Donnerstag, 20. September 2012

Braunes Comeback: Jasmin Apfel kehrt zu NPD-Chef zurück

Erst vor sechs Wochen verkündete Holger Apfel, dass sich seine Frau von ihm getrennt hätte. Nun teilte der NPD-Vorsitzende mit, dass die beiden doch wieder ein Paar seien. Gemeinsam für die „nationale Sache“ werden sie aber wohl dennoch nicht kämpfen.

Es klang nach einem entschlossenen Schlussstrich, den Jasmin Apfel (siehe Foto, zweite von links) im Sommer ziehen wollte. Erst legte sie ihre Parteiämter nieder, dann verließ sie ihren Ehemann Holger Apfel. Der Vorsitzende der NPD bestätigte dies Anfang August auf seinem Facebook-Profil. „Zur Vermeidung weiterer Spekulationen muß ich an dieser Stelle leider bestätigen, daß meine Ehefrau Jasmin und ich uns getrennt haben“, schrieb der 41-Jährige.

Doch offenbar ist die Liebe in die Ehe zurückgekehrt und damit auch Apfels Ehefrau Jasmin. „Meine Ehefrau Jasmin und ich haben in den letzten Wochen wieder zueinander gefunden“, schreibt der NPD-Politiker und überbringt seinen Facebook-Freunden so die freudige Botschaft. Zugleich – und das verwundert etwas – bittet Apfel darum, die Entscheidung zu „respektieren“. Ein Fingerzeig darauf, dass die Trennung im Umfeld der Apfels wohl nicht nur Enttäuschung und Mitleid hervorgerufen hatte.

Was das Comeback aus politischer Sicht bedeutet, bleibt hingegen ungewiss. Jasmin Apfel hatte sich gänzlich von der NPD und deren Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF) verabschiedet und sämtliche Funktionen niedergelegt. Die 1983 geborene mehrfache Mutter war im Vorstand und als Geschäftsführerin des RNF tätig.

Jasmin Apfel plane einen Neuanfang und wolle sich „einen eigenen neuen Freundeskreis aufbauen“, hieß es im August. Zumindest diesen benötigt die 28-Jährige nun also nicht mehr. Wie es um ihre Funktionen in der NPD und den RNF bestellt ist, teilt ihr Ehemann indes nicht mit. Auf Nachfrage reagierte die NPD nicht.

Mit vereinten Kräften wird das Ehepaar zumindest auf dem politischen Weg wohl nicht mehr für das „Wohl des deutsches Volkes“ eintreten. Der RNF berichtete vor zwei Wochen, dass nach dem Rücktritt von Jasmin Apfel nun eine Brigitte Kallweit in den Vorstand nachgerückt sei, die „organisatorische Aufgaben im Vorstand sowie die Betreuung der Landesverbände und Mitglieder“ übernehmen soll. Die Aufgabe scheint überschaubar. Derzeit scheinen nur sechs Landesverbände zu existieren und auch mit Blick auf die Mitgliederzahl, die im vergangenen Jahr laut Verfassungsschutzbericht auf 100 Frauen eingebrochen sei, scheint die Gefahr einer Überarbeitung nicht gegeben.

Foto: Screenshot Facebook