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Mit einer „Eilanmeldung“ haben laut Polizei letzte Nacht Vertreter des „Freien Netz Süd“ (FNS) eine Ersatzdemonstration für Dresden in Fürth angemeldet. Etwa 60-100 Nazis folgten dem Aufruf und versammelten sich an der Stadthalle, um dann durch die Fürther Innenstadt zu laufen.
So wurde als Ersatz u. a. eine Demonstration der Nazis in Gera und in Worms angemeldet. Aber auch in Fürth marschierten sie auf. Allerdings entgegen ihrer Erwartungen konfrontiert mit etwa 100 Gegendemonstranten. Damit hatte Matthias Fischer nicht gerechnet, wähnte er sich doch wegen der großen antifaschistischen Demonstration in Dresden, zu der einige Busse aus der Region gefahren sind und der kurzen Vorlaufzeit auf der sicheren Seite. Aber auch eine Stunde reicht aus, Menschen zu mobilisieren, die sich den Neonazis entgegenstellen.
Und so wurden die Reden, die von Matthias Fischer und Jürgen Schwab bei einer Zwischenkundgebung auf der Fürther Freiheit und bei der Schlusskundgebung am Hauptbahnhof gehalten wurden, lautstark übertönt.
Bei den Neonazis war so ziemlich alles versammelt, was in der Region aktiv ist: Matthias Fischer (FNS), Jürgen Schwab („Sache des Volkes“), Rainer Biller (der erst vor kurzem von Ralf Ollert, dem NPD-Landesvorsitzenden, aus der NPD geschmissen wurde), Kai Zimmermann (FNS) und Daniel Weigl (NPD-Bezirksvorsitzender in der Oberpfalz). Und Unterstützung kam aus Baden-Württemberg: Von dort waren Vertreter der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) angereist. Das dürfte Ollert nicht gefallen haben, der gerade hier in Bayern versucht, durch die Neugründung der JN ein Gegengewicht zum „Freien Netz Süd“ aufzubauen. Kai Zimmermann und Matthias Fischer waren erst vor wenigen Tagen beim „Tag der Ehre“, einem „Heldengedenken“ für die Waffen-SS in Ungarn. Diese jährliche Veranstaltung wird u. a. vom in Deutschland verbotenen Netzwerk „Blood & Honour“ organisiert.
Fischer betonte in seiner Rede in Fürth, dass sie jetzt gegen das „Systemkartell“ aus Parteien, Gewerkschaften, Israelitischer Kultusgemeinde und Antifa anders agieren würden und der heutige Tag zeige, dass Fürth nicht den Antifaschisten, sondern ihnen gehöre. Vorbereitet hatte er die Rede ganz offensichtlich in der Erwartung, auf keinen Widerstand zu stoßen. Diesen Gefallen hat ihm Fürth nicht getan.
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2 Kommentare
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Sonntag, 19. Februar 2012
gepostet von Gert
Leider gab es in Fürth noch ein Nachspiel: Der antifaschistische 'Infoladen Benario', benannt nach Rudolf Benario, einem der ersten jüdischen Todesopfer des NS-Regimes, wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag attackiert: http://www.fuerther-freiheit.info/2012/02/19/neonazistischer-anschlag-auf-fuerther-infoladen-benario/
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Sonntag, 19. Februar 2012
gepostet von Schwab
"Und so wurden die Reden, die von Matthias Fischer und Jürgen Schwab bei einer Zwischenkundgebung auf der Fürther Freiheit und bei der Schlusskundgebung am Hauptbahnhof gehalten wurden, lautstark übertönt."
Hier war wieder einmal der Wunsch Vater des Gedankens!
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