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Ausfransung der Ränder: JF-Autoren haben keine Berührungsängste mit "Zuerst!"

Die Luft zum Atmen für journalistische Printprodukte rechts der Mitte ist in Deutschland ausgesprochen dünn. Der kraftvolle Auftritt des rechten Monatsmagazins „Zuerst!“ dürfte daher nicht nur den politischen Gegner beunruhigt haben. Während die rechtskonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) derzeit offenbar unter der neuen Konkurrenz ökonomisch kaum leidet, sieht es in politischer Hinsicht jedoch ganz anders aus.

Fritze nimmt den „Fall Elser“ wieder auf

Das Echo zum 70. Jahrestag des Attentats im Bürgerbräukeller belegt deutlich: An der Debatte um Georg Elser und dessen Bombe möchte sich heute kaum jemand mehr die Finger verbrennen. Während die „Frankfurter Rundschau“ (FR) sich in ihrer aktuellen Berichterstattung zu Elsers Gedenken im Stillschweigen über den Disput von 1999/2000 übt, hat Lothar Fritze seinen Untersuchungsgegenstand noch nicht zu den Akten gelegt. In seinem unlängst veröffentlichten Werk „Legitimer Widerstand. Der Fall Elser“ greift er seine moralphilosophischen Betrachtungen wieder auf und dokumentiert darüber hinaus die Kontroverse.

Kampfplatz Deutschland? Bogdan Musial und die Präventivkriegsthese

Will man als HistorikerIn Aufmerksamkeit erzielen, so gibt es zwei Wege. Entweder gelingt eine Arbeit, die methodisch und thematisch Neuland erschließt. Dazu sind aufwendige Quellenrecherchen und philosophische Denkleistungen notwendig. Oder es erfolgt eine radikale Neubewertung historischer Ereignisse. Letzteres bezeichnet man dann als "Geschichtsrevisionismus". Eine Revision bestehender Auffassungen findet in der Geschichtswissenschaft laufend statt und zugespitzt ließe sich behaupten, die Disziplin konstituiere sich erst im Diskurs, in ihren Kontroversen. Daher erhält erst der Streit um ein im kulturellen Gedächtnis politisch besetztes Thema die Zuschreibung „Revisionismus".