von Claudia Naujoks
   

Bündnisdemonstration in Rostock - 600 demonstrieren gegen NPD bei Kommunalwahlen (mit Fotos)

Am heutigen Samstag hatte das Bündnis „Schöner leben ohne Naziläden“ zur Demonstration und anschließendem Konzert mit "Jennifer Rostock" in den „MAU-Club“ im Stadthafen aufgerufen. Anlass war die im nächsten Jahr stattfindende Kommunalwahl, wo sich vermutlich NPD-Kandidaten zur Wahl aufstellen lassen wollen. Für Kommunalwahlparlamente ohne rechtsextreme Kandidaten und somit auch ohne Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus marschierten in Rostock über 600 Demonstranten.


Wie schon bei früheren Bündnisdemonstrationen folgten viele Rostocker dem Aufruf des Bündnisses und fanden sich um 12.00 Uhr im Friedhofsweg ein. Die Teilnehmer der Demonstration waren äußerst bunt gemischt: Neben unterschiedlichsten Aktionsbündnissen zeigten auch Politprominenz aus Stadt, Land und Bund, zahlreiche Vertreter der Kirchen, Gewerkschaften und  besorgte Rostocker Einwohner, dass sie für ein weltoffenes und tolerantes Rostock einstehen.

Unter Musikbegleitung bewegte sich der Demozug friedlich durch den Rostocker Stadtteil "KTV". Auf Höhe des Naziladens „Dickkoepp“ fand eine kurze Zwischenkundgebung statt. Anette Niemeyer, KTV-Ortsbeiratsvorsitzende, forderte die Rostocker und alle Zuhörer der Demonstration auf, im nächsten Jahr zur Wahl zu gehen und demokratisch zu wählen. Im Anschluss sorgte die „Front deutscher Äpfel“ für Satire und als Abschlussrednerin sprach Katrin Zschau für das Bündnis „Schöner leben ohne Naziläden“.

Gegen 14 Uhr erreichte die Demo den Rostocker Stadthafen und den „MAU-Club“, wo das Konzert von "Jennifer Rostock" „Lieber Neongrün als braun“ stattfand. Als Vorband spielte "Stahlwurm" und auch die bekannten Rostocker Hip Hopper "Falkenschneider und szener moet" gaben vor rund 300 begeisterten Fans einige Titel zum Besten.

Die Veranstalter des Tages zeigten sich mit dem Verlauf der Demo und des Konzerts sehr zufrieden. Es sei ein wichtiges Zeichen, dass auch am ersten Weihnachtsmarktsamstag so viele Demokraten auf die Straße gehen, um gemeinsam gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu demonstrieren, so ein Sprecher des Bündnisses.

Vor Beginn der Demonstration hatte die Polizei am Bahnhof drei mutmaßliche Rechtsextreme festgenommen. Zu Zusammenstößen zwischen Demonstrationsteilnehmern und Rechtsextremen kam es nicht.

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