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Mittwoch, 05. Oktober 2016

Hass und Beschimpfungen werden zum Tag der Deutschen Einheit ausgeschüttet

Die Zeitungsmeldungen einen Tag später reichen von „Dresden hat ein ehrliches Gesicht gezeigt“ (DNN) über eine „gemischte Bilanz“ und bis hin zu „Fratzen“, die unter den „unterschiedlichen Gesichtern“ (Süddeutsche Zeitung) zu sehen waren. Fest steht: Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Dresden waren getrübt – und daran hat nicht allein das Wetter Schuld.

Mittwoch, 21. September 2016

Pegida-Bachmann versucht sein Glück auf Teneriffa

Pegida-Frontmann Lutz Bachmann bestätigte gestern die Gerüchte über seine Aktivitäten auf der spanischen Insel Teneriffa. Derzeit nimmt der 43-Jährige nur sporadisch an den „Spaziergängen“ seiner „Patrioten“ teil. Tatjana Festerling, bis vor wenigen Monaten eine enge Vertraue von Bachmann, hatte die Gerüchteküche mit einem Facebook-Kommentar erneut angeheizt. Die beiden früheren Weggefährten liegen seit Längerem im Dauerclinch.

Dienstag, 18. November 2014

Veranstaltungstipp: Kinoseminare zum NS-Propagandafilm „Kolberg“ in Wismar und Rostock

NS-Propagandaminister Goebbels ordnete "Kolberg" 1943 persönlich an. Mit rund 8,8 Mio. Reichsmark und tausenden Wehrmachtssoldaten als Statisten handelt es sich um den teuersten Film der NS-Zeit. Propagandaziel: "Zu zeigen, daß ein in Heimat und Front geeintes Volk jeden Gegner überwindet." ENDSTATION RECHTS. zeigt den Vorbehaltsfilm am 24. und 25. November 2014.

Sonntag, 19. Januar 2014

Pastörs abgestraft - Ex-Chef Udo Voigt führt NPD in den Europawahlkampf

Paukenschlag auf dem NPD-Bundesparteitag im thüringischen Kirchheim! Der amtierende Bundeschef Udo Pastörs musste bei der Wahl zum Spitzenkandidaten zur Europawahl seinem Rivalen Udo Voigt den Vortritt lassen. Mit einem der folgenden Plätze wollte sich der Schweriner Fraktionsvorsitzende nicht zufrieden geben – er verzichtete komplett. Auch der zuvor als „Störenfried“ aufgetretene bayerische Landeschef Karl Richter fiel bei den Delegierten durch.

Montag, 05. Oktober 2009

Die Abgeordneten der NPD im sächsischen Landtag

Holger Apfel Fraktionsvorsitzender Der konfessionslose gelernte Verlagskaufmann Holger Apfel wurde 1970 in Hildesheim (Niedersachsen) geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Über sein Mitwirken im „Studentenbund Schlesien“ während seiner Schulzeit fand Apfel Kontakt zu den Jungen Nationaldemokraten (JN), deren Mitglied er 1988 wurde. Im selben Jahr trat er auch der NPD bei. Schnell stieg er innerhalb der Partei auf und etablierte sich als Führungsfigur. Bereits vier Jahre nach seinem Eintritt war er stellvertretender Bundesvorsitzender der JN, bis 1994, anschließend ihr Bundesvorsitzender bis 1999.Unter Apfel vergrößerte sich der Einfluss der JN innerhalb der NPD, war es doch Apfels Bestreben, die Partei gegenüber der Neonazi-Szene zu öffnen. Damit gelang es Apfel zeitweilig erfolgreich, der NPD und der JN eine größere Präsenz im öffentlichen Raum zu verschaffen. Dafür nutzte Apfel u.a. öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie die alljährlichen Aufmärsche zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 19. Februar. Unter Apfel beteiligten sich die JN erstmals 1993 an diesen Aufmärschen. In der JN-Publikation "Einheit und Kampf", dessen Herausgeber Apfel zu diesem Zeitpunkt war, forderte er von den JN-Aktivisten ein Selbstverständnis als „politische Soldaten“ ein. Auf einer im November 1998 gehaltenen Rede beim Landeskongress der JN fordert Apfel weiter, dass die Jungen Nationaldemokraten sich an der Wehrmacht und der Waffen-SS als Vorbilder orientieren sollte. Aufgrund seiner rhetorischen und organisatorischen Fähigkeiten machte Apfel auch in der NPD schnell Karriere. Schon 1993 gehörte er zum Parteivorstand. Bei der Wahl Udo Voigts zum neuen NPD-Bundesvorsitzenden 1996 wurde Apfel in den Bundesvorstand gewählt. 