Samstag, den 13. Februar 2010 um 11:47 Uhr

13. Februar "Dresden Nazifrei!" - Nazi-Aufmarsch erfolgreich blockiert! (mit Fotogalerie)

Verfasst von Lisa Schroeder

blockadeGroße Freude beim Bündnis "Dresden Nazifrei!" und den tausenden UnterstützerInnen aus ganz Deutschland: Der rechtsextreme "Trauermarsch" durch Dresden wurde durch Massenblockaden erfolgreich verhindert. Tausende Menschen feiern in diesen Minuten den Erfolg. Endstation RECHTS. informiert an dieser Stelle über die aktuellen Entwicklungen in der Dresdner Neustadt.

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Gegen 10 Uhr begannen die ersten Kundgebungen, die sich auf die gesamte Stadt verteilen und von unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Akteuren angemeldet waren, darunter auch viele Landtags- und Bundestagsabgeordnete. Bereits vor 10 Uhr begannen sich die Neonazis sowie die Gegendemonstranten zu sammeln.

Auf der Internetseite de.altermedia.info rufen die Veranstalter, die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland, für 13 Uhr auf, zum Bahnhof Dresden Neustadt zu kommen. Gegen 10 Uhr waren dort bereits ca. 200 Neonazis versammelt. Auf den Zufahrtsstraßen und -wegen zum Bahnhof Neustadt (u.a. Hansastraße, Albertplatz) waren gegen halb 11 bereits 2.000 Gegendemonstranten, melden verschiedene Online-Medien. Angeblich kontrolliert die Polizei bereits die Autobahnzufahrten Wilder Mann und Hellerau. coloRadio meldet, dass die Polizei mit Pfefferspray gegen die Demonstranten am Hansaplatz vorgeht. Dennoch: die Lage sähe derzeit so aus, dass die Nazis nicht demonstrieren können. Über den Ticker läuft genau um 10:42 Uhr die Nachricht: „Wir haben alle wichtigen Punkte blockiert! Bleibt dort und wer noch nicht auf einer Blockade ist, soll zu einer gehen.“

Ein Demonstrant, der derzeit an der Hansastraße steht, berichtet, dass es im Moment ruhig ist. Die Meldungen, dass die Polizei mit Pfefferspray gegen die Demonstranten vorgeht, kann er nicht bestätigen. Vielmehr sei im Moment alles ruhig. Die Polizei steht in den Seitenstraßen und filmt die Situation. Gefragt nach den geschätzten Gegendemonstranten vor Ort, wird die Zahl 1.000 bis 1.500 in der Hansastraße genannt.

coloRadio meldet, dass die Wege über die zentralen Brücken durch die Polizei gesperrt sind. Auch Abgeordnete würden nicht von der Altstadt in die Neustadt zu den Blockaden und Gegendemonstrationen kommen. Ein Hörer empfiehlt, Umwege in Kauf zu nehmen und es über die weniger zentralen Brücken zu versuchen.

Auf dem Albertplatz hat eine Gruppe von Abgeordneten von der LINKEN, SPD und Grünen sowie Gewerkschaftsvertretern entschieden, eine spontane Kundgebung zum erst kürzlich geänderten Demonstrations- und Versammlungsverbot abzuhalten. Die Polizei hat diese Kundgebung auch anerkannt. DerTeilnehmer und Landtagsabgeordnete Henning Homann (SPD) meldet, dass seit 10:00 Uhr der Albertplatz mit schätzungsweise 2.500 Menschen blockiert ist. "Hier ist auf absehbare Zeit kein Durchkommen", so Homann.

Zugleich meldet "Dresden nazifrei", dass "alles nach Plan" läuft. Die Sitzblockaden verlaufen alle friedlich.

Die aktuellen Tickermeldungen berichten, dass die Blockaden an der Hansastraße, Albertplatz und Leipziger Straße stehen, während die Rechtsextremen  noch anreisen.

Stand 11:00 Uhr: dresden-nazifrei-com meldet den Teilnehmerstand der Demonstrationen und Blockaden:

2.000 Menschen am Albertplatz in der Dresdner Neustadt. Weiterhin starker Zulauf von Dresdner Bürgerinnen und Bürgern

2.000 Menschen auf der Sitzblockade Hansastraße / Großenhainer Straße. Auf diese Weise kann der Marsch der Nazis in Richtung Dresden Pieschen verhindert werden.

Jeweils 500 Menschen sind in der Unterführung Eisenbahn- / Hansastraße sowie Leipziger / Antonstraße.

200 Menschen besetzen die Gleise im Bahnhof Mitte.

Weitere Busse werden in Dresden noch erwartet.

11:45 Uhr Hansastraße: erste Unruhe - ein Demonstrationsteilnehmer meldet, die Polizei versucht "zu kesseln". Was das Ziel der Polizeiaktion ist, ob beispielsweise die Sitzblockade geräumt wird, ist derzeit noch unklar.

11:50 Uhr Bahnhof Dresden-Neustadt: Die taz meldet, dass sich derzeit mehrere Nazis weigern, aus dem Zug auszusteigen, offenbar weil sie direkt in einen Kessel mit "Hamburger Gittern" geleitet werden.

