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Mittwoch, 30. Dezember 2015

NS-Propaganda im bundesdeutschen Rechtsextremismus

Der "Lassaner Bote" ist eine mehrmals im Jahr erscheinende Flugschrift örtlicher neonazistischer "freier Kameradschaften" in Mecklenburg-Vorpommern, die ihrerseits vielfältige Verbindungen zur dortigen NPD aufweisen. Das Blättchen wird kostenlos über Briefkästen verteilt. Es verbirgt seinen rechtsextremen Hintergrund nicht, ist aber auf Breitenwirkung angelegt und relativ seriös gestaltet. Das Sommerheft 2015 thematisiert fast ausschließlich das, was im neonazistischen und rechtsextremen Lager als "Überfremdung" und "Volkstod" bezeichnet wird. Der Politik wird in verschiedenen Beiträgen vorgeworfen, Deutsche zu vertreiben und deutschen Familien zu schaden, andererseits aber den Zuzug von Asylbewerbern und anderen Einwanderern zu befördern. Unter anderem wird ein Foto gezeigt, laut Bildunterschrift eine "Mauerparole in Berlin im Mai 1945" mit dem Text "Wir kämpfen für die Zukunft unserer Kinder!" Ein weiterer Beitrag thematisiert den Geburtenrückgang. Daneben steht ein Textkasten folgenden Inhalts: "Die Arbeit ehrt die Frau und den Mann. Das Kind adelt die Mutter."

Montag, 10. März 2014

Heinrich Himmlers Briefe – Banalität im Schatten von Diktatur und Massenmord

Aufzeichnungen führender Nationalsozialisten können auch noch nach Jahrzehnten bekannt werden. Dabei haben private Texte einen besonderen Wert, da sie einen unmittelbaren Zugang zur Persönlichkeit ihrer Verfasser ermöglichen. Im Fall Heinrich Himmlers wecken einst an seine Frau gesandte und nun veröffentlichte Briefe zudem die Hoffnung auf Informationen über das Innenleben der NDSAP, die Hintergründe des Zweiten Weltkriegs oder die Entwicklung des Holocaust. Diese Hoffnung wird jedoch enttäuscht.

Montag, 30. Dezember 2013

Kein „Soldat wie andere auch“ – zur Biografie des KZ-Kommandanten und SS-Divisionskommandeurs Theodor Eicke

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs treten Veteranen der Waffen-SS mit der Behauptung an die Öffentlichkeit, sie seien Soldaten gewesen wie etwa die Angehörigen der Wehrmacht auch. Zeitgenössische Rechtsextremisten teilen diese Haltung und leugnen damit den weltanschaulichen Charakter der nationalsozialistischen Parteiarmee, um dadurch auch von deren Verbrechen abzulenken. Eine aktuelle Veröffentlichung zeigt am Lebensweg des Röhm-Mörders, KZ-Kommandanten und Divisionskommandeurs Theodor Eicke, wie unhaltbar diese Behauptung ist.

Dienstag, 16. Juli 2013

„Graben für Germanien“ – rechtsextremistische Germanen-Verklärung zwischen Archäologie und Ideologie

Eine der Grundpositionen der rechtsextremistischen Szene ist die Verklärung der Germanen, deren kulturelle Leistungen überhöht werden, um sie als Träger einer heimischen Hochkultur darzustellen. Dabei beziehen sich zeitgenössische Rechtsextremisten auf die im „Dritten Reich“ erfolgte ideologische Beeinflussung der Archäologie. Diesem Thema widmet sich vom 10. März bis zum 8. September 2013 das Bremer Focke-Museum mit der Sonderausstellung „Graben für Germanien - Archäologie unterm Hakenkreuz“.

Dienstag, 26. März 2013

„Thor Steinar“ – Eine Bekleidungsmarke zwischen sportlicher Straßenmode und rechtsextremistischer Szene (Teil II)

Rechtsextremisten haben in der Vergangenheit mehrere Bekleidungsstile entwickelt, die ihnen zwar ein gemeinschaftliches modisches Auftreten ermöglichten, sie jedoch als Rechtsextremisten nach außen erkennbar machten. Eines der beliebtesten Labels ist heute „Thor Steinar“. Die Marke etablierte sich am Bekleidungsmarkt, wobei sie einen extremistischen Hintergrund leugnete, obwohl sie für Rechtsextremisten stilbildend wirkte.

Mittwoch, 23. Februar 2011

US-Historiker gibt sich als Neonazi aus und überführt mutmaßlichen SS-Mörder

Bernhard Frank war SS-Obersturmbannführer und soll der ranghöchste noch lebende SS-Führer sein. Ein 43-jähriger US-Amerikaner hat sich über vier Jahre als Neonazi ausgegeben, das Vertrauen des 97-Jährigen gewonnen und ihn offenbar überführt. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Mordverdachts. Eine Anklage scheint dennoch alles andere als sicher.