2000 wurde Apfel stellvertretender NPD-Bundesvorsitzender. Ziel von Apfels Bestreben war in diesen Jahren weiterhin an seiner Strategie festzuhalten, mit populistischen Wahlkampfkampagnen Protestwähler ohne Verankerung im rechtsextremen Milieu für die NPD zu werben. Bei der Bundestagswahl 2005 kandidierte er erfolglos im Wahlkreis Kamenz - Hoyerswerda - Großenhain, wo er 6,7 Prozent der Erststimmen erzielte. Apfel blieb bis 2009 stellvertretender NPD-Bundesvorsitzender. Parallel zu seiner Karriere in der Bundespartei konnte Apfel auch in Sachsen Erfolge für sich verbuchen. So holte er als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2004 9,2% für die NPD und zog mit weiteren elf Abgeordneten in den Landtag ein. Er wurde von seinen Kollegen anschließend zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte er im Wahlkreis Riesa-Großenhain II und erhielt dort 8,5% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 1) zog Apfel in den Landtag ein und wurde anschließend erneut als Fraktionsvorsitzender einstimmig bestätigt. Er ist Mitglied im Verfassungs-, Rechts- und Europaausschuss, dem Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten und dem Innenausschuss.Zusätzlich wurde er im selben Jahr zum Landesvorsitzenden der NPD Sachsen gewählt, 2011 auf dem Parteitag mit 87,3% als Landesvorsitzender bestätigt. Zwischen 2004 und 2006 war Holger Apfel zudem Dresdner Stadtrat und seit 2008 ist er Mitglied des Kreistages von Meißen. 1996 wurde er Verlagsleiter des in Riesa ansässigen „Deutsche Stimme“-Verlags. 2000 wurde er dort Chefredakteur der Monatszeitung „Deutschen Stimme“. Er blieb bis 2004 beim Verlag, zuletzt als Geschäftsführer.Ab 2003 war er zudem Vorsitzender des erst im April diesen Jahres gegründeten „Nationalen Bündnisses Dresden“, das mittlerweile aufgelöst ist.Er ist verheiratet mit Jasmin Apfel der derzeitigen Geschäftsführerin der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“.Holger Apfels Podiumsreden sind legendär und nicht selten gespickt mit ausländerfeindlichen, rassistischen, antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Provokationen. Zudem beleidigte er wiederholt Abgeordnete anderer Parteien und sorgte für Tumulte im Plenarsaal.Die Liste seiner Eklats ist deswegen lang. 2005 verweigerte die gesamte NPD-Fraktion die Teilnahme an der Gedenkminute für die Opfer des Nationalsozialismus. Geschlossen verließen sie den Plenarsaal. Der nächste Skandal folgte in der sich anschließenden „Aktuellen Stunde“ des Landtags zum 60. Jahrestag der Bombardierung Dresdens. Holger Apfel bezeichnete in seiner Rede das Ende des Zweiten Weltkriegs als „vermeintliche Befreiung Deutschlands“, nannte die Alliierten „Massenmörder“, die „heute drauf und dran [seien], neue Kriege vom Felde zu ziehen“. Der Landtagspräsident schaltete dem NPD-Fraktionschef mit Ende seiner Redezeit das Mikrofon ab, während dieser weiter vom "Massenmord" und von "angloamerikanischen Gangsterkomplizen" sprach. Apfel verglich desweiteren den Holocaust mit der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im Februar 45. 