Angesichts der vielen politisch motivierten Straftaten in jüngerer Vergangenheit in Limbach-Oberfrohna gründeten sich dort zwei Initiativen. Das „Bunte Bürgerforum für Demokratie“ wurde vor zwei Wochen von der Diakonie ins Leben gerufen und aus einer Initiative des CDU-Stadtverbandes entstand am vergangenen Freitag das zweite „Bündnis für Demokratie und gegen Extremismus und Gewalt“. Der CDU-Stadtrat betonte dabei, dass sich das Bündnis sowohl gegen Rechts- als auch gegen Linksextremismus richte. Als zugelassener Partei könne der NPD eine Mitarbeit im Bündnis nicht verwehrt werden. Zustimmung erhielt er vom FDP-Stadtrat Konrad Felber. Gegenüber der Freien Presse äußert er, die NPD sei nicht verboten, das Treffen stehe allen Bürgern offen, um ein breites Bündnis gegen Extremismus zu organisieren.
Am Gründungstreffen am vergangenen Freitag nahm deshalb NPD-Stadtrat Thorsten Schneider teil, der auch im zentralen Arbeitskreis, welcher die Ziele des Bündnisses ausarbeiten soll, mitwirken möchte. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter aller weiteren Stadtparteien, von Jugendeinrichtungen, der Elternvertretungen und der evangelischen Kirche an. Eine Einigung über die Bündnisziele konnte nicht erreicht werden. Am 23. März will der Arbeitskreis nun nochmal zusammenkommen. Moritz Thielicke von der Linkspartei kündigte gegenüber der Freien Presse an: „Wir wollen, dass die NPD das Bündnis verlässt, weil ansonsten unsere Fraktion ausscheidet.“ Das erste AK-Treffen soll aber noch abgewartet werden, bevor eine Entscheidung falle. Der SPD-Stadtrat Jesko Vogel verlangt nach einer Geschäftsordnung für das Bündnis, die allen rechtsextremen Verdachtsmomenten entgegenwirke.

