Krüger Abrissunternehmen, das mit dem Slogan „Die Jungs für's Grobe“ wirbt, soll einem Bericht des „blick nach rechts“ zufolge an der Fassade des Amtsgericht Kiels eingesetzt werden. Seit vergangenem Samstag soll Krügers Firma dort als Subunternehmer für das Land Schleswig-Holstein tätig sein.
Der Auftrag in Kiel sei von der Firma BIK Uhr aus Harrislee gekommen. Diese hätte jedoch betont, nichts von Krügers politischem Hintergrund gewusst zu haben. Das Bauunternehmen wolle nun jedoch die Sachverhalte überprüfen und dann entscheiden, „ob und inwieweit eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Krüger stattfinden kann oder nicht.“
Björn Thoroe, Abgeordneter der Linken im Landtag von Schleswig-Holstein geht noch einen Schritt weiter: „Es besteht für mich kein Zweifel, dass die Steuergelder für diesen Auftrag mittel- oder unmittelbar in Neonazi-Strukturen fließen.“ Weiterhin fordert Thoroe gegenüber der „taz“ die Landesregierung dazu auf, „alle bestehenden Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Auftrag an einen seriösen nicht-kriminellen Unternehmer zu geben“.
In der Tat hat Sven Krüger schon so einige Straftaten auf dem Kerbholz. So soll er in den 1990er Jahren unter anderem wegen Landfriedensbruch, Überfall auf einen Dorfkrug und einer angezettelten Gefängnismeuterei verurteilt worden sein. 2004 verurteilte ihn das Amtsgericht Grevesmühlen einem Bericht der „Ostsee-Zeitung“ zufolge wegen versuchtem Diebstahl zu zehn Monaten Haft. Mehr als ein Dutzend Vorstrafen und unzählige Ermittlungsverfahren gehen auf das Konto des Abrissunternehmers.






