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Samstag, 22. Juni 2013

Geschichte und Gegenwart rechtsextremistischer Gewalt

Die Fachjournalisten Andrea Röpke und Andreas Speit legen mit „Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland“ eine Gesamtdarstellung sowohl zur historischen Entwicklung des Rechtsterrorismus wie zum aktuellen Wissen um die NSU-Serienmorde vor. Die Beiträge des Sammelbandes beeindrucken durch akribische Faktenkenntnis und genaue Recherche, ihnen fehlt aber mitunter eine stärker analytische Dimension zur Einordnung der geschilderten Ereignisse. 

Montag, 22. April 2013

Rechtsextremismus in Europa – eine journalistische Darstellung

Der Sozialpädagoge Martin Langebach und der Journalist Andreas Speit legen mit „Europas radikale Rechte. Bewegungen und Parteien auf Straßen und in Parlamenten“ eine Art Reisebericht über Eindrücke vom Rechtsextremismus in unterschiedlichen Ländern vor. Durch die journalistische Darstellung erhält man einen anschaulichen Eindruck von den verschiedenen Facetten dieses politischen Phänomens, an analytischen Betrachtungen im näheren Sinne mangelt es dem doch überwiegend rein beschreibend gehaltenen Buch indessen.

Montag, 28. Januar 2013

Wie belastbar ist die Demokratie? - NPD zwischen Duldung und Verbot

Die Diskussion über ein NPD-Verbot ist seit der Aufdeckung der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) neu entflammt. Die Bundesländer sind entschlossen, einen zweiten Versuch zu wagen. Doch es gibt auch Gegenstimmen. Eines jedenfalls scheint sicher: Die braune Gefahr wurde unterschätzt. Die Mordserie der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) hat das Thema Rechtsextremismus wieder in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. Denn eines scheint sicher: Die braune Gefahr wurde unterschätzt. Nicht nur in Ost-, auch in Westdeutschland sind Neonazis auf dem Vormarsch. Überall versuchen sie, vor allem Jugendliche für ihre menschenverachtende Ideologie zu gewinnen, unterwandern das Vereinsleben, organisieren Kinderfreizeiten und Rockkonzerte. Längst zeugen Hakenkreuzschmierereien auf Schulhöfen, rassistische Pöbeleien in den Fußballstadien und Aufmärsche der Szene von der Durchdringung des Alltags mit rechtem Gedankengut. Haben wir zu lange weggeschaut, statt dem braunen Mob die Stirn zu bieten? Wie groß ist das Potenzial an Zustimmung zu rechtspopulistischen und rassistischen Positionen?Auch die Diskussion über ein Verbot der NPD ist seit der Aufdeckung der NSU neu entflammt. Die Bundesländer sind entschlossen, einen zweiten Versuch zu wagen. Doch es gibt Gegenstimmen. Während die einen darauf beharren, dass eine Partei, die elementare Grundwerte unserer Verfassung negiert, verboten werden sollte, sind andere der Meinung, dass Demokratie ihre Feinde aushalten muss. Über Sinn und Unsinn eines NPD-Verbots, über die Strukturen der rechten Szene und die Notwendigkeit, dem Rechtsextremismus entschieden entgegenzutreten, darüber diskutierte Holger Noltze im West ART Talk mit seinen Gästen:Mely KiyakIn zahlreichen Artikeln hat die Journalistin und Autorin des NSU-Watchblogs die Ereignisse um die rechtsextreme Terrorzelle und den Umgang mit dem Rechtsextremismus kritisch begleitet.Thomas Kuban"Wenn die NPD verboten würde, bräuchte die Szene einige Jahre, um sich neu zu organisieren", sagt der Journalist. Er hat jahrelang undercover in Neonazi-Kreisen recherchiert.Birgit LohmeyerDie Schriftstellerin, die sich gemeinsam mit ihrem Mann aktiv gegen Rechtsextremismus engagiert, befürwortet ein Verbot der NPD.Horst MeierDer Autor und Jurist sieht in der NPD keine Gefahr für unsere Demokratie. Er lehnt ein Verbot der Partei ab.Andreas SpeitDer Journalist und Autor hat zusammen mit Andrea Röpke zahlreiche Bücher zum Thema Rechtsextremismus in Deutschland veröffentlicht. Die rund 80-minütige Sendung kann in der WDR-Mediathek gesehen werden.