12:00 Uhr Hansastraße / Fritz-Hoffmann-Straße: Die Situation scheint sich zu verschärfen. Sowohl taz als auch coloRadio berichten, dass die Polizei gegen Demonstranten vorgeht. Zuvor ist dort ein Auto umgekippt worden, das, so die Meldungen, einem Neonazi gehört.

12:05 Uhr Bahnhof Dresden-Neustadt: Aktuelle Tickermeldungen berichten: Derzeit ca. 300 Nazis am Bahnhof angekommen. Ca. 500 kommen von Wilder Mann aus zu Fuß. Viele sitzen aber in den Bussen fest und kommen nicht zu ihren verabredeten Treffpunkten durch. Überall hört und liest man die Aufrufe und Aufforderungen an die Gegendemonstranten, die Blockaden weiterhin friedlich durchzuführen.

12:15 Uhr Blockade Bischofsweg: Mehrere Medien melden, dass die Rechtsextremen am Bischofsweg durchgeleitet werden sollen. Laut coloRadio soll es bereits zu Übergriffen von Seiten der Nazis gekommen sein.

12:30 Uhr Bahnhof Dresden-Neustadt: inzwischen sind ca. 500 bis 600 Nazis angekommen. Sie versuchen weiterhin, in kleinen Gruppen zum Bahnhofplatz zu gelangen. Es wird gemeldet, dass Nazis immer wieder Polizei und Gegendemonstranten angreifen. Der Albertplatz ist angeblich stark bedrängt. Trotzdem: die friedlichen Blockaden in der Neustadt stehen nach wie vor, brauchen dennoch Verstärkung.

12:55 Uhr Dresden Schauburg: Da die Neonazi-Busse nicht zu ihrem Treffpunkt durchkommen, lassen die Busfahrer die Rechtsextremen in "kleinen" Gruppen von 50 bis 300 Mann bereits vor dem geplanten Treffpunkt aussteigen, damit diese zu ihrem Kundgebungsplatz laufen können, berichtet der Abgeordnete Henning Homan. An der Schauburg gab es bereits gewalttätige Auseinandersetzungen. Ein unbestätigtes Gerücht besagt, dass auch ein alternatives Jugendzentrum, das AZ Conni, von Neonazis überfallen wurde.

13:00 Uhr Dresden Neustadt: Am Bahnhof Neustadt sind inzwischen ca. 1.000 Neonazis angekommen. Die Blockaden Hansastraße und Albertplatz stehen nach wie vor. Weitere Züge kommen derzeit nicht durch, da es bereits vor Dresden Schienenblockaden gibt.

13:20 Uhr Bahnhof Dresden-Neustadt: Tickermeldungen berichten vom Wasserwerfereinsatz am Neustädter Bahnhof. Insgesamt sei die Situation zunehmend unübersichtlicher. Zudem bewegt sich ein Tross von Rechtsextremen die Großenhainer Straße hinunter in Richtung der Blockade Hansastraße. Trotzdem wird dazu aufgerufen, so weit es im Rahmen des Selbstschutzes möglich ist, die Blockade aufrecht zu halten und weiterhin friedlich gegen den Neonaziaufmarsch zu demonstrieren.

13:25 Uhr Bischofsplatz: coloRadio meldet die Räumung der Blockade am Bischofsplatz. Aktivisten haken sich ein und werden von der Polizei weggetragen.

13:55 Uhr Dresden Neustadt: Tickermeldungen verlauten: "Haltet die Blockaden! Auch wenn es etwas chaotisch ist, wir haben unser Ziel erreicht und den Aufmarsch verhindert!" In der taz wird die Polizei mit den Worten: "Bitte gehen Sie einfach! Wir kriegen das nicht hin zitiert", zitiert. Wie viele Beamte derzeit im Einsatz sind, kann im Moment nicht genau beziffert werden.

14:00 Uhr Bischofsplatz: Eine Augenzeugin meldet gegenüber coloRadio, dass in der Nähe zum Bischofsplatz / Fritz-Reuter-Straße zwei spontane Nazi-Demonstrationen aufeinandertreffen.

14:15 Uhr Hansastraße: Ein Demonstrant, der an der dortigen Blockade teilnimmt, meldet gegenüber Endstations RECHTS., dass die Nazis, die sich auf der Großenhainer Straße in Richung Hansastraße bewegten, umgeleitet wurden in Richtung Bischofsplatz, sodass es zu keinem Kontakt zwischen Rechtsextremen und den Gegendemonstranten auf der Hansastraße kam. Offenbar werden die Nazis von der Polizei über den Bischofslatz, Dammweg in Richtung Neustädter Bahnhof geleitet. Vor Ort an der Hansastraße wird weiterhin dazu aufgerufen, die Blockade zu halten. Im Moment sieht es so aus, dass "hier in der Nähe keine Nazidemo" stattfindet, so der Demonstrant. Unbestätigten Gerüchten zufolge befinden sich derzeit ca. 1.000 Rechtsextreme vor dem Neustädter Bahnhof, jedoch seien noch mehrere Tausend vom Bischofsplatz aus unterwegs. Am Bischofsplatz sind angeblich Wasserwerfer der Polizei postiert.

