von Redaktion
   

AfD steuert in islamfeindliches Fahrwasser

In einer Mitgliederbefragung haben sich die Mitglieder des bayerischen Landesverbandes der Alternative für Deutschland (AfD) für einen ultrarechten Kurs ausgesprochen. Besonders islamfeindliche Thesen finden an der Basis hohe Zustimmung. Diese Ergebnisse könnten Parteisprecher Bernd Lucke, der sich stets mit Händen und Füßen gegen ein rechtspopulistisches Image seiner Organisation gewehrt hatte, zwei Tage vor ihrem Europarteitag in Aschaffenburg in Erklärungsnot bringen.

AfD-Wahlplakat (Foto: Oliver Cruzcampo)

Für den kommenden Samstag lädt die Euro-kritische Alternative für Deutschland (AfD) zu ihrem Europawahlparteitag nach Aschaffenburg. Wahrscheinlich werden die Delegierten mit einer gehörigen Portion Zuversicht anreisen, sahen zwei in Bayern und Hamburg durchgeführte Umfragen die AfD doch in der letzten Woche bei rund vier Prozent. Der Einzug der von Bernd Lucke geführten Protestpartei ins Europaparlament liegt damit in greifbarer Nähe. Zusätzlichen Rückenwind dürfte der Parteieintritt des einstigen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel verleihen, der in liberalen Kreisen nach wie vor über eine hohe Reputation verfügt. Mit dem Ex-IBM-Manager an Bord hat die AfD ihre marktliberale Ausrichtung noch einmal verstärkt.

Die Jubelsuppe versalzen könnten indes die Ergebnisse einer im bayerischen Landesverband durchgeführten Mitgliederbefragung, die kürzlich bekannt geworden sind. Dabei konnte die Basis verschiedenen Thesen zustimmen, die nach Parteiangaben alle von AfD-Mitgliedern stammen. Diese sollen später in der „Großen Europakommission“, an der alle Landesverbände und Angehörigen des Bundesvorstandes beteiligt sind, zur Debatte gestellt werden. „Im Geiste des Slogans "Mut zur Wahrheit"“, heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite der Gliederung, sei ein Stimmungsbild der Mitglieder eingefangen worden.

Die politischen Einstellungen der Basis jedenfalls haben es in sich und zementieren den ultrarechten Kurs der Euro-Kritiker. „Die AfD lehnt weltanschauliche Umerziehungsmaßnahmen wie "Gender Mainstreaming" (=Aufhebung der Geschlechteridentitäten) strikt ab und wendet sich gegen alle Versuche der EU, diese den Nationalstaaten aufzuzwingen. Die staatliche Finanzierung der Genderforschung ist ersatzlos zu streichen.“ „Weltanschauliche Umerziehungsmaßnahmen“ - entsprechende Formulierungen sind auch aus dem Sprachgebrauch der extremen Rechten wohlbekannt. Diese Forderung findet immerhin die Zustimmung von 61 Prozent der teilnehmenden AfD-Anhänger. Deutlich positiver bewertet die Parteibasis den Vorschlag, die Einwanderungspolitik restriktiv zu gestalten (89 Prozent).

Kürzlich hatte AfD-Sprecher Lucke angekündigt, die Haltung seiner Unterstützer zum Islam abfragen zu wollen. Hierfür waren der Basis zehn Thesen zugestellt worden. In Bayern jedenfalls fällt das Meinungsbild diesbezüglich eindeutig aus: Neun von zehn Parteiaktivisten stimmen in der Befragung des Landesverbandes, an der knapp 1.000 Personen teilgenommen haben sollen, islamfeindlichen Statements zu. „Einer durch Drittstaaten gelenkten und finanzierten Ausbreitung des Islams in Europa, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat gerichtet ist und sich als Eroberung Europas versteht, stellt sich die AfD entgegen“ – dieser Punkt wird von 89,6 Prozent gutgeheißen. Welche Drittstarten die Verfasser der Thesen als „Strippenzieher“ vermuten, darüber schweigen sie sich aus. Und mit dem Ressentiment einer „Eroberung Europas“ werden gleichzeitig klassisch rechtsextremistische Ideologiefragmente bedient.

