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Montag, 19. März 2012

Bayern: Nazi-Verbrecher Demjanjuk gestorben

Der wegen Beihilfe zum Mord in 28.000 Fällen verurteilte Nazi-Mörder John Demjanjuk ist am Samstag in einem Pflegeheim in Bad Feilnbach bei Rosenheim (Bayern) gestorben. Der Prozess im letzten Jahr hatte für Aufsehen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus gesorgt. Nach dem Urteil war der gebürtige Ukrainer überraschend auf freien Fuß gekommen, was das Gericht mit seinem hohen Alter und seiner Staatenlosigkeit begründete.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Demjanjuk-Urteil: Fünf Jahre Haft und trotzdem frei

„Wer Schuld in derart hohem Maß auf sich geladen hat, muss bestraft werden, auch nach 60 Jahren und in so hohem Alter“, mahnt Staatsanwalt Hans-Joachim Lutz in seinem Plädoyer im Prozess gegen John Demjanjuk. Das Gericht folgte dieser Einschätzung und verurteilte den ehemaligen Hilfswachmann zu fünf Jahren Haft. Trotzdem kommt Demjanjuk frei, da eine weitere Zeit im Gefängnis aufgrund des Alters und der Tatsache, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, unverhältnismäßig sei.

Montag, 12. April 2010

Deutschland erhält erstmals Note „sehr gut“ vom Simon-Wiesenthal-Zentrum

Wegen einer „monumentalen Veränderung in der deutschen Anklagepolitik“ bei der strafrechtlichen Verfolgung von NS-Verbrechern, hat die Bundesrepublik Deutschland erstmals die Note „sehr gut“ vom Simon-Wiesenthal-Zentrum verliehen bekommen. Dies gab die Menschenrechtsorganisation, die vorrangig durch ihre weltweite Suche nach untergetauchten Nazi-Verbrechern und Kollaborateuren bekannt wurde in ihrem Jahresbericht bekannt.

Montag, 18. Januar 2010

Zwei weitere mutmaßliche NS-Verbrecher ermittelt

Parallel zum Gerichtsverfahren gegen den mutmaßlichen SS-Gehilfen John Demjanjuk bahnt sich ein weiterer spektakulärer Holocaust-Prozess in Deutschland an: Der Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen teilte mit, dass seine Behörde, die auch die Anklage gegen Demjanjuk vorbereitete, nun die Vorermittlungen gegen zwei weitere mutmaßliche NS-Verbrecher abgeschlossen habe.

Montag, 18. Mai 2009

Demjanjuks Anwälte: "Untersuchungshaft inhuman"

Der mutmaßliche NS-Verbrecher John Demjanjuk, der seit einigen Tagen in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim sitzt, wurde nun von seinem Anwalt, Ulrich Busch, besucht. Busch ließ verlauten, dass sein Mandant dort unter „großen seelischen Qualen“ leide. Weiterhin kritisierte er die Untersuchungshaft, bezeichnete diese als „inhuman“ und meint, sie verstöße „gegen unsere Verfassung und gegen die Menschenwürde“. Obwohl Demjanjuk einen äußerlich stabilen Eindruck hinterlasse, zermürbe das Verfahren ihn seelisch.

Dienstag, 12. Mai 2009

Ehemaliger KZ-Aufseher John Demjanjuk in München gelandet

Nach langem juristischen Tauziehen ist der mutmaßliche Nazi-Kriegsverbrecher John Demjanjuk nach der Abschiebung aus den USA in Deutschland eingetroffen. Er soll nun nach einem Bericht von „Spiegel Online“ in einem der letzten großen NS-Prozesse vor Gericht gestellt werden. Demjanjuk sollte nach seiner Ankunft mit dem Flugzeug in das Untersuchungsgefängnis Stadelheim gebracht werden, wie Staatsanwaltschaft und Verteidiger dem Bericht nach mitteilten.