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Donnerstag, 25. Juni 2015

Publikation: Frauen und Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern

Der Verein Lola fĂĽr Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern hat die BroschĂĽre "Frauen und Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern" im Auftrag des Landesfrauenrates und in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung erarbeitet. Die Betätigungsfelder rechtsextremer Frauen in Mecklenburg-Vorpommern sind vielfältig: Sie arbeiten in sozialen Berufen, engagieren sich ehrenamtlich oder sitzen in kommunalen Vertretungen. Zunehmend organisieren sich Frauen in rechtsextremen Organisationen – ihr politisches Wirken wird oft ĂĽbersehen. Ăśber Marianne Pastörs hieĂź es nach ihrem Einzug in den Stadtrat von LĂĽbtheen, sie sei „anders als die anderen Braunen“. Sie beschreibt sich selbst als „Unternehmerin, Hausfrau und Mutter“, doch ist nicht mehr nur Ehefrau von NPD-Chef Udo Pastörs, sondern rĂĽhrige Parteiaktivistin. Im „Ring Nationaler Frauen“, einer NPD-Unterorganisation, wirbt sie fĂĽr ein biologistisches Frauen- und Familienbild. „Wenn rechtsextreme Frauen von Familie oder Erziehung sprechen, erscheinen ihre rassistischen Einstellungen fĂĽr viele Menschen erst einmal weit weg“, erklärt Janna Petersen von Lola fĂĽr Demokratie. Häufig können sich rechtsextreme Frauen ungestört in Kita und Schule engagieren, Kinderfeste und Krabbelgruppen organisieren. „Es ist Teil der Strategie, sich unpolitisch zu geben, um rechtsextreme Ideologien zu verbreiten“, sagt Heike Radvan, die wissenschaftliche Leiterin von Lola fĂĽr Demokratie: „Wichtig ist es, das Problem zu benennen und Position zu beziehen. Die Handreichung bietet Information und Hilfestellung fĂĽr Menschen, die in Alltag, Beruf und Ehrenamt mit rechtsextremer Ideologie konfrontiert sind.“ Die 76-seitige BroschĂĽre blickt aus einer geschlechtersensiblen Perspektive auf die Ausprägung rechtsextremer Szenen. In Ăśberblicksartikeln wird beschrieben, welche Rollen Frauen in der Szene einnehmen. Weitere Artikel nehmen bestimmte Themen und Strategien in den Fokus: Erziehung und Familie, Brauchtum und Umweltschutz, demografischer Wandel, sexueller Missbrauch, Sport und Vereinsarbeit. Ein Service-Teil verweist auf Beratungsangebote, die UnterstĂĽtzung im Umgang mit Rechtsextremismus bieten. Die BroschĂĽre kann hier heruntergeladen werden (PDF-Dokument, 2.1 MB)

Fotogalerie Mvgida-Schwerin und Gegenproteste
Dienstag, 13. Januar 2015

NPGida: NPD kapert Schweriner Pegida-Demonstration

„Wir sind das Volk“ schallte es gestern Abend durch die Straßen von Schwerin. Das „Volk“ bestand indes vor allem aus jungen Männern, mehrheitlich Sympathisanten der NPD, und Führungskadern der Partei. Nicht nur deshalb verbuchen Beobachter den ersten „Spaziergang“ des Pegida-Ablegers Mvgida in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern als Etikettenschwindel.

Montag, 26. Mai 2014

Kreistagswahlen in M-V enden fĂĽr NPD im Fiasko

Während am gestrigen Abend der Fokus auf den Ergebnissen der Europawahl lag, richten sich die Blicke nun auf die Ergebnisse der Kommunalwahlen. In Mecklenburg-Vorpommern wollte sich der Landesverband weiter regional festbeißen und die Mandate ausbauen. Doch die Wahl auf Kreisebene kam für die Rechtsextremen einem Desaster gleich. Die NPD musste einen Stimmverlust von knapp 40 Prozent verbuchen, zwei wichtige Kreistagsfraktionen brachen weg,

Freitag, 23. Mai 2014

MV: Die NPD – eine demokratische Partei und wählbar?

Im Rathaus von Ludwigslust trafen sich am Mittwoch interessierte Bürger*innen und Gäste aus der Kommunal- und Lokalpolitik, um über den Wahlkampf der NPD und mögliche Gegenstrategien zu diskutieren. Eingeladen hatte das Projekt „Lola für Lulu“ zum politischen Salon mit dem Titel „Die NPD – eine demokratische Partei und wählbar?“ Dabei ging es vor allem um die Rolle von Frauen in der Nazi-Partei und die Instrumentalisierung der Flüchtlingsdebatte von ganz rechts außen. Vor dem Rathaus übten sich NPD-Kader derweil in Drohgebärden.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Die Mär von der landesweiten NPD-Verwurzelung

Gemessen an ihren eigenen Vorgaben bleibt die NPD mit ihren Kommunalwahl-Kandidaturen am Sonntag weit hinter dem eigenen Anspruch zurück. Das „Fundament“ ihrer Arbeit ist brüchig geworden – landesweit schickt sie gerade einmal 55 Bewerber unter der eigenen schwarz-weiß-roten Flagge ins Rennen. Im gesamten Landkreis Rostock konnte die Truppe von Landeschef Stefan Köster nur zwei Personen motivieren, für einen Gemeinde- oder Stadtratssitz anzutreten.

Montag, 05. Mai 2014

Frauenorganisation in Männerbastion formiert sich neu

Vor drei Jahren wurden in Mecklenburg-Vorpommern ein Ableger der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ gegründet, durch den Strukturen in dem Bundesland aufgebaut werden sollten. Jetzt wurde ein neuer Vorstand gewählt – doch auch die neuen NPD-Frauen werden sich in der „Männersekte“ nicht durchsetzen können. In Bayern hängt die ehemalige RNF-Bundesvorsitzende währenddessen ihre eigenen Wahlplakate wieder ab.