Die Angreifer hätten Sätze wie „Brown is beautifull“ (sic!) und „Wir kommen wieder“ hinterlassen, berichtet Stiftungsdirektor Volkhard Knigge in einer Pressemitteilung. Die einzelnen Schäden würden derzeit ermittelt, die Seite buchenwald.de Schritt für Schritt wieder hergestellt. Die Seite dora.de ist zwar erreichbar, die Inhalte wurden jedoch komplett gelöscht und sind bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht wieder hergestellt. Einem Bericht von „Yahoo“ zufolge seien auch Fotos und Texte gelöscht worden, von denen keine Sicherheitskopien existieren.
Besonders die Abschaltung des Totenbuchs sorgte vielerorts für Empörung. Das digitale Totenbuch wurde im April veröffentlicht und ist den 38.000 Opfern des Konzentrationslagers Buchenwald und ihren Angehörigen gewidmet. „Durch die Löschung des Totenbuches sollen die Opfer nach ihrer Ermordung ein weiteres Mal entmenschlicht werden“, sagte Stefan Heerdegen von der „Mobilen Beratung in Thüringen für Demokratie - gegen Rechtsextremismus“. Mittlerweile ist das Totenbuch jedoch wieder fast vollständig online abzurufen.
Den Zugang zum Server der Gedenkstätte hätten sich die Täter über einen Virus verschafft, der vermutlich bereits zu einem früheren Zeitpunkt installiert wurde. Die Gedenkstätte hat laut „Yahoo“ mittlerweile Anzeige erstattet, die Ermittlungen wegen Computersabotage seien angelaufen. Dazu seien Experten des Landeskriminalamts angefordert worden.
Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) sprach von einem „heimtückischen Angriff auf die Gedenkkultur an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ und einem „Akt der Menschenverachtung“. Der SPD-Abgeordnete Peter Metz sieht in dem Hackerangriff eine „politisch motivierte Kriminalität in neuer neuen, beängstigenden Qualität“. Auch laut Stiftungsdirektor Volkhard Knigge sei eine solche kriminelle Attacke auf die Gedenkstättenarbeit in Buchenwald noch nicht vorgekommen.
Das ZDF mit einem Bericht zu dem Vorfall.