Damit nicht genug. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer glauben „Tendenzen zur Errichtung einer islamischen Theokratie“ erkannt zu haben. In ihrer Erfassung spielt die AfD auch die Karte der angeblich eingeschränkten Meinungsfreiheit: „Das wird man doch noch sagen dürfen“. Diese Aussage kommt nicht nur an deutschen Stammtischen gut an. Kein Wunder, dass sich die Euro-Kritiker dafür einsetzen möchten, dass „Religionskritik der Meinungsfreiheit unterliegt“. Es dürfe „keine Bevorzugung oder Benachteiligung einer bestimmten religiösen Gruppe in Politik und Justiz geben“. Die bekannten Verschwörungstheorien werden – wie erwartet – also auch aufgewärmt.

Bereits in der Vergangenheit hatten zahlreiche Kritiker der AfD vorgeworfen, nationalistische oder rechtspopulistische Postitionen zu vertreten. Parteichef Lucke hatte diese Anschuldigungen stets von sich gewiesen. Die nun belegten Einstellungen seiner Basis könnten den Wirtschaftsprofessor aber in Erklärungsnot bringen.

Kommentare(22)

Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 11:16 Uhr:
"Die nun belegten Einstellungen seiner Basis könnten den Wirtschaftsprofessor aber in Erklärungsnot bringen. "

Schon die Fragen machen das. Denn darauf muss man ja auch erstmal kommen.
 
rolf Donnerstag, 23.Januar 2014, 12:41 Uhr:
" Bereits in der Vergangenheit hatten zahlreiche Kritiker der AfD vorgeworfen, nationalistische oder rechtspopulistische Postitionen zu vertreten. "

Wenn linke, antideutsche und islamfreundliche Politik die Norm ist, kann eine Alternative für Deutschland ja nur das Gegenteil davon sein.

Eine AfD, welche sich dem Kartell der Vaterlandsverräter, also CDU/CSU, SPD, GRÜNE und LINKE anschließt, braucht kein Mensch.

Sollte sich die AfD tatsächlich einlullen und nach links ziehen lassen, können sich die ehemaligen Mitglieder von REPUBLIKANERN und FREIHEIT gerne wieder ihren alten Parteien anschließen.
 
Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 13:14 Uhr:
@ rofl

Schön, dass du gleich mit einer Parole einsteigst, die zudem noch zeigt, was du von den Grundrechten hältst.
Denn die Religionsfreiheit ist ein solches, ebenso die Freiheit vor Diskriminierung und die Achtung der Würde.
Dass dir das nicht gefällt ist zwar nicht neu, wird aber dir und deinen Kamerraden immer auf die Füße fallen.

"dem Kartell der Vaterlandsverräter,"

Muahaha...
Schon interessant solch eine Verschwörungsblase. Da kommen dann solche Parolen zustande.
Natürlich ohne jeglichen Beleg.
 
rolf Donnerstag, 23.Januar 2014, 15:51 Uhr:
@ Roichi

Das ich die Religionsfreiheit für Unsinnig halte, habe ich ja bereits mehrfach geäußert. Denn Religionen sind eben auch politische Ideologien, und ich bin nicht bereit, mein Heimatland und mein Volk, widerstandslos, in die Hände einer orientalischen, faschistischen und imperialistischen Großmacht, namens Islam fallen zu lassen, nur weil diese sich als Religion tarnt. Die Moslems wollen sich Europa nehmen, und wir werden es bis zum letzten Mann gegen sie verteidigen.

" ebenso die Freiheit vor Diskriminierung und die Achtung der Würde. "

Auf diese Grundrechte könntet ihr ja mal eure islamischen Freunde aufmerksam machen, denn mir ist kein muslimisch geprägtes Land bekannt, in dem derartige Grundrechte existieren. Wenn es neben Nationalsozialismus und Kommunismus, eine Ideologie gibt, in der Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind, dann ist das der Islam.

" wird aber dir und deinen Kameraden immer auf die Füße fallen. "

Ich stehe den Republikanern und der Freiheit nahe, und habe keine Kameraden.

