Im Angesicht von so viel Wertschätzung und Schmeichelei zeigte sich Führerstorch Heinar so gerührt wie geschüttelt zugleich. Aufgrund einer kurzfristigen und unausweichlichen Eierlikörverkostung in Antwerpen konnte der größte Modeschöpfer aller Zeiten nicht persönlich anwesend sein und ließ durch seinen Leibarzt und Imageberater Dr. P. in Form einer 30-minütigen Kampfesrede ausrichten, es sei allerhöchste Eisenbahn gewesen, dass es mal einen ordentlichen Preis gibt. „Ich hoffe, dass gebührend Eierlikör fließt und meine Heldentaten ausführlich gewürdigt werden. Vielleicht kommen jetzt ja auch mal ein paar andere honorige Leute auf den Trichter, dass meine extra angeschaffte Pokal-Vitrine im Fliegerhorst noch ein paar Dutzend Ehren-Plätzchen frei hat“, so Storch Heinar in seiner Verlautbarung.
Zu Tränen gerührt sei Heinar hingegen gewesen, als er erfuhr, dass der Gedenkpreis in Form einer gläsernen Hand mit feinstens gearbeiteter Weltkugel überreicht wurde, so Dr. P.. „Für einen großen Mode-Diktator wie ich es bin, ein nahezu perfektes Symbol und Ansporn ohne Ende. Letztlich geht es darum, der ganzen Welt meinen Namen aufzusticken und Nazis weltweit zu zeigen, wo Thors-Hammer hängt“, habe Storch Heinar um Fassung und das Gleichgewicht ringend ausgerufen.
Neben einer pointierten Laudatio des „Brücke 7“-Vorsitzenden Claus Bubolz wurden zu Ehren von Heinar im Laufe des Festaktes und unter den Augen zahlreicher, gefolgsamer Gefolgsleute des Storchen wunderbare Klezmer-Stücke gefiedelt und das symbolträchtiges Gemälde "Hakenkreuzspinne" der Prinzessin Irmingard von Bayern überreicht. Auch die Berliner Musikerin Lisa Morisot griff beherzt zur Gitarre und brachte ihrem Idol glühende Ständchen.
"Insgesamt eine runde Sache, so eine Preisverleihung", resümierte Heinars Leibarzt P. noch am Abend des 1. September: „Weil´s so schön ist, verleiht der Führer selber nu ja auch einen Preis, wa! Die Ausschreibung für den „Horst des Jahres 2010“ läuft noch bis zum 15. September. Dem Führer ist es ein großes Anliegen, die bundesweit großartige Wertschätzung seiner Person und die vielen Einladungen zu Kneipentouren heimzuzahlen, äh, zurückzugeben.“






