Dienstag, den 24. August 2010 um 14:16 Uhr

Neonazis prügeln Partygäste krankenhausreif

In der sächsischen Stadt Meerane wollte vergangenes Wochenende eine Gruppe linker Jugendlicher die Geburt eines Kindes feiern. Was als friedliche Feier begann, endete im Chaos. Eine Gruppe von etwa 30 Personen, die offenbar der rechten Szene angehören, schlug die Gäste brutal zusammen, mehrere Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Wie die Freie Presse und Sachsen Fernsehen heute berichten, wurde am Mittwochabend eine 23-jährige Chemnitzerin und ihr aus Kuba stammender, jedoch schon seit Jahrzehnten in Deutschland lebender Vater beim Zeitungsaustragen überfallen und leicht verletzt.

Es war ein Fest der Gegensätze: Zum einen fand das Sommerfest der „Deutschen Stimme“ (DS) zum größten Teil im Regen statt und zum anderen wählte die NPD-Frauenorganisation „Ring nationaler Frauen“ (RNF) ausgerechnet die Männer-dominierte Veranstaltung um ihre neue Kampagne für ein Müttergehalt vorzustellen.

Wie mehrere Medien heute berichten, veröffentlichte ein hochrangiger Mitarbeiter des Dresdner Militärhistorischen Museum im Verlag der NPD „Deutsche Stimme“ ein Buch über das Kriegsende 1945 in Sachsen. Zuletzt arbeitete er auch in der Historikerkommission, die die Opferzahlen der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 zu klären suchte. Die Museumsleitung distanziert sich.

brennendes_autoGestern Morgen verübten bisher noch unbekannte Täter in Döbeln Brandanschläge auf zwei Autos von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Treibhaus e.V. – verbale Drohungen von Neonazis waren dem vorausgegangen.
Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 11:54 Uhr

'Freies Netz' gegen 'Einheitsrechte'

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Anfang Juni kündigten Udo Voigt (NPD) und Matthias Faust (DVU) an, zu einer möglichen Fusion ihrer Parteien eine Mitgliederbefragung anzustreben. Das Vorhaben scheiterte jedoch am Widerstand in beiden Parteien, der in der DVU sogar fast bis zum Ausschluss von Matthias Faust führte. Auch das „Freie Netz“ sieht eine mögliche Fusion nicht gern.

Montag, den 28. Juni 2010 um 17:15 Uhr

Landgericht Zwickau: Olaf Martin verurteilt

olafmartinDas Landgericht Zwickau verurteilte Olaf Martin zu 140 Tagessätzen zu acht Euro. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mylauer eine Schmähschrift  ins Internet gestellt und verbreitet hat, in welchem ein Ehepaar angegriffen wurde. Außerdem hat Olaf Martin bei einem Fußball-Fest den Mylauer Bauhofchef mit der Faust ins Gesicht geschlagen (ER Sachsen berichtete).
Vier Jahre musste der erlebnisorientierte Rechtsextremist auf eine Neuauflage des Pressefestes der NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ warten. Seit einiger Zeit wirbt der Deutsche Stimme-Verlag nun für das Pressefest am 07. August 2010 im Internet.
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Die Mannheimer Straße, in der das NPD-Organ „Deutsche Stimme“ sitzt, soll umbenannt werden. Zu Ehren des Hitler-Widerstands und um die NPD zu düpieren. Die NPD-Stadtvertreter finden das alles andere als lustig.
Nach Äußerungen über die "blühende Holocaust-Industrie",  den "Schurkenstaat Israel" und eine "Blutspur des Zionismus" wurde der NPD-Fraktionschef Holger Apfel des Saales verwiesen und ließ sich publikumswirksam aus dem Plenum entfernen. Die Provokation war bereits im Debattentitel der NPD angelegt und vorhersehbar.  
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