Bleibt Dresden am Samstag wirklich „nazifrei“?
von Marc Brandstetter-
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In Dresden herrscht großes Rätselraten: Kommen die Neonazis am Samstag wirklich nicht, nachdem die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland ihre Demonstrationsanmeldung zurückgezogen hatte? Oder muss man mit vereinzelten, kleinen Gruppen rechnen, die trotzdem in der sächsischen Hauptstadt aufmarschieren werden?
In Dresden sind für kommenden Samstag laut Presseberichten acht Veranstaltungen angemeldet. Die städtische Arbeitsgruppe „13. Februar“ hat eine Großkundgebung auf dem Schlossplatz beantragt, drei Kirchengemeinden wollen Mahnwachen und Bittgänge abhalten, der DGB ruft ebenfalls zu einer Mahnwache vor dem Volkshaus auf und die Piratenpartei lädt zu einer Sitzung ein. Außerdem haben zwei Privatpersonen Kundgebungen angemeldet, teilte die Stadt Dresden mit.
Anmeldungen aus dem rechtsextremistischen Spektrum liegen demgegenüber bislang nicht vor. Allerdings hat das Bündnis „Dresden nazifrei“ unter der Hand Informationen zugespielt bekommen, dass Neonazis für den 18. Februar bundesweit zu fünf Veranstaltungen mobilisieren. Ob auch Dresden unter diesen ist, bleibt unklar. In Leipzig soll es eine braune Faschingsveranstaltung geben und in Worms wird wahrscheinlich ein Demonstration stattfinden. Die sächsische Polizei jedenfalls rechtet nicht mit einem rechtsextremistischen Aufmarsch in der Elbmetropole.
Sollten die Neonazis doch kommen, werde man vorbereitet sein, sagte Bündnissprecher Stefan Thiele den Dresdner Neuesten Nachrichten. Eine Demonstration werde es auf jeden Fall geben.
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4 Kommentare
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Donnerstag, 16. Februar 2012
gepostet von Karl_Murx
@Marc Brandstetter:
"Kommen die Neonazis am Samstag wirklich nicht, nachdem die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland ihre Demonstrationsanmeldung zurückgezogen hatte?"
Da hört sich doch alles auf. Die werden doch nicht so gemein sein und der Achse des Guten einschließlich der Antifa die Spielwiese verweigern, wo man den Exorzismus des Ewigen Nazis betreiben bzw. wo man wie im Fall der Antifa durch die Medien und die "demokratische Öffentlichkeit" sanktioniert mal so richtig die Sau rauslassen kann? Aber eine schwache Hoffnung bleibt:
"Oder muss man mit vereinzelten, kleinen Gruppen rechnen, die trotzdem in der sächsischen Hauptstadt aufmarschieren werden?"
Da klammert man sich ja vor Frust schon an jeden Strohhalm. -
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Freitag, 17. Februar 2012
gepostet von Kleingärtner Kurt
Na ja, Herr Murx. Die "kleinen, vereinzelten Gruppen" müssen herbeigeschrieben werden, um einen Grund für den beliebten Antifasport zu haben. Garantiert werden wir übermorgen von den bösen Nazigruppen lesen, die sich frecherweise als normale Touristen tarnten. Und von den repressiven Bullen, die die Sportausübung verhinderten, werden wir lesen. Sowie von den Sachsen mit ihrem komischen rechten Beharren auf die Einhaltung bestehender Gesetze werden wir lesen. Das ist natürlich keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Das ist nur zu unserem Besten!
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Freitag, 17. Februar 2012
gepostet von Karl_Murx
@Karl_Murx So viel Zeit muß sein:
"wo man wie im Fall der Antifa durch die Medien und die "demokratische Öffentlichkeit" sanktioniert"
"... wo man wie im Fall der Antifa durch die Medien und die "demokratische Öffentlichkeit" sekundiert ..."
... muß es richtig heißen. -
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Samstag, 18. Februar 2012
gepostet von Amtsträger
"Das ist natürlich keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit."
Tatsächlich heißt es wehrhafte Demokratie. Sie wollen sich als Opfer dieser Staatsform inszinieren? Damit kann die Gesellschaft gut leben ;)
Wenn Extremisten von Freiheitsrechten reden ist es, als ob der Papst vom Geschlechtsverkehr spricht...
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