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Mittwoch, 30. Dezember 2015

NS-Propaganda im bundesdeutschen Rechtsextremismus

Der "Lassaner Bote" ist eine mehrmals im Jahr erscheinende Flugschrift örtlicher neonazistischer "freier Kameradschaften" in Mecklenburg-Vorpommern, die ihrerseits vielfältige Verbindungen zur dortigen NPD aufweisen. Das Blättchen wird kostenlos über Briefkästen verteilt. Es verbirgt seinen rechtsextremen Hintergrund nicht, ist aber auf Breitenwirkung angelegt und relativ seriös gestaltet. Das Sommerheft 2015 thematisiert fast ausschließlich das, was im neonazistischen und rechtsextremen Lager als "Überfremdung" und "Volkstod" bezeichnet wird. Der Politik wird in verschiedenen Beiträgen vorgeworfen, Deutsche zu vertreiben und deutschen Familien zu schaden, andererseits aber den Zuzug von Asylbewerbern und anderen Einwanderern zu befördern. Unter anderem wird ein Foto gezeigt, laut Bildunterschrift eine "Mauerparole in Berlin im Mai 1945" mit dem Text "Wir kämpfen für die Zukunft unserer Kinder!" Ein weiterer Beitrag thematisiert den Geburtenrückgang. Daneben steht ein Textkasten folgenden Inhalts: "Die Arbeit ehrt die Frau und den Mann. Das Kind adelt die Mutter."

Freitag, 08. August 2014

268 Neonazis auf der Flucht

Laut einer aktuellen Auskunft der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion werden derzeit in Deutschland 268 Neonazis per Haftbefehl gesucht. 55 Haftbefehlen liegen Gewaltdelikte zugrunde – die Szene hat nichts von ihrer Gefährlichkeit verloren. Derweil denken die Kader der extremen Rechten um: Groß-Demonstrationen gehören der Vergangenheit an, kleinere Kundgebungen bestimmen das Bild. Diese Entwicklung dürfte auch dem gestiegenen zivilgesellschaftlichen Engagement geschuldet sein.

Dienstag, 29. Juli 2014

Bad Nenndorf 2014: Bündnisse wollen Neonazis zum zweiten Mal in Folge die Suppe versalzen

Nachdem ihr Aufmarsch im letzten Jahr verhindert worden war, unternimmt die Neonazi-Szene an diesem Wochenende einen neuen Anlauf, in Bad Nenndorf zu „trauern“. Die Polizei erwartet gut 300 Geschichtsklitterer, die auf zahlreiche Gegenaktionen treffen werden. Der zivilgesellschaftliche Widerstand dürfte deren Frust- und Aggressionspegel erneut nach oben treiben – einen Vorgeschmack lieferte ein mit mehreren Hakenkreuzen beschmiertes jüdisches Mahnmal.

Montag, 16. September 2013

Neonazi-Hetzrede: "... der verdient den Knüppel!"

Reden von Neonazis sind oftmals gespickt mit Andeutungen von Gewalt. Für Medien gibt es in der Regel keinen Anlass, solchen Hetzrednern durch die Veröffentlichung ihrer Sprüche ein Forum zu bieten. Manchmal jedoch sind diese Reden so exemplarisch für die Geisteshaltung in der rechten Szene, dass es Gründe gibt, die Propaganda öffentlich zu machen. Der NDR veröffentlichte jetzt eine Rede des bekannten Neonazi-Kaders Dieter Riefling, die er während des "Trauermarsches" in Bad Nenndorf am 3. August behalten hat. Laut dem Berliner Rechtsextremismus-Experten Hajo Funke sei diese Form der Agitation nicht anderes als "Prä-Terror".

Montag, 05. August 2013

Hass und Gewalt begleiten gescheiterte Neonazi-Aufmärsche

Im Schatten des gescheiterten Neonazi-Aufmarsches von Bad Nenndorf versuchte die brandenburgische NPD, Stimmung gegen Asylbewerber zu machen. Noch bevor die eigentlichen Kundgebungen beginnen konnten, löste die Polizei die Versammlung auf: NPD-Anhänger hatten zuvor Gegendemonstranten mit Pfefferspray und Fahnenstangen angegriffen. Es gab vier Verletzte. In Niedersachsen attackierten frustrierte Neonazis einen Journalisten. 

Mittwoch, 24. April 2013

Der braune Musiksommer beginnt in Thüringen: Neonazi-Feier mit „Sleipnir“ und „Words of Anger“

Der Sommer naht und damit die Open Air-Saison. Wie in den letzten Jahren wollen auch Neonazis ihr Stück von diesem Kuchen abbekommen. Den Anfang macht in knapp drei Wochen der von dem Neonazi Thorsten Heise organisierte „Eichsfeldtag“. Neben den Rechtsrock-Bands „Sleipnir“ und „Words of Anger“ wird in der thüringischen Provinz der ehemalige NPD-Chef Udo Voigt erwartet.

Donnerstag, 01. November 2012

Ein Jahr Aussteigerhilfe Bayern – Rückblick, Analyse, Perspektive

Vor genau einem Jahr, am 1. November 2011, gründete sich der „Verein zur Bewältigung neonazistischen Gedankenguts und zur Förderung einer toleranten Gesellschaft- Aussteigerhilfe Bayern e.V.“. So richtig wusste niemand, was aus diesem Projekt wird. Aus der Zivilgesellschaft eine Hilfsorganisation für Aussteiger*innen aus der rechten Szene anzubieten und durch öffentliche Aufklärungsarbeit und inhaltliche Auseinandersetzung zu den bisherigen vermeintlichen Hauptinformanten, nämlich V-Leuten, eine echte Alternative zu werden – damit hat man sich viel vorgenommen. Zeit für eine Bilanz.