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Dienstag, 18. Juli 2017

Hitlergrüße in Themar: Nach dem Neonazi-Konzert ist vor dem Neonazi-Konzert

Nach einem der größten Neonazi-Konzerte der letzten Jahre diskutieren Gesellschaft und Politik den zukünftigen Umgang mit diesen Veranstaltungen. Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, brachte eine Änderung des Versammlungsrechtes ins Gespräch. Derweil macht in den Sozialen Medien ein Video die Runde, das Dutzende Neonazis beim verbotenen Hitlergruß zeigt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Spannend ist, ob das in zwei Wochen ebenfalls in Themar stattfindende „Rock für Identität“ bereits Auswirken spüren wird.

Freitag, 09. Juni 2017

Identitäre Jagd auf Hilfsorganisationen im Mittelmeer

„Wir haben das Geld, wir haben eine Crew und wir haben eine Mission. Aber wir brauchen noch ein Schiff,“ erklärte die Identitäre Bewegung vor wenigen Tagen auf Facebook. Nach eigenen Angaben stehen der extrem rechten Organisation mehr als 63.000 Euro aus Spenden zur Verfügung, um „gegen die Schlepperschiffe vermeintlich `humanitärer´ NGOs an der italienischen Küste vorgehen“.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Unter Fremden - Eine Reise zu Europas Neuen Rechten

Die "Identitären" sind die Speerspitze einer neuen rechten Bewegung in Europa. Sie sind smart, internetaffin und fremdenfeindlich. Der Journalist Manuel Gogos – selbst Kind griechischer Einwanderer – bricht zu einer Forschungsreise durch Europa auf, um diese "Fremden im eigenen Land" kennenzulernen. Die Identitären verstehen sich als Speerspitze einer neuen, patriotischen Jugendbewegung in Europa. Sie hetzen gegen Masseneinwanderung, gegen Islam und Globalisierung. Was sie eint, ist der Hass gegen Multikulturalismus und die „Überfremdung“ Europas. Sie holen die Unzufriedenen und Unsicheren in Europa mit Globalisierungskritik und Identitätspolitik ab, doch ihr wahres Ziel ist ein neuer Kreuzzug gegen eine Übernahme Europas durch den Islam. In Frankreich unterhalten die Identitären enge Verbindungen zum Front National, in Österreich zur FPÖ. Einschlägige Medien der Szene werden im Vorstand der AfD gelesen. Anhänger von Pegida huldigen den Identitären als ihren Vordenkern. Im Erscheinungsbild grenzt sich die Identitäre Bewegung dezidiert von Rechten alten Schlages ab: Sie benutzt Jugendsprache, adaptiert Streetart und Comic und beherrscht die Kommunikation im Internet wie in den sozialen Netzwerken. Ihr Konzept des Rebrandings rechter Politik als „Identitätspolitik“ scheint erfolgreich. Doch nun interessiert sich auch der Verfassungsschutz für sie. Begegnet in den Identitären der Rechtsextremismus der Zukunft? Der Journalist Manuel Gogos – selbst Kind griechischer Einwanderer – bricht zu einer ethnografischen Forschungsreise durch Europa auf, um diese „Fremden im eigenen Land“ kennenzulernen. Die Dokumentation „Unter Fremden – Eine Reise zu Europas Neuen Rechten“ zeigt, wie die junge Neue Rechte Europas mobil macht für die „Rückeroberung der Heimat“, den neuen „Kreuzzug“ gegen den Islam – und damit letztlich für den „ethnokulturellen Bürgerkrieg“. Zur Dokumentation auf ARTE, die dort noch 28 Tage verfügbar ist.