2006 wurde mit einer Mehrheit des Sächsischen Innenausschusses die Immunität von Holger Apfel und seinen Kollegen Winfried Petzold und Klaus-Jürgen Menzel aufgehoben. Hintergrund war ein Strafverfahren wegen Beleidigung. Apfel und Petzold wurde vorgeworfen, die NPD-Aussteiger Matthias Adrian und Jörg Fischer als "Talkshow- und Vortragsnutten" beleidigt zu haben. Die beiden betroffenen Männer erstatteten Anzeige. 2007 sorgte Apfel während einer Debatte zum Zuwanderungsgesetz für einen weiteren Eklat. Er bezeichnete Ausländer als „arrogante Wohlstandsneger“ und sprach von „staatsalimentierten orientalischen Großfamilien“.Apfels feindliche und rassistische Haltung gegenüber Ausländern ist dabei nicht neu, wie der Kontrastebericht vom 22.9.2005 belegt: „Vor dem Hintergrund von real über zehn Millionen Ausländern, meine Kameraden, ist es an der Zeit, unseren ausländischen Mitbürgern endlich alles Gute zu wünschen, vor allem aber eines: eine gute Heimreise."2010 verwies der Landtagspräsidenten Matthias Rößler (CDU) Apfel des Landtags, aufgrund seiner anti-israelischer Äußerungen in einer Debatte. Die NPD brachte den Antrag „Keine Zusammenarbeit mit Schurkenstaaten - sächsisch-israelische Partnerschaft beenden“ auf die Tagesordnung. Das Landtagspräsidium beschloss, Apfel „wegen der besonderen Schwere des Tadels“ für zehn Sitzungstage von Landtags- und Ausschusssitzungen auszuschließen. Der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen bestätigte den Ausschluss am 3. Dezember 2010.Holger Apfel ist einer der markantesten Führungsfiguren der rechtsextremistischen Szene und gilt wegen seiner Aussagen als einer der aggressivsten geistigen Brandstifter der NPD. Nicht zuletzt deshalb wurde er zum Namenspaten für die Satireorganisation „Front Deutscher Äpfel“.Dr. Johannes Müller Stellv. Fraktionsvorsitzender, Parlamentarischer GeschäftsführerDer Arzt Johannes Müller wurde 1969 in Dresden geboren. Er ist geschieden und hat eine Tochter. Müller ist christlich allerdings ohne Kirchenanbindung. Müllers politische Laufbahn begann bei der CDU, welcher er von 1988 bis 1992 angehörte. 1998 trat er in die NPD ein. Zehn Jahre lang, war Müller Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes „Sächsische Schweiz“ von 1999 an. Ebenfalls 1999 wurde Müller Stadtrat in Sebnitz und im selben Jahr wurde er in den Kreisrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gewählt. Beiden Vertretungen gehört er bis heute an. 2004 zog Müller in den Sächsischen Landtag ein, wo er zum stellvertretenden NPD-Fraktionsvorsitzender gewählt wurde. 2006 übernahm er, nach dem Unfalltod von Uwe Leichsenring, die Funktion als Parlamentarischer Geschäftsführer. Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte er im Wahlkreis Sächsische Schweiz II und erhielt dort 11,8% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 2) zog Müller in den Landtag ein und wurde anschließend erneut zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Parlamentarischen Geschäftsführer gewählt. Er ist Mitglied im Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz, dem Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten, dem Bewertungsausschuss, im 1. Untersuchungsausschuss Abfall-Missstands-Enquete und dem Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft.Nach dem Rücktritt von Georg Milbradt 2008 kandidierte Müller für das Amt