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Mittwoch, 31. Mai 2017

Unter Fremden - Eine Reise zu Europas Neuen Rechten

Die "Identitären" sind die Speerspitze einer neuen rechten Bewegung in Europa. Sie sind smart, internetaffin und fremdenfeindlich. Der Journalist Manuel Gogos – selbst Kind griechischer Einwanderer – bricht zu einer Forschungsreise durch Europa auf, um diese "Fremden im eigenen Land" kennenzulernen. Die Identitären verstehen sich als Speerspitze einer neuen, patriotischen Jugendbewegung in Europa. Sie hetzen gegen Masseneinwanderung, gegen Islam und Globalisierung. Was sie eint, ist der Hass gegen Multikulturalismus und die „Überfremdung“ Europas. Sie holen die Unzufriedenen und Unsicheren in Europa mit Globalisierungskritik und Identitätspolitik ab, doch ihr wahres Ziel ist ein neuer Kreuzzug gegen eine Übernahme Europas durch den Islam. In Frankreich unterhalten die Identitären enge Verbindungen zum Front National, in Österreich zur FPÖ. Einschlägige Medien der Szene werden im Vorstand der AfD gelesen. Anhänger von Pegida huldigen den Identitären als ihren Vordenkern. Im Erscheinungsbild grenzt sich die Identitäre Bewegung dezidiert von Rechten alten Schlages ab: Sie benutzt Jugendsprache, adaptiert Streetart und Comic und beherrscht die Kommunikation im Internet wie in den sozialen Netzwerken. Ihr Konzept des Rebrandings rechter Politik als „Identitätspolitik“ scheint erfolgreich. Doch nun interessiert sich auch der Verfassungsschutz für sie. Begegnet in den Identitären der Rechtsextremismus der Zukunft? Der Journalist Manuel Gogos – selbst Kind griechischer Einwanderer – bricht zu einer ethnografischen Forschungsreise durch Europa auf, um diese „Fremden im eigenen Land“ kennenzulernen. Die Dokumentation „Unter Fremden – Eine Reise zu Europas Neuen Rechten“ zeigt, wie die junge Neue Rechte Europas mobil macht für die „Rückeroberung der Heimat“, den neuen „Kreuzzug“ gegen den Islam – und damit letztlich für den „ethnokulturellen Bürgerkrieg“. Zur Dokumentation auf ARTE, die dort noch 28 Tage verfügbar ist.

Donnerstag, 20. April 2017

Zur Aktualität der identitären Ideologie

Rechtspopulistische Bewegungen machen sich zur Zeit in vielen westlichen Staaten zum Sprachrohr angeblich bisher unterdrückter Bevölkerungsgruppen und Meinungen. Die identitäre Bewegung entwickelt diesen Ansatz weiter zu einem Projekt der autoritären Staatlichkeit gegen Multikulturalismus, Islam und Einwanderung. Dabei verbindet sie ihre Kampagne für einen ethnisch geschlossenen Nationalstaat mit der Kritik an der kapitalistischen Globalisierung. Mit einem Sprachduktus, der Politik emotionalisiert, wird durch «geistige Verschärfung» das Programm eines defensiven Ethnonationalismus entfaltet. Dieser beruft sich auf Traditionsbestandteile eines völkischen Antimodernismus und eine von dem russischen Philosophen Alexander Dugin entworfene eurasische Geopolitik.

Dienstag, 05. April 2016

Gefahr von Rechts? Themenwoche bei ARTE

Sie hetzen gegen Flüchtlinge. Sie fordern in der Wirtschaftspolitik weniger global sondern mehr national zu denken. Und damit treffen die rechtspopulistischen Parteien in der Europäischen Union den Nerv der Zeit. Denn egal ob Finanzkrise oder Flüchtlingskrise: die EU überzeugt den Großteil ihrer Bürger mit ihren Lösungsansätzen nicht. THEMA geht dem Aufstieg der rechten Parteien in Deutschland, Frankreich, Kroatien und Polen in der Dokumentation "Rechts, zwo, drei – driftet Europa ab?" auf den Grund. Darauf folgt der Film "Die Arier", in dem die afrodeutsche Regisseurin Mo Asumang auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA geht. Von den Ressentiments der Amerikaner gegenüber illegalen Einwanderer aus Mexiko berichtet die Lucarne "Broken Land". Finden Sie in diesem Dossier eine Karte, die aufzeigt, wie rechtspopulistische Parteien in der EU bei den letzten Wahlen abgeschnitten haben. Außerdem zeigen Ihnen neun europäische Fotografen aus dem Kollektiv „The Rise of Populism“, mit dem Webdoc „Die Rechtsextremen im Fokus“, wie die rassistischen Ressentiments auf dem Alten Kontinent erstarken. Zur Themenseite geht es hier, in der ARTE-Mediathek können die Beiträge gestreamt werden. 

Mittwoch, 23. März 2016

"Normalzustand oder Ruck nach rechts? Nach den Wahlerfolgen der AfD"

Seit Sonntag sitzt die „Alternative für Deutschland“ in acht von 16 Landesparlamenten. In Sachsen-Anhalt ist die Partei bei ihrer ersten Landtagswahl sogar zweitstärkste Kraft geworden, sie erhielt 24,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Partei positionierte sich in den Landeswahlkämpfen klar gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Laut der Umfragen zur Wahl von Infratest dimap für die ARD, sagten beispielsweise in Sachsen-Anhalt 99 Prozent der AfD-Wähler, sie fänden es gut, dass ihre Partei den Zuzug von Flüchtlingen und Ausländern begrenzen wolle. Außerdem sagten dort 64 Prozent der AfD-Wähler, sie wählten die AfD aus Enttäuschung über andere Parteien, 27 Prozent aus Überzeugung von der eigenen Partei. Waren diese Wahlen also eine Protestwahl oder wird sich die Partei dauerhaft in Deutschland etablieren können? In vielen anderen europäischen Ländern sind rechte und europaskeptische Parteien schon lange im Parteienspektrum vertreten. In Österreich beispielsweise war die rechte FPÖ bereits an der Regierung beteiligt, in Frankreich ist der „Front National“ bei den letzten Europa- und Regionalwahlen zur drittstärksten politischen Kraft aufgestiegen. Politik-Experten sagen, der Erfolg dieser Parteien liege auch an einer Entfremdung zwischen Teilen der Bevölkerung und dem Establishment. Vollzieht sich solch eine Entwicklung jetzt auch in Deutschland? Wird sich die AfD als politische Kraft etablieren? Und wie zerrüttet ist das Verhältnis zwischen der Politik und den Bürgern? Jörg Schönenborn diskutiert mit seinen Gästen:- Tina Hildebrandt (Die Zeit)- Alexander Kissler (Cicero)- Sabine Schuster (ORF)- Albrecht von Lucke (Blätter für deutsche und internationale Politik)