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Donnerstag, 20. April 2017

Zur Aktualität der identitären Ideologie

Rechtspopulistische Bewegungen machen sich zur Zeit in vielen westlichen Staaten zum Sprachrohr angeblich bisher unterdrückter Bevölkerungsgruppen und Meinungen. Die identitäre Bewegung entwickelt diesen Ansatz weiter zu einem Projekt der autoritären Staatlichkeit gegen Multikulturalismus, Islam und Einwanderung. Dabei verbindet sie ihre Kampagne für einen ethnisch geschlossenen Nationalstaat mit der Kritik an der kapitalistischen Globalisierung. Mit einem Sprachduktus, der Politik emotionalisiert, wird durch «geistige Verschärfung» das Programm eines defensiven Ethnonationalismus entfaltet. Dieser beruft sich auf Traditionsbestandteile eines völkischen Antimodernismus und eine von dem russischen Philosophen Alexander Dugin entworfene eurasische Geopolitik.

Mittwoch, 09. November 2016

Stumpf ist Trump(f) – Neuer US-Präsident beflügelt Rechtspopulisten

Es ist schon bizarr und trotzdem passt es doch ins aktuelle Bild: Donald J. Trump ist der nächste Präsident der USA – nach einem Wahlkampf, der an Schmutz und „Post-Faktizismus“ wohl kaum zu überbieten ist. „Make America Great Again“, so Trumps von Ronald Reagan entliehener Wahlkampfslogan, lässt international vor allem rechtspopulistische Augen glänzen. Ein Kommentar

Montag, 28. Juli 2014

Gaza-Konflikt bringt die extreme Rechte in Erklärungsnot

In diesen Tagen schaut die ganze Welt mit angehaltenem Atem auf den Nahen Osten. Blutige Auseinandersetzungen fordern Opfer auf beiden Seiten. Längst ist der Konflikt hierzulande angekommen und findet seinen Niederschlag in zahlreichen Demonstrationen. Für die Neonazi-Szene eine willkommene Gelegenheit, um ihrem antisemitischen Weltbild freien Lauf zu lassen. Über das „Wie“ allerdings gibt es Unstimmigkeiten.

Dienstag, 18. Februar 2014

Europa droht Rechtsruck

Der Europäischen Union droht bei den Parlamentswahlen im Mai ein Rechtsruck. Nationalistische Parteien fahren derzeit bei Umfragen in Ländern wie Österreich oder Frankreich Spitzenwerte ein. In Deutschland steht die eurokritische Alternative für Deutschland vor dem Sprung nach Straßburg. Ob die NPD eine realistische Chance auf Abgeordnetenmandate hat, entscheidet sich wohl am 26. Februar, wenn das Bundesverfassungsgericht über den Bestand oder den Fall der Drei-Prozent-Hürde urteilt.

Donnerstag, 13. September 2012

Parlamentswahl in den Niederlanden: Schlappe für Rechtspopulist Wilders

Der einstige „Shootingstar“ unter den europäischen Rechtspopulisten, Geert Wilders, ist bei den niederländischen Parlamentswahlen mit seiner „Partei für die Freiheit“ heftig abgestürzt – sie büßte ein Drittel ihrer Sitze ein. Offenbar hat sich ihr europafeindlicher Kurs nicht ausgezahlt. Wilders kündigte unterdessen an, „knallhart“ zurückzukommen.