Suchergebnisse

Es liegen 10 Ergebnisse für "TW White Russians" vor.

Rechtsextremismus in Russland – Was tun?

Im Sommer 2002 verabschiedete die Staatsduma das Gesetz „Über die Bekämpfung extremistischer Aktivitäten“, womit die russländische Staatsanwaltschaft und die Miliz ein rechtswirksames Instrument für die Verfolgung der rechtsextremen Skinheads gewann.1) Demgemäß begann die gemeinhin als nationalismusfreundlich angesehene russländische Justiz, sich dem Druck der meinungsbildenden Institutionen sowie den Vorgaben der Präsidialadministration zu beugen, und wandte, im Vergleich zur Praxis der Bagatellisierung rassistischer Überfälle als „jugendliches Rowdytum“ der 1990er Jahre, den Fremdenhassparagraphen des Strafgesetzbuches häufiger an.

„Rettung der Nation“ unter dem Deckmantel rechtsextremer Parteien

Obwohl die russländischen Nazi-Skinheads sich eher als eine einer bestimmten Weltanschauung folgende, politisch weniger motivierte Subkultur verstehen, betrachten die rechtsextremen Parteien sie als ihre Reserve, Humankapital und soziale Basis. Auch wenn die „Glatzköpfigen“ sich kaum von parteilichen Handlungen, die sie als „nutzloses Geschwätz“ abstempeln,1) beeindruckt zeigen, greifen sie auf die von diesen formulierten ideologischen Richtlinien zurück und lassen sich manchmal sogar auf Kooperationen auf sämtlichen Ebenen ein.

Im Namen der „Nationalen Revolution“ – Rassismus und Staat in Russland

Als eine öffentlich wahrgenommene Erscheinung formierten sich die Rechtsextremisten im Jahr 1994, nachdem der Präsident Boris El'cin im September und Oktober 1993 die geltende Verfassung außer Kraft setzte, das Parlament auflöste und das Weiße Haus mit Panzern umstellte. Dem Staatsstreich folgte die „Periode des Ausnahmezustands“ in der Hauptstadt: In den Straßen herrschte Polizeiterror, der schnell einen rassistischen Charakter annahm.

Russlands Neonaziszene – „Ordnungshüter“ und „Straßensanitäter“

Neben den überwiegend kleinen, unorganisierten und unter einander nur sporadisch vernetzten Zusammenschlüssen weist die russländische Neonazi-Szene allerdings auch größere, kontinuierlich neue Anhänger rekrutierende Strukturen auf. Dazu gehören die jeweils circa 250 aktive Mitglieder umfassenden, strikt hierarchisch gegliederten sowie zur eisernen Disziplin verpflichtenden „Skinlegion“, „Fusionierte Brigade 88“ und „ Blood&Honor – Russische Filiale“ – eine internationale, in westlichen Staaten verbotene Extremistenvereinigung.1)

„Rossija 88“ – Hitlerverehrung in Russland

Wie konnte es dazu kommen, dass ausgerechnet in Russland, wo Adolf Hitler Tod und Verderben über viele Millionen Menschen brachte, rechtsextreme Vereinigungen alljährlich am 20. April den Geburtstag des Nazi-Diktators „feiern“? An welchen Werten und Idealen orientieren sich die Erben der im Zeitraum von 1941 bis 1945 an der Front gegen den deutschen Feind kämpfenden Rotarmisten? Worin liegen die Ursachen für die Entfaltung nationalistischer und faschistischer Weltanschauungsmodelle der in solch einem multiethnisch besiedelten Staat wie der Sowjetunion oder der Russländischen Föderation sozialisierten Russinnen und Russen?

9. Mai 1945 - „roter“ Sieg im „braunen“ Gedenken

Seit Beginn der 1990er Jahre ragen immer häufiger zornige junge Männer vom unteren Rand der rauhen russländischen Gesellschaft durch Überfälle auf Jugendliche von nicht nordischem Aussehen heraus. Während das Land jährlich den Jahrestag des Sieges über das faschistische Deutschland mit einem beschwörenden Pomp begeht, hängt über dem Horizont schwerer denn je die Gewitterwolke des rassistischen Hasses.