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Mittwoch, 18. September 2013

„Der Prozess - Adolf Eichmann vor Gericht“ – Eine Ausstellung erinnert an die juristische Aufarbeitung des Holocaust

In der an den Erfolgen des Wirtschaftswachstums berauschten Bundesrepublik dauerte es bis zum Beginn der 1960er Jahre, bis mehrere Strafverfahren ein breites Interesse am Genozid weckten. Das bedeutendste betraf Adolf Eichmann, der sich einem Prozess in Israel stellen musste. Im Kölner NS-Dokumentationszentrum beschäftigt sich noch bis Oktober eine Ausstellung mit der Gerichtsverhandlung.

Mittwoch, 09. Januar 2013

Kinotipp: Hannah Arendt

1961 reist sie als Reporterin nach Jerusalem, um dort über den Eichmann-Prozess zu berichten. Anhand ihrer Aufzeichnungen entsteht ihr umstrittenes Werk „Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen“, für das sie viel Ächtung erfährt. Ab morgen ist der Film "Hannah Arendt" im Kino zu sehen. Als Hannah Arendt (Barbara Sukowa) 1961 in Jerusalem den Gerichtssaal betritt, um für den renommierten The New Yorker über den Prozess gegen den Nazi-Verbrecher Adolf Eichmann zu berichten, erwartet sie, auf ein Monster zu treffen. Stattdessen erlebt sie einen Niemand. Die geistlose Mittelmäßigkeit Eichmanns passt nicht zum abgrundtief Bösen seiner Taten. Dieser Widerspruch beschäftigt Hannah Arendt sehr. Zurück in New York liest sie hunderte Prozessakten, recherchiert, diskutiert mit ihrem Mann Heinrich Blücher (Axel Milberg) und ihren Freunden. Ab Februar 1963 erscheint unter dem Titel „Eichmann in Jerusalem“ ihre Artikelserie im The New Yorker.Die Reaktionen sind verheerend und niederschmetternd. Hannah Arendt wird geächtet, angefeindet, verliert lebenslange Freunde. Das Unverständnis einiger ihrer Freunde trifft sie hart, weniger die Hetzkampagnen, die zahlreiche Medien entfachen. Dennoch bleibt sie konsequent bei ihrer Haltung, sie kämpft und scheut keine Auseinandersetzung, wenn es um für sie so wichtige Themen wie Totalitarismus und Macht geht. Denn sie will verstehen. Auch wenn das bedeutet, „dahin zu denken, wo es weh tut“.Vorabberichte des NDR und der Welt zum neuen Film.

Donnerstag, 06. Mai 2010

TV-Tipp: Jagd auf Hitlers Helfer

Vor fast genau 50 Jahren, am 11. Mai 1960, wurde Adolf Eichmann von Agenten des israelischen Geheimdienstes in Argentinien entführt. Ein Gericht in Jerusalem sprach ihn des Mordes in mehr als einer Million Fällen schuldig. 1962 wurde der Organisator des Holocaust hingerichtet. Der Prozess machte weltweit Schlagzeilen - auch deshalb, weil ihm eine über viele Jahre ergebnislose Suche vorausgegangen war. Zahlreiche andere NS-Verbrecher wurden nie gefasst oder nie belangt, obwohl ihr Aufenthaltsort bekannt war oder ist. Bei der Fahndung wurden auch von deutschen Behörden Fehler gemacht - manche offensichtlich mit Absicht. "ZDF-History" zeigt die Geschichte der jahrzehntelangen Jagd auf Hitlers Helfer, die in einigen Fällen bis heute andauert.  Das ZDF strahlt die 45-minütige Dokumentation am Sonntag um 23.45Uhr aus.