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Rat- und planlos

Seit Jahren zeigt die Erfolgskurve der NPD beharrlich nach unten. Nach einem Einbruch stagnieren die Mitgliederzahlen auf niedrigem Niveau, Wahlerfolge liegen in weiter Ferne, verschiedene Flügel stehen sich unversöhnlich gegenüber, einst führende Kader werfen das Handtuch. Dazu die finanzielle Schieflage und das Verbotsverfahren. Der amtierende Vorsitzende Frank Franz wirkt rat- und planlos, seine „Visionen“ erschöpfen sich in alten Konzepten, Durchhalteparolen und Verschwörungstheorien.

Landtagswahl in Sachsen: AfD überrennt NPD

Für die NPD war es eine Zitterpartie bis zuletzt. Mit 4,95 Prozent verfehlte sie den dritten Landtagseinzug in Folge. Eine ganz andere Stimmungslage prägte hingegen die Wahlparty der AfD. Die Mannschaft um Spitzenkandidatin Frauke Petry erreichte aus dem Stand 9,7 Prozent und damit ihre erste Landtagsfraktion. Seine Partei sei damit endgültig in der deutschen Parteienlandschaft angekommen, zeigte sich Bundessprecher Bernd Lucke zufrieden.

Kommunalwahl Sachsen: NPD kommt mit einem blauen Auge davon

Während die NPD in Mecklenburg-Vorpommern bei den Kreistagswahlen am vergangenen Sonntag ein folgenreiches Debakel erlebt, konnte der sächsische Landesverband den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen. Zwar verloren die „Kameraden“ in der Vorzeigegliederung an Rückhalt, angesichts eines landesweiten Zuspruchs von 4,6 Prozent können sich Szymanski, Schimmer, Gansel & Co. aber Hoffnungen auf einen erneuten Landtagseinzug am 30. August machen.

Dokumentation: Die NPD-Kandidaten zur Kommunalwahl in Sachsen

Mit ihrer Kandidatenaufstellung für die Kommunalwahlen am 25. Mai versucht die NPD in Sachsen, der Öffentlichkeit ihre vermeintliche regionale Verankerung zu zeigen. Für die Wahlen der Kreistage in den Landkreisen stellte die NPD insgesamt 176 Kandidaten auf und ist somit flächendeckend vertreten. Bei den Kreistagswahlen 2008 konnten die Rechtsextremen noch 224 Anhänger mobilisieren, sich zur Wahl zu stellen.

Frauenorganisation in Männerbastion formiert sich neu

Vor drei Jahren wurden in Mecklenburg-Vorpommern ein Ableger der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ gegründet, durch den Strukturen in dem Bundesland aufgebaut werden sollten. Jetzt wurde ein neuer Vorstand gewählt – doch auch die neuen NPD-Frauen werden sich in der „Männersekte“ nicht durchsetzen können. In Bayern hängt die ehemalige RNF-Bundesvorsitzende währenddessen ihre eigenen Wahlplakate wieder ab.

NPD-Frauenorganisation: Umstrittene Vorsitzende wirft hin

Auf einem am Wochenende abgehaltenen Treffen der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ wurde der Vorstand neu gewählt. Die bisherige Vorsitzende und parteiintern höchst umstrittene Sigrid Schüssler wurde abgewählt und soll zudem aus der Vereinigung ausgetreten sein. Neue Chefin ist das NPD-Vorstandsmitglied Ricarda Riefling. Geleitet wurde die Veranstaltung der NPD-Frauen bezeichnenderweise von einem Mann.

NPD-Liste zur Landtagswahl: Szymanski soll das Steuer herumreißen

Am vergangenen Wochenende stellte die sächsische NPD ihre Landesliste für die Wahl am 31. August auf. Als Spitzenkandidaten schicken die Rechtsextremisten ihren blassen Vorsitzenden Holger Szymanski ins Rennen. Der Dresdner folgt damit dem unter dubiosen Umständen zurückgetretenen Ex-Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel. Beim Programm hingegen bleibt alles beim Alten – Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Relativierung der nationalsozialistischen Terrorherrschaft inklusive.