" Natürlich ohne jeglichen Beleg. "

Das die etablierten Parteien, welche inzwischen flächendeckend mit muslimischen Lobbyisten durchsetzt sind, lieber mit dem Islam kollaborieren, anstatt deutsche Interessen zu vertreten, ist offensichtlich. In diesem Staat laufen deutsche Interessen und Rechtsextrem, und islamische unter Multikulti. Patrioten werden bekämpft, und Eroberer gefördert.
 
ichsagnichtja Donnerstag, 23.Januar 2014, 15:52 Uhr:
Vor kurzem wurde in Bonn der Prozess gegen einen jungen Deutsch/Türken (Salafisten) noch einmal eröffnet. Dieser hatte vor einem Jahr einen Polizisten während einer Demo mit einem Messer schwer verletzt. Nach der Verkündung des Urteils schmiss er dem Richter Blätter des GG vor die Nase und betonte, dass er auf das deutsche Gericht pfeiffe und für ihn nur der Koran und die Scharia in Frage kommt. Dieser junge Mann ist in Dt. aufgewachsen. Und es gibt nicht wenige von ihm. Islamfeindlich wäre nun, diese Religion zu verbieten. Das will die AfD nicht. Sie warnt jedoch vor einer überzogenen Toleranz gegenüber dieser Religion. Wenn in der Öffentlichkeit von Islam gesprochen wird, gehört auch der Hinweis der Frauenfeindlichkeit, Beschneidungen, Hass gegenüber Ungläubigen dazu. Wir müssen uns fragen, ob wir in Dt. das dulden wollen. Kleine Jungs beschneiden finden ja unsere BT-Abgeordneten in Ordnung. Frauen in Burkas hüllen - juckt auch niemanden. Scharia statt Gesetz in den sogenannten Parallelgesellschaften - wohin soll das führen...............?
 
Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 16:52 Uhr:
Teil 1

@ rofl

"Das ich die Religionsfreiheit für Unsinnig halte, habe ich ja bereits mehrfach geäußert."

Tja, was sidn schon Grundrechte.
Demnach sollte man dich wegen deiner Meinung einsperren und foltern können, und natürlich töten.
Grundrechte sind dir ja nichts wert.

"ich bin nicht bereit, ..."

Wozu du bereit bist, zeigst du recht deutlich. Zurück zu gehen in ein Zeitalter finsterster Barbarei. Und das nur für deine politische Ideologie.

"Die Moslems wollen sich Europa nehmen, und wir werden es bis zum letzten Mann gegen sie verteidigen."

Du verteidigst gar nichts von Europa. Vielmehr verteidigst du Menschenverachtung, Diskriminierung und all die "schönen" Dinge, die deine geistigen Vorfahren so taten, als es hieß "Lebensraum im Osten" zu erobern.
Da kann dein hilfloser Verscuh dich auf Europa oder hiesige Tradiotionen zu breufen nicht helfen. Denn du stehst nicht in diesen Traditionen.

"Auf diese Grundrechte könntet ihr ja mal eure islamischen Freunde aufmerksam machen,"

Also zuerst einmal machen wir dich drauf aufmerksam. Denn du willst diese ja abschaffen.
Stellt sich die Frage, inweiweit du dann besser bist, als die "muslimischen Länder". Gar nicht.
Deine Doppelmoral ist offensichtlich.

Ende Teil1
 
Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 16:53 Uhr:
Teil 2


"Wenn es neben Nationalsozialismus und Kommunismus, eine Ideologie gibt"

Du hast also Angst vor Konkurrenz.
Keine Panik. Im Islam gibt es genug Strömungen, die das sehr gut mit den Grundrechten vereinbaren können. Die paar Extremisten machen da auch nicht die Mehrheit aus. Dagegen ist das im Nationalsozialismus (deiner Traumvorstellung) und im Kommunismus, besser gesagt, den bisherigen Ausprägungsformen davon, anders.
Dort ist die Missachtung von Grundrechten normal und gewünscht. Und genau das willst du, wie du ja selbst sagst.

"Ich stehe den Republikanern und der Freiheit nahe, und habe keine Kameraden."

Du bist einer der Kamerraden. Das belegen deine Ausführungen ebenso, wie deine Missachtung der Grundrechte.
Das kannst du zwar abstreiten, es wird dir aber nicht helfen. Der Inhalt zählt.

"Das die etablierten Parteien,...ist offensichtlich"

Das ist und bleibt deine Phantasie.
Auch diesmal bleibst du Belege schuldig und verlangst, dass deine Phantasei zur Wahrheit erklärt wird.
Wie langweilig.

