Freitag, den 12. März 2010 um 12:42 Uhr

"Verminderte Sauerstoffversorgung des Gehirns": Wie Raimund Borrmann (NPD) dem "System" einheizte

Verfasst von Mathias Brodkorb
borrmann_landtagZum Schluss der 91. Sitzung des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern zeigte Raimund Borrmann (NPD) dem "System" und seinen "verbonzten" Demokraten mal ordentlich, wo der Hammer hängt. Eigentlich stand ein Antrag der Fraktion "Die Linke" auf der Tagesordnung, in dem metaphorisch vor der "Strangulierung der Solarwirtschaft" (Drs. 5/3277) gewarnt wurde. Doch Borrmann holte zu einer Vorlesung über eine besondere Form des Tötens aus und verhedderte sich dabei im Netz der "Küstenfischer".
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Im Kern ging es der Linksfraktion darum, die Landesregierung aufzufordern, dass sich diese im Bundesrat dafür einsetzen möge, dass es nicht zu einer Kürzung der Einspeisevergütung im "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG) zum Nachteil der Solarwirtschaft komme. Den Vogel schoss dabei der NPD-Abgeordnete Raimund Borrmann (NPD) ab. Er referierte nicht nur minutenlang über die Tötungsart der "Strangulation" und ging dabei u.a. der systemdestabilisierenden Frage nach, ob man denn der Solarwirtschaft wirklich einen "Strick" um den "Hals" legen und sie so zu Tode bringen könne oder nicht. Alle anderen Abgeordneten hatten freilich verstanden, dass man Worte schlicht auch im übertragenen Sinne gebrauchen kann.

Aber der Philosoph von der NPD wollte halt besonders schlau sein. Was dabei heraus kam, war an Tiefgründigkeit kaum zu unterbieten. "Und bei Regen scheint gar keine Sonne", klärte er die ahnlungslosen "Bonzen" der anderen Fraktionen auf. Und fuhr fort: "In Deutschland gibt es auch manchmal Schnee, wie Sie wissen." Eine wahre Sternstunde im Kampf der NPD gegen das "System"!

Nach fünf Minuten Schwafelei schließlich verhedderte sich Borrmann vollends und kam ins Stottern: "Vielleicht strangulieren Sie eines Tages einmal die Küstenfischer, indem Sie andere, indem Sie andere Fischer genauso fördern." Mit Solarzellen? Die "verminderte Sauerstoffversorgung des Gehirns", die nach Borrmann bei der realen Strangulation auftrete, hatte wohl auch schon dem Redner tüchtig zugesetzt. Nachdem Borrmann seine Rede beendet hatte, applaudierte niemand. Nicht einmal die Kameraden von der NPD. Sie blickten beschämt zu Boden. Für einen vorderen Listenplatz wird das bei der nächsten Landtagswahl wohl nicht mehr reichen. Video

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Mathias Brodkorb

Mathias Brodkorb

Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern für die SPD, Gräzist und Philosoph, Mitbegründer von www.endstation-rechts.de

Website: www.endstation-rechts.de

2 Kommentare

  • Kommentar Link Björn Sonntag, den 14. März 2010 um 17:25 Uhr veröffentlicht von Björn

    Hätte die NPD das Wort "Strangulieren" benutzt, hätten die Vertreter der Blockparteien diese Gelegenheit wohl benutzt um der NPD wieder "Gewaltbereitschaft" zu unterstellen. Die Medien hätten den Ball dann natürlich gerne aufgenommen und man hätte was von der "menschenverachtenden NPD" lesen können. Ganz egal ob das Wort im Übertragenem Sinne gefallen wäre oder nicht. Man hätte die Gelegenheit genutzt die NPD bei der Bevölkerung verächtlich zu machen.
    Genau auf diesen Punkt wollte Herr Bohrmann wohl hinaus. Manchmal kann es den Blockparteien halt nicht schaden ihnen den Spiegel vorzuhalten.

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  • Kommentar Link mephisto Montag, den 15. März 2010 um 17:30 Uhr veröffentlicht von mephisto

    @Björn Merken Sie wirklich nicht, daß Herr Borrmann dringen psychische Betreuung benötigt ? Was er da von sich gegeben hat, ist doch besorgniserregend hinsichtlich des Gesundheitszustandes des Herrn Borrmann.Das sind doch nicht die Worte eines "Philosophen" , sondern eines Menschen, der dringend die Unterstützung eines guten Psychologen bedarf.....

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