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Mittwoch, 30. Dezember 2015

NS-Propaganda im bundesdeutschen Rechtsextremismus

Der "Lassaner Bote" ist eine mehrmals im Jahr erscheinende Flugschrift örtlicher neonazistischer "freier Kameradschaften" in Mecklenburg-Vorpommern, die ihrerseits vielfältige Verbindungen zur dortigen NPD aufweisen. Das Blättchen wird kostenlos über Briefkästen verteilt. Es verbirgt seinen rechtsextremen Hintergrund nicht, ist aber auf Breitenwirkung angelegt und relativ seriös gestaltet. Das Sommerheft 2015 thematisiert fast ausschließlich das, was im neonazistischen und rechtsextremen Lager als "Überfremdung" und "Volkstod" bezeichnet wird. Der Politik wird in verschiedenen Beiträgen vorgeworfen, Deutsche zu vertreiben und deutschen Familien zu schaden, andererseits aber den Zuzug von Asylbewerbern und anderen Einwanderern zu befördern. Unter anderem wird ein Foto gezeigt, laut Bildunterschrift eine "Mauerparole in Berlin im Mai 1945" mit dem Text "Wir kämpfen für die Zukunft unserer Kinder!" Ein weiterer Beitrag thematisiert den Geburtenrückgang. Daneben steht ein Textkasten folgenden Inhalts: "Die Arbeit ehrt die Frau und den Mann. Das Kind adelt die Mutter."

Dienstag, 16. September 2014

Gastronomen gegen Neonazis: „Wir servieren Zivilcourage“

Was an vielen Supermärkten und Einkaufsläden in den Städten dieses Landes auf Schildern in den Schaufenstern und Türen steht und auf unsere meist vierbeinigen Freunde abzielt, ist nun auch in Magdeburg für Rassisten und Neonazis pure Realität. In einer Initiative unter dem Motto „Wir servieren Zivilcourage“ schlossen sich mehrere Magdeburger Gastronomen zusammen und zeigen offen, dass Rassisten und Neonazis in ihren Läden nicht bedient werden. ENDSTATION RECHTS. sprach mit den Initiatoren der Aktion und wollte wissen, wie es dazu kam.

Dienstag, 12. August 2014

Bildung einer kriminellen Vereinigung: Früherer Die Rechte-Spitzenkader angeklagt

Sie zählen zu den gewaltbereiten Neonazi-Gruppierungen in Baden-Württemberg – die „Autonomen Nationalisten Göppingen“. Gegen vier ihrer Aktivisten hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage erhoben. Ihnen wird u. a. die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Unter den Angeklagten ist auch der frühere Landeschef der Splitterpartei Die Rechte, Daniel Reusch. Bei einer Verurteilung drohen den Neonazis bis zu fünf Jahren Haft.

Sonntag, 01. Juni 2014

Pleite für NPD-„Aushilfsvorsitzenden“ Pastörs: Kreisverband Hamburg kippt „Steiner“-Wulff-Entmachtung

„Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“ – Dieses Motto scheint zumindest in der rechtsextremen NPD momentan nicht zu gelten. Nach diversen „Abgängen“ an politischem Personal spitzte sich zuletzt der Streit zwischen dem radikalen Kameradschaftler Thomas „Steiner“ Wulff und dem NPD-Bundesvorstand zu. Ein Beschluss zur Amtsenthebung des Parteivorstandes wurde durch ein Schiedsgericht der NPD in Hamburg zunichte gemacht. Wulff jubelt. Eine politische Niederlage für NPD-„Bundesführer“ Pastörs.

Sonntag, 25. Mai 2014

Die NPD zwischen Imagewunsch und Realität

In der neuen Folge (Sonntag ab 18.18 Uhr auf dem YouTube-Kanal von timbox TV zu finden) berichtet Christian Ernst Weißgerber über Gedanken und Wunschvorstellungen zu Utopie und Staatsumsturz in der NPD und bei den Autonomen Nationalisten. Die NPD gibt sich als bürgerlich-demokratische Volkspartei, die Familie und Vaterland unterstützen will. Unter dem Vorwand auf demokratische Missstände hinweisen und so das politische System verändern zu wollen, will sie paradoxerweise demokratische Mittel benutzen, um Demokratie abzuschaffen, die auf Freiheit, Gleichheit, Gemeinschaftlichkeit aller Menschen basieren muss, nicht auf Ausschluss, Rassismus und Ungleichwertigkeit. Dabei spielt die NPD ein doppeltes Spiel: Das Parteiensystem wird bewusst genutzt, um Gelder zu akquirieren und weitere ’Nationaldemokraten’ zu gewinnen, wobei zugleich der Untergrund der freien Kameradschaften oder auch autonom-nationalistische Zellen unterstützt werden. Der bürgerliche Anstrich und die vermeintliche Volksnähe, die sich die NPD gerne auf die Fahnen schreibt, darf dabei nicht täuschen: Das Parteiprogramm basiert auf der Vision einer nationalen Revolution mit der Möglichkeit, Menschen, die ihrer Vorstellung nicht entsprechen, ausweisen und abschieben zu können. Die Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen bis rechtsextremen Parteien wie AfD und NPD ist zur bevorstehenden Europawahl aktuell wie nie. In Zeiten von Krisen und Unsicherheiten verschiedenster Art klingen vermeintlich einfache und schnelle Lösungen, laut und im Zwirn vorgetragen, für viele immer noch am besten. Die Strategien, Politik auf den Existenzängsten der Menschen basieren zu lassen, erweisen sich einmal mehr als bedrohlich zeitlos und führen uns vor Augen, dass es auch im 21. Jahrhundert auf jede(n) einzelne(n) mündige(n) BürgerIn ankommt. In diesem Sinne: Geht wählen, sonst entscheiden in Europa irgendwann ScheindemokratInnen und Neonazis für Euch!Ausstieg Das letzte Video – Teil 5: Rechte Frauenbilder & Genderproblematik

Mittwoch, 07. Mai 2014

„`Deutschland den Deutschen - Ausländer raus!´ – Das ist noch heute die Quintessenz nationaler Politik“

In der Neonazi-Szene Thüringens war er jahrelang aktiv: als Kameradschafts-Kader, Mitglied einer Rechtsrock-Band und später bei den Autonomen Nationalisten. Nach ersten Zweifeln machte Christian Ernst Weißgerber seinen Ausstieg später öffentlich und berichtet derzeit anhand einer YouTube-Serie aus dem Innenleben der rechtsextremen Szene. Wir haben uns mit dem ehemaligen Neonazi über seine Vergangenheit und aktuelle Themen wie die Montagsdemos unterhalten.