Ende Teil 2
 
Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 16:53 Uhr:
Teil 3

@ ichsagnichtja

"Nach der Verkündung des Urteils schmiss er dem Richter Blätter des GG vor die Nase"

Nun, das macht Rolf und das machen die Kamerraden ja auch gerne. In anderer Form, aber dennoch inhaltlich gleich.
Wo ist dein Punkt?
Dass Extremisten zu dumm sind, sich an Gesetze zu halten? Dass Extremisten nur ihre eigenen Regeln anerkennen?

"Sie warnt jedoch vor einer überzogenen Toleranz gegenüber dieser Religion."

jede Religion darf hier frei ausgeübt werden. Das steht im Grundgesetz drin.
Und wer das nicht achtet, macht es nicht anders, als der Typ in deinem Beispiel. Was ich eben schon schrieb: Andere Form, gleicher Inhalt.

Ende Teil 3
 
Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 16:54 Uhr:
Teil 4

"Wenn in der Öffentlichkeit von Islam gesprochen wird..."

Wenn man zu dumm ist, sich mal zu informieren und beim Stammtisch und den Parolen der Kamerraden bleibt, ja.
Ansonsten nicht. Denn dann kann man differenzieren. Und die wenigen Extremisten als das betrachten, was sie sind.
Ebenso Verhaltensweisen, die nichts mit der Religion zu tun haben.
Dazu zählt unter anderem: "Frauenfeindlichkeit" Eine Verhaltensweise, die auch unter den Bio-Deutschen weit verbreitet ist.
Oder: "Hass gegenüber Ungläubigen" Auch sehr verbreitet. Wer nicht an die rechte ideologie glaubt, wird gehasst, beleidigt, verfolgt, teilweise auch getötet.
Oder: "Beschneidungen" (Du meinst sicher die von Frauen) Ein Verhalten, dass nicht religiös, sondern traditionell begründet wird, und das auch nur in gewissen Regionen der Erde. In anderen Regionen mit weitaus höherem Anteil an Muslimen ist diese Praxis unbekannt.
Beschneidungen von Jungen, bzw. Männern sind auch traditionell begründet und gehören in einigen Religionen und Gegenden dazu.
Wo also ist dein Punkt?
Mal wieder kommen nur irgendwelche Parolen. Mit ein wenig nachdenken und Bildung lassen diese sich leicht zerlegen.
Und schon stehen die Kamerraden nackig da.

"Frauen in Burkas hüllen - juckt auch niemanden."

Nö. Solange das freiwillig passiert.
Warum sollten die Menschen nicht tragen, was sie wollen?
Übrigens ist das auch eine traditionelle begründete Verhaltensweise, die nur durch eine kleine Minderheit praktiziert wird.

Ende Teil 4
 
Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 16:54 Uhr:
Teil 5

"Scharia statt Gesetz in den sogenannten Parallelgesellschaften"

Noch so eine Parole.
Das Gewaltmonopol liegt beim Staat, und da bleibt es.
Egal, was du behaupten willst.
Oder hast du einen Beleg?

Ende Kommentar
 
Stefan Donnerstag, 23.Januar 2014, 17:20 Uhr:
Genau diese Fragen beweisen, dass die AfD eben nicht rechtsextremistisch ist, da die sich nicht gegen den Islam oder Moslems als solche richtet, sondern nur gegen fundamentalistische Bestrebungen, die den Prinzipien von Demokratie und Meschenrechte entgegen stehen. Und tatsächlich gibt es auch solche Gruppierungen im Islam, und sie haben auch teilweise Unterstützung aus dem Ausland.
 
Michael Karstens Donnerstag, 23.Januar 2014, 18:00 Uhr:
@ichsagnichtja: wurde in dem von Ihnen geschilderten Fall dann auf den Einwand des Verurteilten hin das Urteil aufgehoben und nach Koran und Scharia ein neues gefällt, oder half ihm dieser Einwand genauso wenig weiter, wie der mancher Nazis, die dem Gericht mitteilen, das sie ein Urteil der "BRiD" nicht anerkennen?
 
münchhausen Donnerstag, 23.Januar 2014, 18:05 Uhr:
"Auf diese Grundrechte könntet ihr ja mal eure islamischen Freunde aufmerksam machen, denn mir ist kein muslimisch geprägtes Land bekannt, in dem derartige Grundrechte existieren."