14:20 Uhr Königsbrücker Straße: die taz meldet, dass Antifa-Aktivisten auf der Königsbrücker Straße / Lößnitzstraße durch die Polizeiabsperrungen in Richtung Albertplatz durchzubrechen versuchen. Knallkörper explodierten. Zugleich ziehen ca. 4.000 Autonome Nationalisten in Richtung Bahnhof Neustadt.

14:35 Uhr Bischofsplatz: Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen am Bischofsplatz ist laut taz-Meldung mindestens eine Person verletzt worden. Auch scheint sich die Meldung auf den Überfall eines alternativen Jugendzentrums, das AZ Conni, zu bestätigen. Von dort wird ein schwer Verletzter gemeldet.

14:40 Uhr Königsbrücker Straße: Die Polizei hat die Gegendemonstation hier und am Dammweg geräumt. Ca. 4.000 Neonazis sind weiterhin in Richtung Neustädter Bahnhof unterwegs.

14:50 Uhr Dresden-Neustadt: Die Informationsplattform der Rechtsextremen "de.altermedia.info" ruft seine Anhänger per Eilmeldung dazu auf, in den "Norden von Dresden" zu kommen, zumal eine Gegendemonstration geräumt wurde. Außerdem wird gemeldet, dass weitere 11 Busse an verschiedenen Punkten in Dresden "abgesetzt" haben und die Nazis bald zu der großen Gruppe in der Neustadt stoßen werden.

15:00 Uhr Dresden-Neustadt: Über den Ticker läuft die Meldung: obwohl die Nazis marschbereit seien, sieht die Polizei derzeit keine Möglichkeit, sie loslaufen zu lassen. Die Sicherheit könne nach Polizeiangaben nicht gewährleistet werden. Aufgrund der "erfolgreichen Blockaden" können die Nazis nicht vom Schlesischen Platz aus zu ihrer Demonstration starten. Durchhalte-Parolen an die Blockierenden sind viel zu lesen und vor Ort durch die Veranstalter zu hören - in zwei Stunden muss der Marsch der Rechtsextremen gemäß dem Auflagenbescheid beendet sein. Warnungen vor "prügelnden Nazis" werden ausgesprochen, von Nazis, die in Grüppchen durch Dresden laufen und "Leute vermöbeln", ist zu lesen.

15:15 Uhr Dresden-Neustadt: Der Naziaufmarsch ist definitiv abgesagt, melden mehrere Online-Medien. Es findet lediglich eine stationäre Kundgebung statt.

15:25 Uhr Dresden-Neustadt: Auf dem Schlesischen Platz halten die Nazis ihre Kundgebung ab. coloRadio meldet, dass sie von der Polizei "dicht abgeriegelt" seien. Auf den Kommunikationsplattformen im Internet überschlagen sich die Meldungen zum abgesagten Aufmarsch. Die Mehrzahl freut sich, dass die Blockadestrategie erfolgreich war und nach wie vor ist.

15:40 Uhr Bischofsplatz: Zur Stunde räumt die Polizei die Blockade am Bischofsplatz. Auf You tube ist ein kurzer Film zur Räumung zu sehen.

15:50 Uhr Bahnhof Dresden-Neustadt: Verschiedene Onlinequellen melden, dass ca. 4.500 Nazis am Bahnhof Neustadt in "Marschformation" stehen und angeblich zurück über den Dammweg Richtung Wilder Mann marschieren. Es handelt sich damit um eine alternative Marschroute.

16:05 Uhr Dresden-Neustadt: Der Landtagsabgeordnete Henning Homan, der in Dresden bei den Demonstrationen vor Ort ist, bestätigt die letzte Meldung. Die Rechtsextremen werden über den Dammweg zurückgeleitet, zurück zu ihren Bussen. D.h. es ist damit zugleich die "Abmarschroute" der Nazis, so Homann. Um diesen Rückweg zu gewährleisten, hat die Polizei eine Sitzblockade auf dem Dammweg geräumt.

16:10 Uhr Bahnhof Dresden-Neustadt: In diesem Minuten steht der Landtagsabgeordnete Holger Mann vor dem Bahnhof und berichtet gegenüber Endstations RECHTS. von ca. 3.500 bis 4.000 Nazis, die darauf warten, zurück zu ihren Bussen marschieren zu können. Mann schätzt, dass dies "in der nächsten Stunde" passieren soll. Er bestätigt die vielen Onlinemeldungen, dass es vor Ort friedlich geblieben ist und es zu keinerlei Zusammenstößen zwischen Rechtsextremen und den Blockierern gekommen ist.

16:20 Uhr Hansastraße / Dammweg: die taz meldet, dass die Polizei die Hansastraße / Fritz-Reuter-Straße absperrt und den Anwohnern des Dammwegs per Lautsprecher durchgibt, dass sie "bis 17:30 Uhr hier nicht durchkommen". In der Hansastraße werden unterdessen Wasserwerfer und Räumpanzer aufgefahren. Die Busse stehen angeblich an der Stauffenbergallee im Norden von Dresden.

16:25 Uhr Marsch-Route: Angeblich dürfen Nazis diesen Weg laufen, weiß die taz. Strecke ist nach wie vor an vielen Stellen blockiert.

