Beworben werden die Kinderfeste alle mit ähnlichen Attraktionen, die kurz und knapp hintereinander aufgelistet sind. Mit dabei ist wie immer eine Hüpfburg, Bastelstraße, Kaffee und Kuchen. Stolz kündigt man an, dass natürlich „wie immer ALLES kostenlos“ sei.
Dennoch: Die Ankündigung wirkt weder überzeugend noch sehr einladend. Zudem setzt man diesmal gezielt auf Verwirrung: Stattfinden soll das Fest gleichzeitig am kommenden Sonntag und am 24. Juli, was nur schwer möglich sein wird.
Zudem will man den NPD-Nachwuchs offenbar frühzeitig an hohe Wände und Freiheitsentzug gewöhnen. Das Fest findet in der NPD-Bastion, auf dem Gelände des Thinghauses, im Grünen Weg 5a, statt. Das Grundstück gleicht einer Festung, ein meterhoher Holzzaun macht es unmöglich, es einzusehen. Befragt, ob dieser Zaun nur aus ästhetischen Gründen oder auch zum eigenen Schutz erbaut wurde, antwortet der Eigentümer Krüger: „Wir selbst finden ihn ganz gut als Sichtschutz. Ich denke, da kann sich jeder sein eigenes Bild 'zu machen.“ Zudem gibt es eine Art Aussichts- und Wachturm, von dem aus abgestellte „Wachmannschaften“ die Lage außerhalb des Geländes sondieren sollen. Ob dieser Ort ideal ist, um ein Kinderfest durchzuführen, bleibt mehr als fraglich.
Im dortigen „Thing-Haus“ eröffnete die rechtsextreme Partei Anfang April auch ein weiteres Bürgerbüro, in dem die Landtagsabgeordneten Udo Pastörs und Stefan Köster Bürgern die Möglichkeit bieten, mit „Problemen und Anregungen“ an sie heranzutreten. Auch hier scheint die Verwirrungstaktik der NPD aufzugehen. Die beiden Landtagsabgeordneten sind freitags jeweils von 14-18 Uhr in Grevesmühlen anzutreffen, gleichzeitig jedoch auch bis 15 Uhr in ihren Bürgerbüros in Lübtheen.






