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Gerichtsverfahren setzen Holocaustleugnern zu

Holocaustleugner bedienen sich vieler Medien, um ihre geschichtsrevisionistischen Thesen unter „das Volk“ zu bringen. Die Zeitschrift „Stimme des Reiches“ stand zuletzt immer wieder auf dem Zettel der Behörden. Für eine der Autorinnen, Ursula Haverbeck, könnte es eng werden – gegen sie laufen offensichtlich drei Ermittlungsverfahren.

Notorischer Holocaust-Leugner muss ins Gefängnis

Wieder einmal konnte der Szeneanwalt Wolfram Nahrath einen seiner Mandanten nicht vor einer Verurteilung bewahren. Arnold Höfs, pensionierter Steuerberater und bekannter Holocaust-Leugner, muss wegen Volksverhetzung für zehn Monate hinter Gitter. Das entschied gestern das Landgericht Hannover.

Vier Monate Haft für Holocaustleugner

Das Amtsgericht Springe hat den 72-jährigen Arnold Höfs zu vier Monaten wegen Volksverhetzung verurteilt.In etwa 100 Briefen an Behörden und Medien hatte Höfs den Mord an den europäischen Juden geleugnet, so das Internetportal „redok“.In den Briefen hätte Höfs behauptet, dass die Schilderungen des Holocausts in den USA nur für Geldsammel-Kampagnen genutzt worden seien, aber nicht historischen Tatsachen entsprächen. Neben vier Monaten Haft müsse Höfs eine Geldstrafe von 1.500 Euro an die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten und die Gedenkstätte Bergen-Belsen zahlen.Höfs war amtierender Schatzmeister des von Horst Mahler ins Leben gerufenen „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“. Dieser wurde im Mai 2008 zusammen mit dem „Collegium Humanum“ vom Bundesinnenminister verboten worden. Bei einer Hausdurchsuchung im Anschluss an das „Collegium Humanum“-Verbot wurde das Beweismaterial für die jetzige Verurteilung sichergestellt.