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AfD überrollt NPD

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, Zeit einen Blick zurückzuwerfen. Den rechten Rand des Parteienspektrums erfasste 2014 ein tiefgreifender Veränderungsprozess. Während die NPD, einst Flaggschiff der extremen Rechten, immer tiefer in die Krise rutscht, etablierte sich mit der „Alternative für Deutschland“ Schritt für Schritt ein rechtspopulistischer Akteur.

AfD-Parteitag und konstituierende Landtagssitzung in Sachsen: Politische Inhalte – Fehlanzeige

Am vergangenen Samstag veranstaltete die sächsische AfD ihren Landesparteitag. Doch von Sachthemen keine Spur. Stattdessen wurde stundenlang über Personalentscheidungen debattiert. Auch während der konstituierenden Landtagssitzung blieb es ruhig in der 14-köpfigen Fraktion.

AfD wird ultrarechte Geister nicht los

Gestärkt durch das Votum von fast 160.000 sächsischen Wählerinnen und Wählern, bereitet sich die AfD im Freistaat derzeit auf die kommende Legislaturperiode vor, in der die Euro-Kritiker erstmals einem Landtag angehören werden. Derweil kratzen mehrere Veröffentlichungen über die ultrarechte Vergangenheit einiger Funktionäre am selbstgewählten „nicht links, nicht rechts“-Image der blauen Senkrechtstarter. Sein Engagement für zwei umstrittene Vereine machte dem als Alterspräsident des Parlaments vorgesehenen AfD-Abgeordneten Detlev Spangenberg einen Strich durch die „neue“ Karriere.

Ex-CDU-Rechtsausleger Henry Nitzsche wirft das Handtuch: Rechter Verein „Bündnis Arbeit-Familie-Vaterland“ aufgelöst

Das Organisationssterben am rechten Rand hält unvermindert an. Nachdem in den letzten Monaten die Innenminister mit ihren Verboten zahlreichen militanten Kameradschaften den Garaus gemacht hatten und die DVU ihre Selbstauflösung erklärt hatte, löste sich nun der Verein „Bündnis Arbeit-Familie-Vaterland Liste Henry Nitzsche“ des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche auf.

Ex-NPD-Kader Peter Klose jetzt für Pro Sachsen aktiv

Peter Klose gehört zu den schillerndsten Figuren der extremen Rechten. Er rückte 2006 für Matthias Paul, der im Verdacht stand, kinderpornographisches Material besessen zu haben und deswegen sein Mandat niedergelegt hatte, in den sächsischen Landtag nach. Bald verkrachte er sich jedoch mit seinen NPD-Kameraden. Nun scheint er bei der Pro-Bewegung angeheuert zu haben. 

Ehemaliger PDS-Oberbürgermeister unterstützt rechtspopulistischen Kandidaten

Die neusten Kommunalwahlen zeigen: Zunehmend gewinnen Rechtsextreme und Rechtspopulisten an Einfluss in den sächsischen Kommunen. Unterstützung finden sie u.a. in den Reihen der Volksparteien, so geschehen bei der Bürgermeisterwahl in Kamenz in der Westlausitz. Der Rechtspopulist und Einzelbewerber Henry Nitzsche erhielt öffentlich Unterstützung für seinen Wahlkampf durch einen ehemaligen PDS-Oberbürgermeister der Stadt.

Einigkeit und Rechts und Freiheit – Beisicht und Schlierer über die Hochzeitsvorbereitung von Pro und Republikanern

Seit Monaten schon turteln Republikaner und Pro-NRW wie frisch Verliebte im Frühjahr. Die „Junge Freiheit“ konnte den beiden Vorsitzenden, Rolf Schlierer und Markus Beisicht, nun das Ja-Wort entlocken. Wenn möglich soll noch bis 2013 die Ehe geschlossen werden.

Ex-CDU-Abgeordneter gründet rechtskonservative Wählervereinigung

Vier konservative Splittergruppen haben sich am Wochenende zusammengeschlossen und das „Bürgerbewegung pro Sachsen“ gegründet. Vorsitzender ist der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche, sein Stellvertreter ist ein Ex-NPD-Landtagsabgeordneter. Ziel des Bündnisses: der Einzug in den sächsischen Landtag. Während „pro NRW“ bereits gratuliert, wird die NPD alles andere als erfreut sein.