt jedem Bürger seines Auslandes das einzig wahre Front Manifest zu studieren und zu verbreiten!“

Die Front Deutscher Äpfel ist gespannt auf neue Kooperationspartner. Im nächsten Jahr soll pünktlich zum 100 jährigen Jubiläum des Ersten Weltkrieges ein großes Treffen der neu gegründeten nationalen Fronten stattfinden.


Foto: Simeon Reusch

Kommentare(1)

Michi Dienstag, 06.August 2013, 10:39 Uhr:
Hervorragend, auf genau das warte ich schon lange :)
 

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