von Oliver Cruzcampo
   

Cottbusser „Trauermarsch“ wird kaum wahrgenommen

In den Abendstunden am vergangenen Montag zogen etwa 200 Neonazis durch Cottbus. Anlass war der 65. Jahrestag der Bombardierung von Cottbus durch Alliierte Streitkräfte am 15. Februar 1945. 

Motto der Demonstration der NPD Lausitz war entsprechend der neonazistischen Diktion: „Damals wie heute: Gegen Bombenterror und US-Imperialismus!“

Ab 18 Uhr hatten sich die Neonazis in der Nähe des Bahnhofs in einer Seitenstraße versammelt. Angereist waren sie aus Brandenburg und Berlin. Als Redner trat neben dem lokalen JN-Stützpunktleiter Pierre Dornbrach auch die NPD-Kader Jörg Hähnel aus Berlin und Ronny Zasowk auf.

Angeführt wurde der so genannte „Trauermarsch“ von einem Transparent, das die Bombardierung Dresdens thematisierte. Erst danach folgte eines, das Bezug auf Cottbus und den eigentlichen Anlass der Demonstration nahm. Durch weitgehend menschenleere Straßen zogen die Neonazis durch den Cottbuser Stadtteil Sachsendorf. In Sicht- und Hörweite ihrer Route fand eine Gegenkundgebung von etwa 200 Antifaschisten statt.

Zudem seien dem Bericht von „Recherche Ost“ zufolge unabhängig von den Neonazis in Cottbus etwa 80 Neonazis mit Fackeln durch Meissen gezogen. Dazu hätten sie seit dem Nachmittag via SMS-Verteilern aufgerufen. Die Polizei habe die Personalien mehrerer Teilnehmer festgestellt.

Kommentare(1)

pierre 2 Samstag, 20.Februar 2010, 16:35 Uhr:
wie geil, der "artikel" ist ja komplett copy&paste von recherche ost.
 

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