des sächsischen Ministerpräsidenten. Er erhielt 11 Stimmen und damit drei mehr als NPD-Abgeordnete im Landtag vertreten waren. Der NPD-Fraktion zufolge wäre keine der „zusätzlichen“ Stimmen einem der drei Aussteiger der Partei zuzuordnen. Gemäß internen Spekulationen der NPD, gingen die Landtagsabgeordneten davon aus, dass eine der Stimmen von dem aus der NPD-Fraktion 2006 ausgeschlossenen Menzel stammte.Johannes Müller ist durch seine feste gesellschaftliche Verankerung besonders wichtig für die Außenwirkung der NPD. Er vertritt die bürgerliche Seite der rechtsextremen NPD und fällt wenig durch dumpfe Parolen auf. Neun Jahre lang arbeitete er als Stationsarzt in einer Klinik in der Sächsischen Schweiz und erarbeitete sich damit viel Respekt und Anerkennung, zumal Müller stets verbindlich und freundlich aufzutreten pflegt. Mit dem Nationalsozialismus geht er dennoch offen um und vertritt die Meinung, dass es im Dritten Reich „auch gute Dinge" gab. Trotz seines gutbürgerlichen Auftretens kommt Müllers rechtsideologische Haltung bei Gesprächen und Interviews zum Vorschein. So geschehen im Deutschlandfunk am 23. September 2004: "Es gab zwei personelle Überschneidungen, es gab auch Veranstaltungen, wo SSS-Leute Saalschutz organisiert haben. Ich kenne einige Leute. Sie haben ihre Bewährungsstrafe, sie haben ihre Geldstrafen, und damit muss man den Leuten jetzt auch die Chance geben, sich in die Gesellschaft zu integrieren."Alexander Delle Fraktionsschatzmeister Der gelernte Bankkaufmann Alexander Delle wurde 1973 in Mutlangen (Baden-Württemberg) geboren. Delle hat keine Kinder und ist zurzeit ledig. Alexander Delle trat 1992 der NPD bei. Von 1997 bis 2004 war er Angestellter des „Deutsche Stimme“-Verlags. 1998 wurde er zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten gewählt und erhielt 2000 das Amt des Bundesgeschäftsführers. Delle leitet vor allem die Jugendarbeit in der NPD. Sein Ziel ist es, Jugendzentren für „nationale Deutsche“ zu fördern, um der Abwanderung in die alten Bundesländer entgegenzuwirken und gleichsam Jugendliche an die JN und die NPD zu binden.Von 2002 bis 2009 war Delle Mitglied des Bundesvorstands, seit 2002 ist er Mitglied im Landesvorstand der NPD in Sachsen. 2004 zog er in den sächsischen Landtag ein. Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte er im Wahlkreis Meißen I und erhielt dort 8,5% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 6) zog Delle in den Landtag ein und wurde anschließend zum Fraktionsschatzmeister gewählt. Er ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, stellvertretendes Mitglied im 2. Untersuchungsausschuss kriminelle und korruptive Netzwerke in Sachsen und stellvertretendes Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss.Jürgen Werner GanselDer Historiker Jürgen Werner Gansel wurde 1974 in Opladen (Nordrhein-Westfalen) geboren. Er ist konfessionslos und zurzeit ledig. Von 1989 bis 1993 war Gansel Mitglied der Jungen Union und der CDU. Nach seiner Abkehr von der CDU wurde Gansel als Student aktiv in der rechtsextremis-tischen Szene und nahm mehrfach an Demonstrationen der NPD und der Freien Kameradschaften teil. So schloss er sich z. B. 1997 in Marburg einer Demonstration der militanten neonazistischen „Sauerländer Aktionsfront“ an.1994 wurde Gansel Mitglied im „Bund freier Bürger“ einer rechtspopulistischen Kleinpartei, welche sich 2000 auflöste. Von 1995 bis 1997 war er Funktionär der „Jungen Landsmannschaft Ostpreußen“; ebenfalls eine rechtsextremistische Vereinigung, diese seit 2006 „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland“ heißt.1998 trat Gansel in die NPD ein. In der Folgezeit stieg er zum stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden in Hessen auf und er übernahm dort die Rolle des Schulungsleiters der Jungen Nationaldemokraten(JN). Seit 2002 ist Gansel Mitglied im NPD-Bundesvorstand. 