16:30 Uhr Dresden-Neustadt: die Polizei wird gegenüber den Rechtsextremen mit folgenden Worten zitiert: "Weil die Strecke nicht frei ist, kann Ihr Aufmarsch nicht genehmigt werden." Die Nazis rufen zurück: "Wir wollen marschieren" und "Straße frei der deutschen Jugend". Überall Aufrufe, weiter zu blockieren.

16:40 Uhr Hansastraße: Nach wie vor räumt die Polizei an diesem Ort die Blockade. Ein weiteres Auto wurde umgekippt, erneut sind Knallkörper explodiert. Auch wird von Flaschenwürfen auf Polizeibeamte berichtet. Wasserwerfer werden an der Hansastraße aufgefahren. Die taz meldet: "Antifas werden hin- und hergescheucht".

16:45 Uhr Bahnhof Dresden-Neustadt: die marschbereiten Nazis werden langsam unruhig, melden mehrere Onlinemedien und -plattformen. Sie werfen Flaschen, Eisbrocken und Feuerwerkskörper auf die Polizisten. Die Blockierer werden immer wieder daran erinnert, friedlich zu bleiben.

17:00 Uhr Hansastraße / Bahnhof Dresden-Neustadt: Es wird gemeldet, dass an der Hansastraße eine brennende Barrikade mit Wasserwerfern vor wenigen Minuten gelöscht wurde. Inzwischen hat sich wohl auch die Stimmung unter den Nazis wieder etwas beruhigt. Der Versammlungsleiter erklärte: "Alle bleiben auf ihren Plätzen, wir sind zum Trauern hier." Hennig Homan bestätigte gegenüber Endstations RECHTS., dass die Nazis nun doch nicht mehr marschieren dürfen. Gemäß den Auflagen für die Veranstaltungen darf ab 17:00 Uhr ohnehin keine Aktion der Nazis mehr stattfinden.

 

19 Kommentare

  • Kommentar Link Lorie Samstag, den 13. Februar 2010 um 13:18 Uhr veröffentlicht von Lorie

    Die Nazis haben eine Blockade bei der Schauburg angegriffen und prügeln sich gerade den Weg durch die Blockierer und Blockierinnen.

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  • Kommentar Link Björn Samstag, den 13. Februar 2010 um 15:18 Uhr veröffentlicht von Björn

    "Eine Augenzeugin meldet gegenüber coloRadio, dass in der Nähe zum Bischhofplatz / Fritz-Reuter-Straße zwei illegale Nazi-Demonstrationen aufeinandertreffen."

    Seit wann sind Spontandemos illegal?
    Schonmal was von dem Recht auf Versammlungsfreiheit gehört?

    Wenn Staat und linke Demonstranten Hand in Hand die Grundrechte anderer beschneiden ist eine friedliche Spontandemo genau die richtige Antwort.

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  • Kommentar Link gast Samstag, den 13. Februar 2010 um 15:53 Uhr veröffentlicht von gast

    Die taz hat keinen schwer Verletzten Neonazi sondern "Ein von Nazis schwer Verletzter am Alternativen Zentrum Conni." gemeldet...

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  • Kommentar Link Felix Menzel Samstag, den 13. Februar 2010 um 19:24 Uhr veröffentlicht von Felix Menzel

    Ich kann echt nicht glauben, wie hier die linksextreme Gewalt in Dresden abgefeiert wird. Ich war selbst auf den Demos und dort herrschten bürgerkriegsartige Zustände:

    http://www.blauenarzisse.de/blog/category/weblog

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  • Kommentar Link Bundesbürger Samstag, den 13. Februar 2010 um 19:27 Uhr veröffentlicht von Bundesbürger

    ... bei N-TV in den Nachrichten gab es gerade linke Randalierer, die einen Bus angriffen und mit Steinen bewarfen.

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  • Kommentar Link moiree Samstag, den 13. Februar 2010 um 20:38 Uhr veröffentlicht von moiree

    danke erstmal für die zeitnahe berichterstattung! weshalb reißt die um 17.00uhr ab?

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  • Kommentar Link Rosa L. Samstag, den 13. Februar 2010 um 22:04 Uhr veröffentlicht von Rosa L.

    Lieber Felix Menzel, du solltest deine Belege vielleicht besser etwas seriöser linken.. Wenn auf BlaueNarzisse Bilder von Rechten und deren Transpies gezeigt werden.. tja, da ist mir schon klar, welche Gesinnung du an den Tag legst: .... Rosa L.

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  • Kommentar Link Aaron Samstag, den 13. Februar 2010 um 22:21 Uhr veröffentlicht von Aaron

    Ich finde, daß die Deutschen kein recht zum Trauern haben. Schließlich haben die Deutschen 6 Millionen Juden umgebracht. Die Zerstörung Dresdens war als Strafe noch viel zu milde.

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  • Kommentar Link TH Samstag, den 13. Februar 2010 um 23:00 Uhr veröffentlicht von TH

    Danke für die Berichterstattung - ich konnte leider aus privaten Gründen nicht nach Dresden.
    Danke an alle, die da waren und ein Zeichen gegen menschenverachtende Fascho-Mentalität gesetzt haben - und ausnahmsweise ein Danke an die Polizei, die offenbar besonnener als ihre Kollegen in diversen anderen Bundesländern wie beispielsweise Hamburg vorgegangen zu sein scheint.

