Ein bizarres Stelldichein gab sich die rechtsextremistische Prominenz des Landes am Abend des 8. Mai 2009 in Demmin. Bundesweit hatte ein "Ehrenkomitee 8. Mai" zu Aktionen aufgerufen.
Hinter dem Komitee verbirgt sich der Neonazi Thomas Wulff aus Teldau, der selbst an diesem Abend in Demmin mittrottete. Zwischen 20.00 und 22.00 Uhr hatten sich etwa 200 Personen, hauptsächlich aus der Kameradschaftsszene, in einer engen Nebenstraße versammelt.
Der geplante Beginn des Fackelmarsches um 21.00 Uhr verzögerte sich, da die zu stellenden Ordner, hauptsächlich Kreistagskandidaten der NPD in Ostvorpommern, nicht rechtzeitig den Versammlungsort erreichten. So blieb den Demminern das dumpfe Trommelgerühre der Ueckermünder Tambourtruppe erspart. Das Ordnungsamt hatte zur Auflage gemacht, dass es nach 22.00 Uhr zu keiner akustischen Belästigung kommen dürfe. Der Zug, der eher an einen mittelalterlichen Pestumzug denn an eine politische Manifestation erinnerte, bewegte sich dann bis 24.00 Uhr hauptsächlich durch finstere Gassen der Hansestadt.
Zuvor hatten sich etwa 100 EinwohnerInnen Demmins in der Bartholomaei-Kirche zu einer Andacht eingefunden. Der anschließend geplante Gang zum Barlachplatz wurde von Bürgermeister Ernst Wellmer mit dem Hinweis auf die Kranzniederlegung am Vormittag abgesagt. Etwa 25 TeilnehmerInnen der Andacht ließen es sich aber dennoch nicht nehmen eine kurze Spontandemonstration durchzuführen.
e.f.
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Written on Dienstag, 09. Februar 2010 um 09:55
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