2004 zog er über die Landesliste der NPD in den Sächsischen Landtag ein. 2008 wurde Gansel Mitglied des Kreistages Meißen und gehört seit 2009 dem Stadtrat in Riesa an.Im selben Jahr wurde Gansel Opfer eines tätlichen Angriffs von Peter Naumann, in dessen Folge letzterer aus der NPD-Fraktion ausgeschlossen wurde. Den Schlägen war eine hitzige Diskussion in einer "politischen Streitfrage" vorausgegangen, so die NPD-Landtagsfraktion. Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte er im Wahlkreis Riesa-Großenhain I und erhielt dort 7,9% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 4) zog Gansel in den Landtag ein. Er ist Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien, im Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten, im Petitionsausschuss, im 2. Untersuchungsausschuss kriminelle und korruptive Netzwerke in Sachsen und im Ausschuss für Schule und Sport.Gansel ist neben seiner Arbeit für die NPD und die JN in der rechtsextremistischen Szene aktiv. Während seines Studiums war er aktives Mitglied des „Nationaldemokratischen Hochschulbundes“.Von 2000 bis 2001 war Jürgen W. Gansel Chefredakteur des rechtsextremen Periodikums „Deutsche Geschichte“. Diesem Werk wird vorgeworfen, deutsche Geschichte verklärend darzustellen. Von 2001 bis 2004 war er Schriftleiter der Parteizeitung „Deutsche Stimme“. Gansel ist ebenfalls Mitglied in der neonazistischen „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“, die vor kurzem durch Bundesinnenminister Friedrich verboten wurde.Gansel ist als Historiker das intellektuelle Aushängeschild der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Mit der "Dresdner Schule" versuchte Gansel 2005 eine eigene Denkschule zu begründen, welche dem Rassen- und Nationenwahn der NPD als ein intellektuelles Fundament dienen sollte. Als Beispiel und Feindbild zugleich diente ihm die von Max Horkheimer und Theodor Adorno gegründete „Frankfurter Schule“. Die Quelle allen Übels, nämlich die „scheinhumanitären Forderungen“ nach Demokratisierung und Emanzipation, sieht die NPD in der legendären und weltweit bekannten „Frankfurter Schule“. Dieser Institution wollte die NPD mit ihrer „Dresdner Schule“ intellektuell Parole bieten. Nach dem gescheiterten Anlauf die „Dresdner Schule“ zu etablieren ist diese nicht mehr Thema im NPD-Wahlprogramm. In seiner Erklärung vom 05.05.2005 beschrieb Jürgen Gansel Inhalt und Wesen seiner Denkschule. Die „Frankfurter Giftküche … zielte auf die radikale Umgestaltung und absichtsvolle Zerstörung des deutschen Gemeinschaftslebens. Verbrämt mit scheinhumanitären Forderungen nach "Demokratisierung"…“eine ganze Studentengeneration mit ihrem Ideologiefraß zu füttern, ja fast zu mästen.“ „Ein Hauptanliegen der Frankfurter Schule war es, die Deutschen durch eine irrwitzige Vergangenheitsbewältigung zu neurotisieren und ihres geschichtlichen Erbes zu entfremden. Sie sollten zu identitätskastrierten Gegenwartskrüppeln ohne (positive) Vergangenheit und damit auch ohne Zukunft gemacht werden.