Dienstag, den 19. Januar 2010 um 22:04 Uhr

Der Geschäftsmann – Patrik Brinkmann will nun bei Pro mitmischen

Verfasst von Robert Scholz
NPD, DVU und nun Pro – für einen Schweden kann der angebliche Millionär Patrik Brinkmann auf ein beachtliches Portfolio von Kontakten zu deutschen Rechtsparteien zurückblicken. Er sei Geschäftsmann, erklärte er nun in einem Interview und „investiere nur dort, wo auch Entwicklungspotential liegt.“
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Ohne sich bislang je im engeren Sinne politisch betätigt zu haben, gehört der schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann zweifellos zu den schillerndsten Gestalten in der rechten politischen Landschaft. Zunächst als Gründer der Stiftung „Kontinent Europa“ sucht er früh Kontakt zur NPD und veranstaltete eine Tagung seiner Stiftung gemeinsam mit der NPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommerns. Nachdem sein Stiftungsmitglied und mutmaßlicher Vertrauter Andreas Molau die dortige Fraktion verließ, folgte ihm Brinkmann in Richtung DVU. Auch dies sollte letztlich aber ein Intermezzo bleiben, da der Erfolg ausblieb.  Und nun geht es also zu Pro.

Er wolle den Landesvorsitz der „Pro-Berlin“ anstreben, erläutert der Schwede im Interview auf der Internetseite von Pro-NRW. Er habe bereits eine „Vielzahl von Ideen“, um dort für „Wirbel“ zu sorgen. Berlin habe „Symbolwert, als Hauptstadt und Zentrum Preußens“ und er selbst fühle sich der Bundeshauptstadt verbunden, da er, dessen Mutter 1945 „in den Trümmern Berlins geboren“ wurde, schon als „Kind Berlin geliebt“ habe. Berlin solle „wieder deutsche Hauptstadt und nicht die der Türkei“ werden.

Dass seine Entscheidung nun zunächst auf die Pro-Bewegung fiel, liege daran, dass er keine Partei gegen etwas unterstützen wolle – „also gegen Juden, gegen alles Fremde“.  Dass sich die Pro-Bewegung in erster Linie gegen die Islamisierung ausspricht, dürfte allerdings auch Brinkmann nicht entgangen sein. Schließlich verspricht er für Pro die Finanzierung einer Immobilie, die  „ein Zentrum der Antiislamisierungsbewegung werden“ soll. Zu helfen, verstehe er halt als Christenpflicht, so der umtriebige Schwede. Die Opfer des Islams würden heute allerdings totgeschwiegen: Von den Linken, da „es ihren Multi-Kulti-Traum“ zerstört, und von der „Betonrechten“, „weil man keine gleichwertigen Menschen sieht“, so Brinkmann.

Ganz anders die Pro-Bewegung, die habe sich von „diesen Altlasten befreit“ und verkörpere nach Auffassung Brinkmanns offenbar den Typ „demokratische Rechte“, den Deutschland „bitter nötig“ habe. Die „notorische Judenfeindlichkeit in Teilen der Rechten“ habe er ebenso wenig verstehen können wie die „bedingungslose NS-Verherrlichung“.

Nach zwei scheinbar gescheiterterten Unternehmen, hofft der Geschäftsmann Brinkmann nun also auf die Pro-Bewegung und soll als potenter Sponsor bereits Unterstützung für den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen zugesagt haben.

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