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  • Kommentar Link Bundesbürger Samstag, den 13. Februar 2010 um 23:07 Uhr veröffentlicht von Bundesbürger

    @ Aaron, dein geistiges Niveau(!) läßt wieder zu wünschen übrig ... unschuldige Frauen, Kinder und ältere Menschen waren sicher NICHT an den Verbrechen der Nazis beteiligt, aber das hast Du auch schon im letzten Post nicht begriffen ... Du schriebst ja auch, daß die Deutschen HEUTE noch dafür verantwortlich sind. Daher erkläre mir doch bitte z.B. meine Kriegsschuld ...

    Ist nun jeder Chinese wegen Maos oder jeder Russe wegen Stalins Verbrechen auch ein Täter?

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  • Kommentar Link Demokrat Samstag, den 13. Februar 2010 um 23:27 Uhr veröffentlicht von Demokrat

    Die Nazis haben 6Mio Juden umgebracht. Die Deutschen wurden durch die Alliierten von der Terrorherrschaft befreit.

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  • Kommentar Link Austauschschüler Samstag, den 13. Februar 2010 um 23:43 Uhr veröffentlicht von Austauschschüler

    Natürlich war eine so großräumige Zerbombung dieser Stadt alles andere als gerecht.
    Wenn sich dann aber Rechte beschweren, dass SIE zu der Zeit "benachteiligt" wurden...sagen wir, es stimmt einfach nicht.

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  • Kommentar Link Thomas Sonntag, den 14. Februar 2010 um 00:51 Uhr veröffentlicht von Thomas

    @ Aaron, die Bombardierung von Dresden reiht sich in die Liste aller Bombardierungen ein. Von Warschau und Rotterdam über Coventry nach Dresden ist eine Linie. All diese Städte wurden von Verbrechern zerstört. Verbrechern die ihren Herren dienten. Den Herren von den IG Farben, den Herren von Thyssen und Krupp,den Herren von Ford, Opel, Rolls Royce und vielen anderen Profiteuren dieses Krieges.

    Diese Tat auf Befehl eines gewissen Harrys, der nach meiner Meinung genau so ein Verbrecher war wie Patton, Ribbentrop und Göring galt zum einen der Vernichtung einer wichtigen Stadt und auch um den "roten Horden" zu schaden. Denn dass Dresden zur SBZ gehören sollte war bekannt.

    Auch heute sind imperialistische Mächte in Kriege verwickelt. Weitere kapitalistische ebenso. 1945 hieß es: "Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen!" heute heisst es, ohne Deutschland darf nie wieder ein Krieg ausgehen. ... Denn: "Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens."

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  • Kommentar Link Thomas Sonntag, den 14. Februar 2010 um 01:21 Uhr veröffentlicht von Thomas

    Dresden, die Nazis und die Alliierten
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    Gestern um 17:43

    von Eric Wegner (RSO Wien Betrieb 2)

    Die Luftangriffe auf Dresden 65 Jahre sind her. Für Nazis in In- und Ausland ein Beleg für die Verbrechen der Alliierten und eine Möglichkeit, die deutsche Nation als Opfer darzustellen. Die pseudolinken „Antideutschen“ bejubeln die Luftangriffe. Wie aber sieht eine marxistische Position zu Dresden 1945 und zur alliierten Kriegspolitik aus?

    Mitte Februar 1945 wurden durch vier Angriffswelle britischer und US-amerikanischer Bomber große Teile der Innenstadt und der Infrastruktur Dresdens zerstört. Abgeworfen wurden Spreng- und Brandbomben im Ausmaß von 3.600 Tonnen. Die meisten HistorikerInnen gehen davon aus, dass dabei 20-40.000 Menschen ums Leben kamen.

    Bombenkrieg

    Die extreme Rechte spricht von „Luftterror“ gegen ZivilistInnen, der militärisch zwecklos gewesen sei. Mit Begriffen wie „Bombenholocaust“ setzen die Nazis die alliierten Luftangriffe mit den Verbrechen des NS-Regimes gleich. Ihnen geht es um die Rechtfertigung und Verharmlosung der Nazi-Verbrechen. Ihnen ist jede Empörung über alliierte Verbrechen gegen die deutsche Zivilbevölkerung abzusprechen. Schließlich ging den alliierten Bombardements auf deutsche Städte der Bombenterror des deutschen Imperialismus gegen Warschau, Rotterdam, London, Coventry, Belgrad etc. voraus! Und in Dresden gab es kaum Luftschutzbunker, weil die Gauleitung der Kriegswirtschaft Vorgang vor dem Schutz der Bevölkerung gab.

    In der Zurückweisung der rechten Propaganda und die notwendige Mobilisierung gegen das „Gedenken“ der Nazis in Dresden ist sich wohl die gesamte Linke einig. Das kann aber nicht heißen, dass wir in einem falschen Reflex den alliierten Luftkrieg gegen Köln, Hamburg, Dresden etc. als progressiven Akt idealisieren.