Nur weil Ihnen etwas unbekannt ist, heißt es noch lange nicht, dass es nicht existiert.

Muslimisch geprägte Länder mit Religionsfreiheit*

- Türkei
- Aserbaidschan
- Tunesien
- Ägypten
- Libanon
- Dschibuti
- Malaysia
- Indonesien

Was allerdings diese Länder mit Deutschen muslimischen Glaubens zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht. Schließlich bin ich als katholischer Gläubiger ja auch nicht für die Situation in Belfast verantwortlich zu machen.

Übrigens ist das Konzept der "Religionsfreiheit" ein genuin westliches Konzept, das in der Aufklärung gegen die christliche Kirchen erkämpft wurde. Es dürfte daher erstmal nicht überraschen, dass die Religionsfreiheit gerade in Europa zum Selbstberständnis gehört, in außereuropäischen Staaten dagegen nicht immer anzutreffen ist. Da Sie aber die Religionsfreiheit offenbar ablehnen, passen Sie nicht offensichtlich nicht in den europäischen Kulturkreis und in die europäische Tradition der Aufklärung - ganz gleich, wie Ihre eigene identitäre und genetische Selbstverortung sein möge.

*verfassungsmäßig garantierte Religionswahlfreiheit. Quellen: Global Restrictions on Religion, hg. v. The Pew Forum on Religion & Public Life, 2009. Ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit von Christen, hg. v. der EKD, 2013.
 
münchhausen Donnerstag, 23.Januar 2014, 18:26 Uhr:
@ichsagjanichts:

1. " Nach der Verkündung des Urteils schmiss er dem Richter Blätter des GG vor die Nase und betonte, dass er auf das deutsche Gericht pfeiffe. "

Nicht wenige Rechtsradikale und Rechtskonservative pfeifen ebenso auf das GG. Sie müssen nur einen Beitrag über Ihnen den Beitrag von rolf lesen, dass er die im GG garantierte Religionsfreiheit ablehnt. Nur aber weil ein Christ wie Holger Apfel das GG ebenso ablehnt wie ein Neuheidnischer Björn, heißt das noch lange nicht, dass alle Christen und Neuheiden hier im Lande unter generallverdacht gestellt werden müssen. Eine religiöse Justiz oder die Aufgabe der Frauenrechte will gerade im linken Spektrum der "Gutmenschen" (tm) niemand. Im Gegensatz zu vielen "Islamkritikern" (tm) können wir Gutmenschen Religionsfreiheit, Gleichberechtigung, Freiheitsrechte und Gewaltmonopol sehr gut und widerspruchsfrei miteinander in Einklang bringen

2. "Kleine Jungs beschneiden finden ja unsere BT-Abgeordneten in Ordnung".

Vielleicht sollte sich die AfD ja ein zweites Standbein als "judaismuskritische" Partei aufbauen. Das erschließt bestimmt auch neue Wählerpotentiale. Ist allerdings nicht ganz ohne historisches Vorbild. Bis 1893 gabs noch die "Antisemitische Volkspartei", später benannte sie sich in "Deutsche Reformpartei" um. Der Parteienname sollte der AfD somit bei Ihrer Neuausrichtung nicht weiter im Wege stehen.
 
LaSalle Donnerstag, 23.Januar 2014, 19:36 Uhr:
Die Pauschalisierung, die hier vorgenommen wird, zeigt lediglich auf das ein differenziertes Weltbild bei manchen Menschen nicht möglich ist, da 1. Nicht jeder Muslim ein Fundamentalist ist, der die Scharia als Gesetzbuch einsetzen will oder Europa vernichten oder erobern will!
Andereseits frage ich mich, warum man Europa überhaupt erobern sollte?
WARUM????
2. Eine Ideologie als Großmacht zu bezeichnen ist wiederum ziemlich unverständlich, da Ideologien lediglich Lehren sind und keine Institutionen! (Eine Großmacht muss eine geführte Institution sein, da sonst keine kontrollierte Macht von ihr ausgehen kann)
3.Irgendwie kommen mir Rolfs Beiträge wie kleine deutsche Verschwörungstheorien vor , anstatt Antisemitismus bringt man heutzutage also mal gerne Anti-Islam Parolen, da die Muslime ja unser Land und unser Volk zerstören wollen (WHAT?!), @Rolf ich hoffe deine Synapsen raffen wenigstens die Parallelen zu dem dritten Reich und dem dort gelebtem Anti-Semitismus und deinem Anti-Islamismus.
Am besten liest du erstmal den Koran, bevor du dir anmaßst über den Islam zu urteilen.
(Das solltest du übrigens bei allen Ideologien tun)
Sapere Aude, mein Lieber, wenigstens einmal in deinem Leben!
 