“ „Politik, die zu multiethnischen Zuständen führt, ist verbrecherisch, weil sie den Weg in den Ethnosuizid ebnet und den Deutschen ihr Heimatrecht im angestammten Lebensraum abspricht. [...] Am Ende dieser planvollen Multikulturalisierung steht eine Masse von ethno-kulturellen Kastraten, die zu einer erbärmlichen Existenz als Wanderer zwischen den Welten verdammt sind.""Die Ideologen des Multikulturalismus fördern mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die massive Landnahme durch kultur- und rassefremde Menschen, die die Deutschen zu den Indianern des 21. Jahrhunderts machen wird." „Außerdem sehen wir, dass Amerika die ganze Welt in ein postnationales Disney-Land mit infantilisierten Konsumidioten verwandeln will.“ Im Verfassungsschutzbericht 2005 wird die „Dresdner Schule“ kurz erwähnt allerdings als wenig bedrohlich angesehen. Diese Einschätzung der Experten erwies sich als richtig, da Gansels Vorhaben an mangelndem Interesse und finanziellen Schwierigkeiten früh scheiterte. Die Liste der Skandale des Jürgen Gansel gehen weit über die Zusammenhänge mit der „Dresdner Schule“ hinaus.Landtagsdebatte am 21.Januar 2005:"Der Bomben-Holocaust von Dresden steht ursächlich weder im Zusammenhang mit dem 1. September 1939 noch mit dem 30. Januar 1933. Die Pläne zur Vernichtung des Deutschen Reiches existierten nämlich schon lange, bevor in Versailles der erste Nationalsozialist geboren wurde."Am 6. Oktober 2009 hetzte Gansel in einem Internetbeitrag gegen Juden und bezeichnete sie als Verursacher der derzeitigen Wirtschaftskrise. Gansel: „Alan Greenberg, Aufsichtsrat von Bear Stearns, und Lloyd Blankfein, Vorstandsvorsitzender von Goldman Sachs, vertrauten auf ihr jüdisches Sonderverhältnis zum Geld und gaben gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit die Parole ‚alles koscher‘ aus“.Winfried PetzoldDer gelernte Monteur für Aufzugsanlagen Winfried Petzold wurde 1943 in Breslau (Schlesien) geboren. Er ist verheiratet und hat ein Kind. 1989 trat Winfried Petzold den Republikanern bei. Von 1991 bis 1993 war er ihr Landesvorsitzender in Sachsen. 1995 folgte sein Wechsel in die NPD. In der sächsischen NPD war er von 1998 bis 2009 als Landesvorsitzender tätig, seit 2009 ist er ihr Ehrenvorsitzender. Mitglied des Sächsischen Landtags wurde Petzold das erste Mal 2004. Bei der Bundestagswahl 2005 kandidierte er erfolglos im Wahlkreis Chemnitz, er bekam 2,9% der Erstimmen. Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte er im Wahlkreis Leipzig V und erhielt dort 5,9% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 3) zog Petzold in den Landtag ein. Er ist Mitglied im Bewertungsausschuss, im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft, im Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien und im Innenausschuss. Zudem ist Petzold stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss, im Innenausschuss, im Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz, im Verfassungs-, Rechts- und Europaausschuss und beratendes Mitglied im Wahlprüfungsausschuss.2006 wurde mit einer Mehrheit des Sächsischen Innenausschusses die Immunität von Winfried Petzold und seinen Kollegen Holger Apfel und Klaus-Jürgen Menzel aufgehoben. Hintergrund war ein Strafverfahren wegen Beleidigung der beiden NPD-Aussteiger Matthias Adrian und Jörg Fischer als "Talkshow- und Vortragsnutten". Mit seinen diskriminierenden Aussagen zu Ausländern und Parolen wie "Alles für Deutschland, alles für das Reich" geriet Petzold bereits vor Jahren ins Blickfeld des Verfassungsschutzes. Einen weiteren Einblick in seine Vorstellung von Recht und Ordnung gab Petzold ebenfalls in einer Ausgabe der "Deutschen Stimme" aus dem Jahr 2000: "Zukünftig kann und darf die Partei auf das bewährte Kampfmittel der Demonstration nicht verzichten. Wenn die Medien und das korrupt-verkommende Regime gegen uns hetzen, dann gibt es nur ein Gegenmittel: Die Wut auf die Straße tragen! 