    Dass die Angriffe auf Dresden keinen militärischen Effekt hatten, ist falsch. Der Eisenbahnknoten Dresden hatte eine wichtige Bedeutung für Transporte an die Ostfront, die Garnison Dresden eine beachtliche Truppenstärke. Durch die Bombardements wurden auch Rüstungsbetriebe und der Bahnhof beschädigt. Gleichzeitig waren nach den Angriffen aber 1/3 der Dresdner Wohnungen völlig zerstört und die meisten anderen und auch Krankenhäuser beschädigt (nur etwa 1/4 blieb unbeschädigt). Gezielte Treffer waren bei nächtlichen Flächenbombardements mit Brandbomben auch weder beabsichtigt noch möglich.

    Der britische Premier Churchill sprach – in einem Telegrammentwurf in Bezug auf Dresden – selbst von „bloßen Terrorakten und mutwilligen Zerstörungen“. Das vorgebliche Ziel der systematischen Zerstörung der größeren deutschen Städte, nämlich Zermürbung und einen Zusammenbruch des deutschen Durchhaltewillens herbeizuführen, konnte keineswegs erreicht werden. Statt Demoralisierung war die Folge der massiven Verluste in der Zivilbevölkerung eher Empörung, d.h. keine Aufweichung,
    sondern eine Verfestigung der verbliebenen Basis der Nazis.

    Das zweite vorgebliche Ziel der Bombenangriffe, durch die Vernichtung von bestimmten Sektoren der deutschen Kriegsindustrie (synthetisches Öl, synthetischer Gummi...) die deutsche Kriegsführung zu verunmöglichen, konnte wohl kaum durch gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung großer Städte erreicht werden. Insgesamt richteten sich nur etwa 10% der
    abgeworfenen alliierten Bomben gegen Industrieanlagen und Militäreinrichtungen, der große Rest gegen Wohnviertel. Dabei ist es wiederum bezeichnend, dass sich Bombenteppichabwürfe auf Städte wie Hamburg, Köln, Essen, Frankfurt am Main oder München fast ausschließlich auf Viertel der ArbeiterInnenklasse beschränkten. Bürgerliche Wohngebiete wurden weitgehend verschont. Es gibt dabei Vermutungen, dass für diese Auswahl Kontakte zwischen deutschen und US-AgentInnen in Lissabon entscheidend waren. Deutsche Panzerfabriken wurden lange Zeit kaum bombardiert, weil die Panzer vor allem gegen die sowjetische Armee eingesetzt wurden.

    Ein Ziel der britischen und US-Bourgeoisie (und auch der deutschen) konnte durch die Flächenbombardements allerdings weitgehend erreicht werden: eine Desorganisation der deutschen Gesellschaft, ein Zusammenbruch der städtischen und industriellen sozialen Strukturen. Konkret bedeutete der Bombenkrieg (Umsiedlungen, Betriebsevakuierungen) ein weiteres Auseinanderreißen von erhalten gebliebenen Zusammenhängen in den ArbeiterInnenvierteln und Betrieben, die eine in den Untergrund gedrängte Grundlage für Klassensolidarität und Widerstand darstellten. Darüber hinaus entstand für Widerstandsgruppen eine zusätzliche Gefahr, da man nach Bombentreffern die Entdeckung bei Aufräumarbeiten fürchten
    musste. Als Folge der Bombenangriffe mussten viele Widerstandsgruppen Verstecke auflösen und Unmengen von Material vernichten. Der alliierte Bombenkrieg trug nicht unbedeutend dazu bei, die Furcht der Nazis, der deutschen Bourgeoisie und des westlichen Imperialismus vor einer erstarkenden ArbeiterInnenbewegung zu reduzieren und die Möglichkeit eines Klassenkampfaufschwunges zu untergraben.

    Alliierte Kriegsführung

    Dass es mit dem "Antifaschismus" der westlichen Alliierten weit weniger weit her war als uns Hollywood und die "Antideutschen" das weismachen wollen, kann leicht illustriert werden. Die Befreiung Europas vom Faschismus ist durch den westlichen Imperialismus systematisch verzögert worden. Die USA verfügten spätestens seit 1942 über eine gigantische
    militärische Überlegenheit und produzierten etwa gleich viele Waffen wie Großbritannien, Deutschland, Japan und die Sowjetunion zusammen. Trotzdem (und trotz sowjetischem Ersuchen) hatten die USA und Großbritannien die Invasion in der Normandie immer wieder verschoben. Die westalliierten Truppen standen seit Sommer 1943 in Italien, marschierten aber 1½ Jahre nicht vorwärts. Britische Truppen wurden dann während des Krieges sogar nach Indien und Ägypten verschoben, um dort
    imperiale Interessen abzusichern.

    Der spätere US-Präsident Harry Truman formulierte die US-Strategie in einer Besprechung mit aller Deutlichkeit: „Sehen wir, dass Deutschland dabei ist, den Krieg zu gewinnen, dann sollten wir Russland helfen, und wenn Russland gewinnt, sollten wir Deutschland helfen, und auf diese Weise soviel Menschen wie möglich töten.“ Das war auch die reale Linie der USA im Krieg: Deutschland und die Sowjetunion „ausbluten“ zu lassen und dann mit frischen Kräften abzukassieren. Dementsprechend gab es zuerst beschränkte materielle Hilfe für die Sowjetunion (ausreichend, um sie am Krieg beteiligt zu halten), und dann über „neutrale“ Länder wie Portugal, Spanien, die Türkei oder Schweden die Lieferung von kriegswichtigen Rohstoffen (Petroleum, Wolfram, Chrom, Mangan etc.) durch westliche Firmen an Nazideutschland.

