von Robert Scholz
   

Berliner NPD will Regenbogenfahnen verbannen – und scheitert

Vor einigen öffentlichen Gebäuden soll die Regenbogenfahne als Symbol der Homosexuellen nicht mehr gehisst werden, so wollte es ein Antrag der NPD in der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) Lichtenberg. Der Antrag wurde abgelehnt.

Einhellig lehnten alle demokratischen Parteien am Donnerstagabend den Antrag der NPD ab. Jörg Hähnel, NPD-Verordneter und Berliner Landesvorsitzender, hatte bei der Begründung des Antrages von einer „demonstrativen Überbetonung biologischer Sonderfälle" gesprochen, berichtet der „Tagesspiegel“.  Eine „offensiv zur Schau gestellte Randgruppenpolitik“ sei nicht hinnehmbar.

Michael Grunst (Linke) warf der NPD im Namen der demokratischen Fraktionen „braunen Ungeist“ vor. Er erklärte, als unveräußerliches Symbol der Demokratie und Toleranz sei die Regenbogenbeflaggung ein Signal gegen jegliche Ausgrenzung und Diskriminierung. Der BVV-Tagungssaal war demonstrativ mit Regenbogenfahnen geschmückt.

Foto: Wikimedia Commons, Urheber: Ludovic Bertran, Lizenz: CC

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