'Jugend will marschieren', heißt es in einem alten deutschen Lied. Geben wir der deutschen Jugend die Möglichkeit zu Protest und Widerstand." "Der zweifellos bevorstehende Endkampf bedarf gut geschulter politischer Soldaten, die aus voller Überzeugung bereit sind, im Notfall alles zu opfern, ja das Letzte zu geben. Festigen wir unsere Reihen, bauen wir die Bewegung zu einer Festung aus!"Gitta SchüßlerDie gelernte Buchhändlerin und ehemals selbstständige Unternehmerin Gitta Schüßler wurde 1961 in Chemnitz geboren. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Gitta Schüßler ist seit 2002 NPD-Mitglied. 2004 zog sie als einzige NPD-Frau in den Sächsischen Landtag ein und vermittelt innerhalb der Fraktion als Mutter und Großmutter das perfekte Bild einer nationalen Frau. Sie bekleidet den Posten der familienpolitischen Sprecherin der NPD-Fraktion.Sie kandidierte erfolglos bei der Bundestagswahl 2005 für den Wahlkreis Bundestags-wahlkreis Chemnitzer Land - Stollberg, wo sie 5,0% der Direktstimmen errang. 2006 war die konfessionslose Schüßler Mitbegründerin des „Rings nationaler Frauen“, der als Unterorganisation der NPD fungiert und politisches Sprachrohr für nationale Frauen sein will. Von 2006 bis 2009 war sie dessen Bundessprecherin. Seit 2008 ist sie Kreisrätin im Landkreis Zwickau. Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte sie im Wahlkreis Zwickauer Land II und erhielt dort 5,0% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 5) zog Schüßler in den Landtag ein. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Schule und Sport, im Petitionsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz. Schüßler bekleidet zurzeit neben ihrem Landtagsmandat auch den Posten als Schatzmeisterin und Geschäftsführerin der NPD im Kreisverband Zwickau-Westsachsen.Um den "mittelfristigen Volkstod" der Deutschen abzuwenden, setzt sich Schüßler dafür ein, das Kindergeld für deutsche Familien auf 500 Euro heraufzusetzen. Dies wäre durch die Streichung des Kindergelds von Migrantenfamilien bezahlbar, so Schüßler. Das nötige Geld für die Sicherung der "Volksgesundheit" sollte man laut Schüßler durch die Streichung von Ausländerbeauftragten und homosexuellen Selbsthilfegruppen aufbringen.Arne SchimmerDer Diplom-Ökonom Arne Schimmer wurde 1973 in München geboren. Er ist konfessionslos und zurzeit ledig. Arne Schimmer war zuerst Mitglied in der Burschenschaft „Dresdensia-Rugia“. Diese wurde bereits in der Vergangenheit immer wieder in Verbindung mit der revisionistischen und rechtsextremen Szene gebracht; einschließlich Kontakten zur NPD. Seit 1998 ist Schimmer Mitglied der NPD. Er war zwischen 1998 und 2000 Mitglied im Bundesvorstand der NPD-Parteiorganisation. Von 1999 bis 2000 war Schimmer als Bundesvorstand tätig im „Nationaldemokratischen Hochschulbund“. 2004 erhielt er nachdem Einzug der NPD in den sächsischen Landtag eine Anstellung als parlamentarischer Berater, wurde zuletzt zu ihrem Pressesprecher befördert. Seit 2007 ist er Mitglied des sächsischen NPD-Landesvorstandes. Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte er im Wahlkreis Dresden I und erhielt dort 3,7% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 8) zog Schimmer in den Landtag ein. Er ist Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss und 2. Untersuchungsausschuss kriminelle und korruptive Netzwerke in Sachsen. Zudem ist Schimmer stellvertretendes Mitglied im 1. Untersuchungsausschuss Abfall-Missstands-Enquete, dem Bewertungsausschuss, im 1. Untersuchungsausschuss Abfall-Missstands-Enquete, im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und im Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien.Schimmer war für verschiedene rechtsextreme Zeitungen tätig, u. a. schrieb er Artikel für die NPD nahen Zeitungen “Deutsche Stimme“ sowie in der „Jungen Freiheit“. Er verfasste vor allem Texte zu wirtschaftspolitischen Angelegenheiten. Seit 2009 ist Schimmer Chefredakteur der vom "Bildungswerk für Heimat und nationale Identität" herausgegebenen Zeitschrift "Hier & Jetzt". Andreas StorrDer gelernte Bankkaufmann und Bilanzbuchhalter Andreas Storr wurde 1968 in Berlin geboren. Er ist evangelisch und zurzeit ledig.Mit 18 Jahren trat Andreas Storr Mitglied den Jungen Nationaldemokraten(JN) bei. Zur selben Zeit wurde er im „Gesamtdeutschen Studentenverband“ im „Bund Heimattreuer Jugend“ und im „Nationaldemokratischen Hochschulbund“ aktiv. Anfang der 1990er-Jahre war Storr Mitglied der rechtsextremen Partei „Die Nationalen“. Er gab die „Nationalen Nachrichten“, eine Wahlkampfzeitung der Partei anlässlich der Berliner Abgeordnetenhauswahlen von 1992 heraus. Storr war ab 1992 zwei Jahre lang Landesvorsitzender der JN-Berlin, danach JN-Bundesvorsitzender. Storr meldete in dieser Zeit mehrere Neonazi-Aufmärsche an, so z. B. 1996 in Berlin-Marzahn oder 1997 in Berlin-Hellersdorf. Zudem trat er als Redner bei Demonstrationen auf, wie 2000 bei dem NPD-Aufmarsch gegen das Holocaust-Mahnmal. Gleichzeitig war Storr in der militanten Neonaziszene der Freien Kameradschaften aktiv, so z. B. im Führungskader der „Kameradschaft Marzahn“. Mitte der 1990er trat Strorr der NPD bei. Er brachte es zum Mitglied des NPD-Bezirksverbandes Berlin, NPD-Landesvorsitzenden in Berlin und belegte den ersten Platz in der Liste der NPD bei Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus.Bei der Bundestagswahl 2005 trat Storr für die NPD als Direktkandidat im Wahlkreis Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf an und erhielt 0,8% der Direktstimmen. Zwischen 2006 und 2009 war Storr Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Seit 2007 ist Storr Mitglied des NPD-Landesvorstandes Sachsen, seit 2008 zudem Kreisrat des Landkreises Görlitz und Stadtrat von Görlitz. Außerdem ist er als Schatzmeister des „Bildungswerkes für Heimat und nationale Identität e. V.“ tätig.Bei der Landtagswahl 2009 kandidierte er im Wahlkreis Görlitz und erhielt dort 7,5% der Stimmen. Über die Landesliste der NPD (Platz 7) zog Storr in den Landtag ein. Er ist Mitglied im Innenausschuss, im 1. Untersuchungsausschuss Abfall-Missstands-Enquete und in der Enquete-Kommission "Strategien für eine zukunftsorientierte Technologie- und Innovationspolitik im Freistaat Sachsen". Zudem ist Storr stellvertretendesMitglied im Haushalts- und Finanzausschuss, im Verfassungs-, Rechts- und Europaausschuss, im Ausschuss für Schule und Sport, im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft. Stand 10/2011