Während die demokratischen Parteien ihre Themen und Anliegen zumindest zum Teil über die Kanäle der Medien verbreiten können, ist die rechtsextreme NPD in besonderer Weise auf eine aktive Basis angewiesen. Und diese soll nun wohl mit einer Demonstration aus dem aktionistischen Winterschlaf gerissen werden. Jedenfalls verbreiten derzeit verschiedene regionale rechtsextreme Medien Informationen über eine Demonstration am 1. Mai 2010, die unter dem Aufruf "Freiheit statt BRD" stattfinden und an besagtem Tage um 11 Uhr am S-Bahnhof Lütten-Klein in Rostock starten soll.
Die "nationalen Sozialisten" wollen mit dieser Demonstration, heißt es in einem Aufruf, "auf die gravierenden Fehler des kapitalistischen Systems" aufmerksam machen. Denn: "Zwanzig Jahre sind zuviel". Statt der Fortsetzung der bestehenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wird ein "nationalistischer" und "sozialistischer" Staat gefordert, in dem sowohl das Recht auf Arbeit besteht wie die Pflicht dazu. Denn nur die Arbeit forme "den Menschen und seinen Charakter" und mache "ihn so erst zu einem schaffenden Teil der Gemeinschaft", werden Anleihen bei traditionell nationalsozialistischem Gedankengut genommen. Auch der "ewige Krieg zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern" muss nach Ansicht der Organisatoren der Demonstration beendet werden.
Die Demonstration ist dabei keinesfalls die einzige aktuell betriebene Maßnahme der hiesigen Neonaziszene zur Wiederbelebung ihrer Kampagnenfähigkeit. Jüngst wurde auch der bereits seit Jahren im Aufbau befindliche Informationsdienst "Bote" um Regionalausgaben für Demmin und Rostock erweitert.






