Suchergebnisse

Es liegen 158 Ergebnisse für "NSDAP" vor.

Gewogen und für zu leicht befunden: Die NPD ist zu unbedeutend für ein Verbot

Das Bundesverfassungsgericht hat im Urteil vom 17. Januar 2017 zwar entschieden, dass die NPD verfassungswidrige Ziele verfolge. Da die Partei aber die freiheitliche demokratische Grundordnung mangels Bedeutung nicht beeinträchtigen könne, wies es den Verbotsantrag zurück. Damit hat es fast das gesamte Belastungsmaterial, das die Inlandsgeheimdienste zusammengetragen hatten, letztlich für unbrauchbar erklärt: Ein fachliches Desaster für den „Verfassungsschutz" und die Innenpolitik. An diese muss sich die scharfe Kritik derer richten, die vom Urteil enttäuscht sind.

Hass und Beschimpfungen werden zum Tag der Deutschen Einheit ausgeschüttet

Die Zeitungsmeldungen einen Tag später reichen von „Dresden hat ein ehrliches Gesicht gezeigt“ (DNN) über eine „gemischte Bilanz“ und bis hin zu „Fratzen“, die unter den „unterschiedlichen Gesichtern“ (Süddeutsche Zeitung) zu sehen waren. Fest steht: Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Dresden waren getrübt – und daran hat nicht allein das Wetter Schuld.

Ohne Rudolf Heß kann die NPD nicht

Unter ihrem Vorsitzenden Frank Franz versucht sich die NPD, das Image einer modernen Rechtspartei zu geben. Alte ideologische Zöpfe, die beim Wähler wenig Anklang versprechen, sollen abgeschnitten und durch aktuellere Themen ersetzt werden. Wie sehr diese Partei zur Identifikation allerdings den Nationalsozialismus braucht, zeigt ein Blick in die NPD-Postille Deutsche Stimme. In der Mai-Ausgabe wird – wieder einmal – der Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß glorifiziert.

NS-Propaganda im bundesdeutschen Rechtsextremismus

Der "Lassaner Bote" ist eine mehrmals im Jahr erscheinende Flugschrift örtlicher neonazistischer "freier Kameradschaften" in Mecklenburg-Vorpommern, die ihrerseits vielfältige Verbindungen zur dortigen NPD aufweisen. Das Blättchen wird kostenlos über Briefkästen verteilt. Es verbirgt seinen rechtsextremen Hintergrund nicht, ist aber auf Breitenwirkung angelegt und relativ seriös gestaltet. Das Sommerheft 2015 thematisiert fast ausschließlich das, was im neonazistischen und rechtsextremen Lager als "Überfremdung" und "Volkstod" bezeichnet wird. Der Politik wird in verschiedenen Beiträgen vorgeworfen, Deutsche zu vertreiben und deutschen Familien zu schaden, andererseits aber den Zuzug von Asylbewerbern und anderen Einwanderern zu befördern. Unter anderem wird ein Foto gezeigt, laut Bildunterschrift eine "Mauerparole in Berlin im Mai 1945" mit dem Text "Wir kämpfen für die Zukunft unserer Kinder!" Ein weiterer Beitrag thematisiert den Geburtenrückgang. Daneben steht ein Textkasten folgenden Inhalts: "Die Arbeit ehrt die Frau und den Mann. Das Kind adelt die Mutter."

Reichspogromnacht – „Ritual der Erniedrigung und Demütigung“ von Juden

„Reichskristallnacht“, „Reichspogromnacht“ oder „Novemberpogrom“: alle drei Worte bezeichnen ein und dasselbe historische Ereignis. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren die Novemberpogrome vom nationalsozialistischen Regime organisiert worden. Sie sollten die Zerstörung von Eigentum, religiösen Stätten und Leben der Juden im Deutschen Reich (zu dem seit März auch Österreich gehörte) bedeuten. Die Pogrome kennzeichneten den neuen Umgang mit den Juden – von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zur systematischen Verfolgung der deutschen Juden. Im Zeitraum vom 7. bis 13. November 1938 wurden hunderte jüdische Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. 

Adolf Hitler als „Spiegel der Gesellschaft“? Filmkritik zu „Er ist wieder da“

2014 – Deutschland ist Fussball-Weltmeister, PEGIDA organisiert radikal-rechte Aufmärsche mit teils weit mehr als zehntausend Teilnehmern. Das Hooligan-Bündnis HoGeSa randaliert in Köln, rechtsradikale und rechtspopulistische Parteien fahren mitten in Europa Wahlerfolge in bisher ungeahnten Dimensionen ein. Die ersten Flüchtlingsunterkünfte brennen. Und Adolf Hitler ist auch wieder da.