Kommunisten-Power, Sowjetmacht, Rotfront… die Titel der Songs von MaKss Damage waren so eindeutig wie umstritten. Während sein Song „Ex die Havanna Club“ Party-Hymne der „Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend“, dem Jugendverband der „Deutschen Kommunistischen Partei“ (DKP), galt er auch als Gegner von antideutschen Strömungen innerhalb der Linken.
Neben Vorwürfen, seine Songs seien sexistisch, frauenfeindlich und gewaltverherrlichend, musste sich der selbsterklärte Stalinist auch immer wieder gefallen lassen, als Antisemit bezeichnet zu werden. „Lasst den David Stern brennen“, singt er in seinem Lied „Antideutsche Hurensöhne“. Die Linken hatten ihn daraufhin bereits als Nationalbolschewisten bezeichnet und sie dürften sich nun seiner nun auch offiziellen Abkehr von der Linken, bestätigt sehen.
Im Gespräch mit dem als „Hitler von Köln“ (taz) bekannten Axel Reitz legt er seine Beweggründe für den Wechsel der politischen Lager dar. Vor gut einem halben Jahr sei er in eine Sinnkrise geraten und hätte hinterfragt, „stimmt das, was ich glaube, mit dem überein, was ist“. Dabei hätte der Stalinist (!) dann festgestellt, dass es „Widersprüche in Massen“ gebe.
Was Julian F. – so der Name von MaKss Damage – dann allerdings beschreibt ist eher eine Sehnsucht, als denn ein wirklicher Widerspruch. Das militärisch-kämpferische hätte er vermisst bei den Linken und auch das Gemeinschaftsgefühl. Nach seiner ersten Demonstration in Reihen der Rechten gerät er geradezu ins Schwärmen: „Als wir losmarschiert sind. Das war eine Einheit, das war ein Zug. Wie eine Faust, die nach vorne geht.“
Seiner politischen Neuorientierung soll nun auch die musikalische folgen. Er werde seinen „musikalischen Stil anpassen“ und „nationale Elemente verwenden“, verkündet F. im Gespräch. Auch historisch scheint MaKss Damage nun auf neuen Pfaden zu wandeln. In einem Schlusswort gibt er den Linken mit auf den Weg, auch mal die andere Seite kennenzulernen: „Auch was geschichtliche Fakten angeht. Ihr wisst, was ich meine ohne näher drauf einzugehen“, gibt sich F. kryptisch aber verständlich, denn die Leugnung des Holocaust ist in Deutschland ein Straftatbestand. Man solle sich Dinge ansehen, von Forschern, die „in der wissenschaftlichen Elite als Pseudowissenschaftler verschrien sind.“