    Die bewusste Verzögerung der westlichen Alliierten wurde vor allem für die beiden letzten Kriegsjahre relevant. Das aber war auch die Zeit, in der die Nazi-KZs auf Hochbetrieb arbeiteten. Die noble britische und US-amerikanische Zurückhaltung wird auch in den Opferzahlen deutlich: 6 Millionen europäische Juden ermordet, 21 Millionen Tote in der Sowjetunion, 2,5 Millionen (nichtjüdische) polnische und 1,5 Millionen jugoslawische tote ZivilistInnen, fast 6 Millionen „slawische“
    Kriegsgefangene von den Nazis ermordet, aber „nur“ 200.000 US-amerikanische und 400.000 britische Kriegsopfer (fast ausschließlich Soldaten).

    Bei und nach Kriegsende wurden die Antifa-Komitees, die in deutschen Städten von der sich neu formierenden ArbeiterInnenbewegung gebildet wurden und begannen, Verwaltungsaufgaben zu übernehmen, sofort aufgelöst – von den alliierten Besatzungstruppen. In Westdeutschland wurden stattdessen diverse Nazifunktionäre in den Staatsapparat übernommen, galten sie doch im beginnenden Kalten Krieg als verlässlicher als die AktivistInnen der ArbeiterInnenbewegung. Die Westintegration der BRD wurde schließlich durch ehemalige Funktionäre des Reichswirtschaftsministeriums durchgezogen (Erhard, Emminger, Abs, Herbst).

    Die „Entnazifizierung“ à la CIA war eine glatte Farce. Es ging darum, „die Deutschen“ für den Nationalsozialismus verantwortlich zu machen, den (kapitalistischen) Klassencharakter des Faschismus zu verschleiern, den proletarischen Widerstand runterzuspielen und damit die Nazi-Funktionäre (die man als solide antikommunistische Partner schätzte) zu entlasten. Wo ein ganzes Volk schuldig ist, verschwimmt die Schuld der (unter 20% der Bevölkerung ausmachenden) NSDAP-Parteimitglieder.

    Krieg und Revolution

    Die herrschende Klasse hatte angesichts des bevorstehenden Kriegsendes eine revolutionäre, sozialistische Entwicklung befürchtet. Stauffenberg, der reaktionäre Offizier, der jahrelang alle NS-Verbrechen mitgemacht hatte und später zum „Widerstandskämpfer“ stilisiert wurde, plante mit seinem Putsch eine Militärdiktatur der Wehrmacht: Notstandsrecht und
    Streikverbot sollten den erwarteten Aufschwung des „Bolschewismus“ verhindern. Ein Berater des US-Präsidenten Roosevelt meinte, ohne alliierte Intervention „würde Deutschland kommunistisch werden“.

    Im noch faschistisch beherrschten Norditalien führte der zunehmende Widerstand der ArbeiterInnenklasse ab 1943 zur Bildung von ArbeiterInnenräten. Im März 1944 fand schließlich ein Generalstreik statt. Ausgerechnet während des Generalstreiks bombardierten die Alliierten die italienischen ArbeiterInnenstädte. In Griechenland hatten britische Landungstruppen die NS-Kollaborationsverbände direkt von der Wehrmacht übernommen und aus ihnen einen neuen rechtsextrem beherrschten Staatsapparat aufgebaut. Gemeinsam mit ihnen unterdrückten 75.000 britische Soldaten schließlich in wochenlangen Kämpfen die griechische ArbeiterInnenbewegung. Gleichzeitig bombardierte die britische und US-Luftwaffe pausenlos die von der Linken dominierten Stadtviertel Athens. Während der Nazi-Faschismus in Mitteleuropa weiter wütete,
    während beispielsweise Auschwitz weiter auf Hochbetrieb „arbeitete“, war für die „demokratische“ britische Führung der „Kampf gegen den Kommunismus“ in Griechenland prioritär gegenüber einem schnelleren Zurücktreiben der Wehrmacht in Italien.

    „Antifaschismus“ war jedenfalls nicht das Ziel des Luftkrieges der westlichen Alliierten und ihres Krieges insgesamt. Es ging um imperiale Interessen des US- und britischen Kapitals, um die Verhinderung einer revolutionären Entwicklung in Europa und die Eindämmung des sowjetischen Einflusses.

    Dafür, dass die westlichen Imperialismen mit ihrer konterrevolutionären Kriegspolitik erfolgreich sein konnten, war allerdings auch die stalinistische Volksfront-Politik verantwortlich. In ganz Europa ordneten sie, die aufgrund des Prestiges der von ihnen usurpierten Oktoberrevolution in den meisten Ländern die ArbeiterInnenbewegung dominierten, den Klassenkampf dem angeblich „antifaschistischen“ Bündnis mit den „demokratischen“ Imperialismen unter. In Griechenland hatte die Widerstandsbewegung in völliger Naivität ihre späteren Henker mit Jubelkundgebungen begrüßt. In Italien gaben die PartisanInnen auf Weisung aus Moskau ihre Waffen ab.

