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Montag, 19. Oktober 2015

Nach dem Attentat von Köln: Wer war die FAP?

Die Ermittler sind sich mittlerweile ziemlich sicher. Das Attentat auf die Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker erfolgte aus einer politischen Motivation heraus. Dem mutmaßlichen Attentäter wird eine einschlägige Vergangenheit in der Neonazi-Szene der Domstadt nachgesagt. Offenbar gehörte er zum Sympathisanten-Kreis der verbotenen FAP – gemeinsam mit der ebenfalls verbotenen SRP wahrscheinlich die radikalste extrem rechte Partei der Nachkriegsgeschichte.

Montag, 02. Juni 2014

„Thor Steinar“ bleibt Halle „treu“

Zwölf „Thor Steinar“-Filialien gibt es in Deutschland, eine davon in Halle. Nachdem der alte Mietvertrag nach fünf Jahren ausgelaufen war, hat die bei Neonazis beliebte Modemarke schnell neue Räume in der gut 215.000 Einwohner umfassenden Stadt gefunden – in bester Innenstadtlage, nur einem Steinwurf vom zentralen Marktplatz entfernt. „Wir bleiben Halle treu“ versprechen die neuen Boutique-Betreiber ihrer Kundschaft.

Freitag, 15. Februar 2013

Freies Netz Süd: „In Athen haben die Blut geleckt!“ - Scheitert ein Verbot am Willen der bayerischen Landesregierung?

Nach dem vielfach diskutierten – und als „Staatsempfang“ verkauften Dienstbesuch der Führungsetage des „Freien Netz Süd“ (FNS) bei der griechischen Nationalsozialistenpartei „Goldene Morgenröte“ reaktivieren bayerische Kameradschaftsaktivist*innen in der Szene offenbar erneut den eigentlich schon eingestellt geglaubten „Kampf um die Parlamente“. In genau diesem Parlament, dem bayerischen Landtag, ist ein Verbot der Gruppierung „Freies Netz Süd“ zwar Dauerthema, aber mittlerweile wohl eher von populistischer Natur.

Sonntag, 25. März 2012

Fernsehtipp: Die Geschichte des rechten Terrors

Zehn Morde der Zwickauer Neonazi-Zelle - der Aufschrei ist schnell verklungen, die Gesellschaft längst wieder im Alltag angekommen. Doch wie konnte es soweit kommen? Die Dokumentation rekonstruiert, wie die Blutspur des neonazistischen Terrors vor mehr als 30 Jahren gelegt wurde. 26. September 1980: Auf dem Oktoberfest explodiert eine Bombe. Die Bilanz: 13 Tote, 200 Schwerverletzte. Der Täter stammt aus der "Wehrsportgruppe Hoffmann", einer Schmiede von Rechtsterroristen. Ein Einzeltäter? Bis heute gibt es Zweifel. 19. Dezember 1980: Das jüdische Verlegerpaar Lewi wird kaltblütig erschossen, der erste antisemitische Mord seit Kriegsende. Wenige Tage zuvor sind in Hamburg zwei Vietnamesen bei einem Brandanschlag umgekommen. Spuren - keine Beweise - führen zu Manfred Roeder, einem Terrorist und Ausschwitzleugner. Das Jahr 1980 ist ein Dammbruch - es gibt weitere rechtsextremistisch motivierte Morde, z. T. aus dem Untergrund. Terror von rechts! Dann die politische Wende in der DDR. Was im Westen weithin unbekannt ist: Auch hinter der Mauer gibt es gewaltbereite Rechtsradikale. So kommt es mit der deutschen Einheit auch zur Vereinigung von Neonazis aus Ost und West. Braune Führer aus dem Westen wie Michael Kühnen, Christian Worch oder Friedhelm Busse werden zu „Brandbeschleunigern" im Osten. In Hoyerswerda oder Rostock-Lichtenhagen kommt es zu Pogromen, die Terror-Welle erreicht auch den Westen. In Solingen und Mölln sterben Menschen qualvoll. Der Staat reagiert hart, verbietet in den 90er Jahren zahlreiche rechtsextreme Vereine und Gruppierungen. Doch die Szene ändert die Taktik. Sie bildet Kameradschaften, scheinbar lose Gruppierungen, ohne festen Ort, nur noch durch Internet und Handy verbunden. Die Sicherheitsbehörden sind dieser Taktik - trotz moderner Überwachungstechnik - anscheinend nicht gewachsen. Auch die NPD will ihre Schlagkraft auf der Straße erhöhen. Sie öffnet sich, lässt bekannte Neonazi-Größen mit ans Ruder und verschärft ihren demokratiefeindlichen Kurs. Ein Verbotsverfahren scheitert. Das ist der Nährboden, auf dem Gruppierungen wie die so genannten „Freien Kameradschaften" oder der Thüringer Heimatschutz entstehen. Hier beginnt die Mordserie der "Zwickauer Zelle". Die Dokumentation zeichnet die Geschichte rechtsextremer Gewalt seit den 1980er Jahren in der Bundesrepublik, der DDR und dem vereinten Deutschland nach. Der Blick zurück schockiert, denn es wird offenbar, dass der rechte Terror von der Politik über Jahrzehnte hinweg unterschätzt wurde. DIe 45-minütige Dokumentation ist am Montagabend um 22.45 Uhr bei ARD zu sehen.

Dienstag, 10. Mai 2011

„Geistig-moralische Armseeligkeit“ – Thomas Wulff verlässt NPD-Vorstand

Ein nicht angenommener Vorstandsbeschluss, der die Unvereinbarkeit von Führungspositionen in der Partei und der Mitgliedschaft bei Hells Angels oder Bandidos festlegen sollte, war angeblich der Auslöser für den Rückzug von Thomas Wulff aus dem Parteivorstand der NPD. Tatsächlich dürfte er mit seinem freiwilligen Rückzug am „Tag der Ehre“ nur seiner eigenen Abberufung zuvor gekommen sein.