
Heute will die DVU-Landtagsfraktion bei einer Krisensitzung die nach der Aufkündigung des Deutschlandpakts veränderte Situation beraten. Eine Zusammenarbeit mit der NPD lehne sie jedoch ab, berichtet die Märkische Allgemeine. Als Hauptgründe benannte ein DVU-Sprecher mangelndes Vertrauen und die bereits beim Landeswahlleiter eingereichte Kandidatenliste.
„Unsere Kandidatenliste steht seit Februar“, zitiert die Zeitung Thilo Kabus, Sprecher der sechsköpfigen DVU-Fraktion im Landtag. Er kenne kein Mitglied seiner Partei, das auf das Angebot der NPD eingehen wolle. Für eine Zusammenarbeit fehle ein „Mindestvertrauen“, so Kabus. Vom am Wochenende tagenden DVU-Bundesvorstand seien entsprechende Reaktionen zu erwarten. Inhaltlich werde man sich aber nicht ändern, sagte Kabus.
Auch die Brandenburger Parteien haben laut „Berlin-online“ die Ankündigung der rechtsextremen NPD bedauert, bei den Landtagswahlen in Brandenburg anzutreten. Trotzdem ist sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Günter Baaske sicher: „Im neuen Landtag werden weder DVU noch NPD sitzen“. Brandenburg habe sich gut gewappnet. „In den vergangenen Jahren hatten wir sehr gute Erfolge gegen die jungen alten Nazis – durch Aufklärung und klare Kante des Staates“, so Baaske. Er vermutet, dass die DVU am Ende „klein beigeben“ werde, und „ihre Leute“ bei der NPD antreten.
Auch der brandenburgische CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski bedauerte die Entscheidung der NPD: Die Ziele der NPD lägen jenseits dessen, was man als anständiger Bürger tolerieren könne. Er vermutet finanzielle Interessen hinter dem Wahlantritt der NPD, eine Chance auf den Einzug in den Landtag räumt er ihr nicht ein.
Die DVU ist noch mit sechs Abgeordneten im Brandenburger Landtag vertreten. Während die rechtsextreme Partei bei der Landtagswahl 2004 noch 6,1 Prozent erhalten hatte, kam sie bei der jetzigen Europawahl auf nur 1,7 Prozent.
Ein mögliches Scheitern der rechtsextremen Parteien bei der Landtagswahl sei aber noch kein Anzeichen für das Verschwinden des Rechtsextremismus. Dieses „Phänomen“ bleibe, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sven Petke.
Nachrichten
-
Müller (NPD) zur Trunkenheitsfahrt: „Habe die Wirkung des Alkohols eindeutig unterschätzt“ Nachdem nun auch die Presse über die Trunkenheitsfahrt...
-
Ohne Sinn und Verstand?! Zwei Jugendliche gestehen Schmierereien in Limbach-Oberfrohna Wie die Freie Presse heute berichtet, haben Beamte...
-
Mutmaßliche ausländerfeindliche Angriffe in Ludwigslust und Chemnitz Auf dem Bahnhof Ludwigslust ist ein Afrikaner von einem...
-
Verfassungsschutz warnt vor Wiedererstarken der Berliner NPD Nachdem die Berliner NPD am Wochenende eine neue Führung...
-
Die Freiheit der Anderen – taz bricht Lanze für Broder, Kelek und Ates In den letzten Wochen standen die, die sonst an den...
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Nach Bundesländern
|
Letzte Kommentare
-
Die taz ist nirgends als Brandstifterin aufgetaucht, sondern eher als…
Verfasst von Robert 8 Minutes Ago
-
Die Metaphorik in diesem Artikel läuft ein bisschen Amok. Wenn…
Verfasst von Schneeleopard 47 Minutes Ago
-
Ich habe nie von einer Lüge gesprochen, ich habe auch…
Verfasst von Jörn Gronemann 2 Hours Ago
-
In der Pressemitteilung der NPD-SH hieß es, dass U-Boot sei…
Verfasst von Robert 2 Hours Ago
-
Das liegt im Bereich des Möglichen.
Verfasst von Jörn Gronemann 3 Hours Ago
-
Ich lache mich gleich tot.
Ich denke nicht, dass ein…
Verfasst von E.E.S.B. 3 Hours Ago
-
Laufen die demnächst alle in den Landtag? Na, ja wenn…
Verfasst von normaler_bürger 3 Hours Ago
-
Herr Gronemann, dann frage ich mal nach: Waren Sie nicht…
Verfasst von Robert 7 Hours Ago
-
Wann laufen die Urheberrechte des Stürmers, Völkischen Beobachters, Sieg etc.…
Verfasst von Hermann Huber 16 Hours Ago
-
Warum nur übten bloß nicht alle offen Kritik? So eine…
Verfasst von Hermann Huber 16 Hours Ago
Beliebteste Artikel
-
"Jene Zeitung kenne ich nicht" - Prof. Wolffsohn distanziert sich von "Zuerst!"
Gelesen: 1465 mal
-
Paradoxer geht's nimmer: Prof. Michael Wolffsohn im Interview mit "Zuerst!"
Gelesen: 1429 mal
-
Demoverbot in Dresden: Neonazis ziehen vor Gericht – Innenminister erwartet tausende gewaltbereite Linke – größter Polizeieinsatz seit 1989
Gelesen: 1404 mal
-
Gleichgeschaltetes Medium? – NPD-Funktionär aus M-V bringt Infoportal an den Start
Gelesen: 1325 mal
-
Verwaltungsgericht: Neonazis dürfen durch Dresden ziehen – Stadt will Rechtsmittel einlegen
Gelesen: 1309 mal
Newsletter abonnieren!
Medientipps
-
Die Freiheit der Anderen – taz bricht Lanze für Broder, Kelek und Ates
Written on Dienstag, 09. Februar 2010 um 09:55
Please enable Java Script in your browser or use a different browser to view this video. You might also need to update your flash player.