    Die damalige stalinistische Politik findet heute ein skurriles Echo bei den „Antideutschen“, die sich als Cheerleader der westlichen Imperialismen kostümiert haben. Eine marxistische Position bedeutet hingegen das Beziehen eines von der Bourgeoisie unabhängigen Klassenstandpunktes und die Orientierung auf Klassenkampfmethoden als konsequentestes Mittel gegen Faschismus und Kapital.

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  • Kommentar Link Rosa L. Sonntag, den 14. Februar 2010 um 10:43 Uhr veröffentlicht von Rosa L.

    gleiches mit gleichem vergelten halte ich dennoch für falsch. das geht in richtung auge um auge usw.
    ich halte mehr von weniger gewalttätigen lösungen.
    (wobei ich zugeben muss, dass mir spontan kein beispiel einfällt. gewalt ist trotzdem keine lösung.)

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  • Kommentar Link sebastian Sonntag, den 14. Februar 2010 um 12:17 Uhr veröffentlicht von sebastian

    im text kommt im bezug auf das ausladen der nazis immer die nennung der altstadt vor, auch im abschnitt über das jugendzentrum,

    abschnitt 12:55 Schauburg, es ist immer die dresdner neustadt und nicht die altstadt

    bitte um korrektur

    danke

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  • Kommentar Link Prof. Erhard Sonntag, den 14. Februar 2010 um 16:01 Uhr veröffentlicht von Prof. Erhard

    Die politisch entscheidende Frage ist, wer sich am braunen Feuerchen die grünen, schwarzen und roten Patschehändchen wärmt.

    Die ganze Berufspolitiker-Show hat auch alberne Züge einer sehr unpolitischen Esoterik:

    Zitat:

    Regierungschef Tillich und mehrere Landesminister, Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und Politiker aller Parteien wie Grünen-Chefin Claudia Roth sowie Gewerkschafts- und Kirchenvertreter reichten sich für etwa eine Stunde die Hände zu einem schützenden Ring um die Altstadt.

    http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/deutschland/9870748-Blockaden-verhindern-Neonazi-Marsch.html


    Viele der verlogenen Alibi-Aktionen von "tollen Promi-Spitzenpolitikern voll ganz arg gegen rechts" sind schlicht verlogene und peinliche politische Geschäftemacherei von Personen, die Demokratie für eine sinnentleerte dumme Show halten und als Berufspolitiker von genau der Allgemeinheit leben, die sie mit ihrer antidemokratischen Werteleugnung, ihrer destruktiven (und teilweise auch dezidiert antisozialen und antidemokratischen) Politik sowie ihren unredlichen Aktionen schädigen.

    Ein linker, gewerkschaftlich organisierter Augenzeuge hat denn auch per Rundmail zur peinlichen und verlogenen Händchenhalte-Aktion von Helma Orosz, Claudia Roth und Stanislaus Tillich folgendes angemerkt:

    "Niemand konnte diese lächerliche Händchenhalten-Aktion des bürgerlichen Spektrums beobachten. Sie fand nämlich kilometerweit von Dresden-Neustadt entfernt statt, also dort wo die Nazis aufmarschieren wollten. Weil beide Aktionen zeitgleich abliefen und die Händchenhalterei nicht auf dem Weg nach Dresden-Neustadt lag. Hätten wir uns - wie andere - erst auf einer der rund 20 (!) angemeldeten Kundgebungen außerhalb Dresden-Neustadts aufgehalten, wären wir kaum noch über die Elbe gekommen."

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  • Kommentar Link Frank Sonntag, den 14. Februar 2010 um 19:20 Uhr veröffentlicht von Frank

    Die "Berichterstattung", die man als solche aufgrund der Verschleierung nicht bezeichnen kann, müßte doch sogar der Autorin peinlich sein.

    Die linken Gewaltausbrüche, passieren einfach so, ohne Nennung der Täter ("Weiteres Auto wurde umgekippt" - durch wen?; "erneut sind Knallkörper explodiert" - durch wen?), um damit zu suggerieren, dadurch dass die Täter der Gewaltaktionen nationaler Demonstranten klar benannt werden ("Die Nazis [...] werfen Flaschen, Eisbrocken ..."), dass auch erstere Taten auf das Konto Letzterer gehen.

    Für wie blöd hält man eigentlich die Leser? Da übt jemand sein Handwerk nach DDR-Art aus. Es nützt nichts. Die Wahrheit läßt sich dauerhaft nicht umdeuten.

    Eines zeigt dieser Art des "Journalismus" aber: Man weiß, wo man im Unrecht ist, sonst müßte man es nicht beschönigen. Nun, an dieser Einsicht gilt es zu arbeiten.

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  • Kommentar Link H.B. Mittwoch, den 17. Februar 2010 um 21:48 Uhr veröffentlicht von H.B.

    Hallo,ich bin eine Mutti, deren 2großen Panker sind.Sie haben die richtige Einstellung.Aber ich habe auch ledesmal Angst wenn sie mit auf die Straße gehen.Wenn Die Bürgermeisterin Von Chemnitz nein sagen würde,könnten Die doch nicht demonstrieren!!!!Ansonsten hoffe ich das es so friedlich wie in Dresden verläuft.

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