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Dienstag, 10. November 2015

Konflitkforscher Heitmeyer: Rechtsextremismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft

Die rechtspopulistische und islamfeindliche Organisation Pegida ist weder vom Himmel gefallen, noch gab es vor ihrer Gründung vor einem Jahr keine anderen Gruppierungen, die ähnliche Ziele verfolgt hätten. Der Bielefelder Konfliktforscher Professor Wilhelm Heitmeyer sieht deren Ursachen vor allem in der sozialen Ausgrenzung von immer mehr Menschen. Wilhelm Heitmeyer im Gespräch mit Stefan Koldehoff. Das Interview kann hier angehört werden. 

Donnerstag, 02. August 2012

Alltagsrassismus: Ein Problem mit ungeeigneten Lösungsvorschlägen

Die Proteste gegen Asylbewerberheime in Gröditz und Leipzig scheinen es zu belegen: Der Rassismus hat seinen Weg in die Mitte der Gesellschaft gefunden. Obgleich der Befund vergleichsweise populär ist und der Ruf nach Zivilgesellschaft sowie präventiver politischer Bildungsarbeit allgegenwärtig zu sein scheint: Ein Rezept gegen die verhängnisvolle Entwicklung ist nicht in Sicht, denn die Kritik und die daraus abgeleiteten Forderungen sind Bestandteil des Problems und nicht der Lösung. Eine ernüchternde Bestandsaufnahme.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Bundeszentrale für pol. Bildung: Kostenlose Broschüre Thema Rechtsextremismus

Mit der „Entdeckung“ der dreiköpfigen „Zwickauer Terrorzelle“ im November 2011 ist die Diskussion über Rechtsextremismus in Deutschland in eine neue Phase eingetreten. Entsprechend werden die bestehenden Instrumente der Extremismusbekämpfung überprüft, wird über neue geeignete Maßnahmen nachgedacht. Auch ein NPD-Verbotsverfahren steht wieder zur Debatte.  Die 48-seitige Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) enthält folgende Aufsätze: Andrea RöpkeIm Untergrund, aber nicht alleinSchon lange vor ihrem Abtauchen war die Radikalisierung der dreiköpfigen  „Zwickauer Zelle“ offensichtlich. Im Untergrund konnte sie auf die Unterstützung eines bundesweiten braunen Netzwerks bauen – und das weitgehend unbehelligt.Uwe BackesNPD-Verbot: Pro und ContraIn der wissenschaftlichen und publizistischen Debatte um das NPD-Verbot ist keine Rechts-Links-Frontenbildung festzustellen. Sowohl Befürworter als auch Skeptiker eines erneuten Verbotsverfahrens haben nachvollziehbare Argumente. Uwe VolkmannKampf gegen die Hydra? Der Staat und der RechtsextremismusDas Grundgesetz konzipiert das Parteiverbot als Hauptinstrument gegen politischen Extremismus. Dessen Einsatz ist aber riskant geworden. Die Möglichkeiten unterhalb dieser Schwelle sollten deshalb nicht aus dem Blick verloren werden.Wilhelm HeitmeyerRechtsextremismus und gesellschaftliche SelbstentlastungDie Untersuchungen der NSU-Morde fokussieren vorwiegend auf Ermittlungspannen und Verfahrensfehler. Der Blick auf gesellschaftliche Reproduktionsprozesse von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wird dabei vernachlässigt. Stephan BundschuhDie braune Seite der ZivilgesellschaftIn strukturschwachen Regionen, in denen sich Kommunen aus sozialen Feldern zurückziehen, ist es Rechtsextremisten zum Teil möglich, sich als „nützliche“ zivilgesellschaftliche Akteure in Szene zu setzen. Sie gehören dort zur Mitte.Hans-Gerd JaschkeZur Rolle der Schule bei der Bekämpfung von RechtsextremismusZivilgesellschaftliche Initiativen haben bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus zunehmend an Bedeutung gewonnen. Wichtigster Ort der Primärprävention bleibt neben der Familie jedoch die Schule.Stefan Glaser · Christiane SchneiderZielgruppe Jugend: Rechtsextreme im Social WebRechtsextremismus im Internet trägt längst ein modernes Gewand, und Jugendliche sind zu einer wichtigen Zielgruppe geworden. Doch mit welchen Themen und Strategien werden sie angesprochen? Und welche effektiven Gegenstrategien gibt es?Die Broschüre kann auf der Seite der BPB kostenlos bestellt bzw. im PDF-Format heruntergeladen werden.

Freitag, 16. Dezember 2011

Zehn Jahre Studie zu „Deutschen Zuständen“ – Eine Bilanz

Der von Wilhelm Heitmeyer herausgegebene Band „Deutsche Zustände. Folge 10“ präsentiert die aktuellen Ergebnisse zu Forschungen über „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ sowohl bezogen auf das Ausmaß wie die Kontexte. Vor allem der letztgenannte Gesichtspunkt verdient auch hier wieder besonderes Interesse, während die vielfach kritisierten Einstellungsstatements weiterhin unhinterfragt Verwendung finden.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Studie: Rechtsextremismus in Dresden

Am Dienstag hat Dresden die Ergebnisse der Studie „Rechtsextreme Strukturen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und bürgerschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus in der Landeshauptstadt Dresden“ veröffentlicht. Darin wurden zum einen die rechtsextremen Strukturen und deren politische Relevanz in Dresden untersucht. Außerdem wollte man die Bereitschaft des Engagements gegen den Rechtsextremismus in der Landeshauptstadt messen. Die Studie wurde vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld, unter Leitung von Professor Wilhelm Heitmeyer, erarbeitet und im Rahmen des sächsischen Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und des „Lokalen Handlungsprogramms für Toleranz und Demokratie und gegen Extremismus“ der Landeshauptstadt Dresden gefördert.  „Die Studie ist wichtig für unsere weitere Arbeit. Im Ergebnis kann man festhalten, dass wir vergleichsweise kein großes Problem haben, aber wachsam sein müssen. Was insbesondere am 19. Februar passiert ist war ein großer Schaden für Dresden. Die Bilder, die von hier aus um die Welt gegangen sind, schüren falsche Vorurteile und machen jede Imagearbeit zunichte. Daher werden wir uns damit auseinandersetzen und überlegen, ob und wie wir die Probleme und Herausforderungen im Vorfeld lösen können“, sagt Dresdens Erster Bürgermeister Dirk Hilbert. Die Studie kann im PDF-Format heruntergeladen (666KB) werden.