Roichi Donnerstag, 23.Januar 2014, 22:51 Uhr:
@ Stefan

"da die sich nicht gegen den Islam oder Moslems als solche richtet, sondern nur gegen fundamentalistische Bestrebungen,"

Lies doch nochmal, was dazu an Aussagen von der AfD zitiert wurde. Dort steht nichts von fundamentalistischen Bestrebungen.
Dort steht: "Einer durch Drittstaaten gelenkten und finanzierten Ausbreitung des Islams in Europa..." Danach folgt dann der Blödsinn, den auch der rofl absondert, in etwas anderer Form.
Da steht nichts von einigen Strömungen. Und auch der halbherzige Versuch das irgendwie reinzuinterpretieren muss scheitern angesichts der Aussagen.
 
Kabal Donnerstag, 23.Januar 2014, 23:27 Uhr:
Schon ganz übel, dass die glauben, dass „Religionskritik der Meinungsfreiheit unterliegt“.

Meinungsfreiheit, Religionskritik, Aufklärung überhaupt sind ja klassisch rechtsextreme Werte.

(Wenn man ER glauben darf.)
 
Roichi Freitag, 24.Januar 2014, 10:44 Uhr:
@ Kabal

Wie wäre es mit etwas Bildung und dann lies doch noch einmal hier auf der Seite.
Schon allein dieser Kommentarstrang widerlegt dich mehrfach.
 
SILen(e Freitag, 24.Januar 2014, 13:35 Uhr:
@Roichi
Nö, Ichsagnichtja meint schon die Beschneidung von Jungs.

Ignoriert halt dabei, dass die z.B. in den USA auch extrem verbreitet ist und damit ein echt schlechtes Argument für den "Kampf" West (Christentum) gegen Ost (Islam) ist.

Und was die Frauenfeindlichkeit angeht ist die Argumentation der "Islamkritiker" auch auf tönernen Füßen aufgestellt.

Denn wie sieht denn das rechte Frauenbild aus?!
Hausfrau und Mutter und bloß keine Widerworte...
 
Roichi Freitag, 24.Januar 2014, 20:06 Uhr:
@ Silen

"Nö, Ichsagnichtja meint schon die Beschneidung von Jungs."

Das ist zwar wahrscheinlich, aber eben nicht ausschließlich möglich, daher bin ich auf beide Möglichkeiten eingegangen.
Die Beschneidung von außerirdischen ist dann nochmal ein ganz anderes Thema.

"Denn wie sieht denn das rechte Frauenbild aus?!"

Wenn es nur dabei bliebe.
Würde man die "europäischen Traditionen" der Kamerraden anlegen, könnte man noch auf ganz andere Dinge kommen.
 
Soldat Samstag, 25.Januar 2014, 12:02 Uhr:
Ich hatte ja eigentlich gehofft, dass die AfD sich als Partei gegen den "alternativlosen" Plan der letzten Regierung stellen würde. Stattdessen driftet sie mehr und mehr in die Ecke, in der sie schlicht und ergreifend unwählbar wird. Und das empfinde ich als äußerst schade, denn wir brauchen eine Partei, die eine Eurorettung ohne die Massenverarmung anderer Euroländer durchführen möchte/kann.
Aber das bitte ohne latente Feindseligkeit gegenüber allen Nicht-Weißen und Muslimen gegenüber
 
Amtsträger Sonntag, 26.Januar 2014, 12:53 Uhr:
Ein Hotelbesitzer hat ebenso das Recht seine Persönlichkeit frei zu entfalten (Art. 2 I GG) wie jeder andere Mensch auch. Er hat das Recht Künden abzulehnen.

Und wenn ein Gastwirt keinen Umsatz mit Rechtsextremisten machen will, ist das seine freie Entscheidung.
 

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