Molau will Deutschlandpakt auf Pro-Bewegung ausweiten und Rieger sich angeblich aus NPD zurückziehen
In der aktuelle Ausgabe der „Jungen Freiheit“ kündigt der designierte NPD-Bundesvorsitzendenkandidat Andreas Molau erneut an, die Partei für das „bürgerlich-konservative Lager wählbar“ zu machen. Derweil soll der NPD-Vize Jürgen Rieger angekündigt haben, sich bei einer Kandidatur Molaus aus der NPD zurückziehen zu wollen.Er „trete nicht an, um Voigt zu stürzen, sondern um die inhaltliche Starre, die die Partei lähmt, zu beenden“, so Molau gegenüber der rechtskonservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF). Sein maßgeblicher Opponent, der amtierende Bundesvorsitzende Udo Voigt, sieht das ganze sportlich: „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Nur dass er von Molaus Plänen aus der Presse erfahren musste, habe ihn enttäuscht.
An Voigts Drei-Säulen-Strategie will Molau weiter festhalten, allerdings sei er „nicht bereit, die unterschiedlichen Flügel und Lager der Partei um jeden Preis zusammenzuhalten.“ Manchmal, heißt es in der JF, sei es besser sich von einigen Personen zu trennen. Erweitern will Molau allerdings den Deutschlandpakt. Der bis 2010 geschlossene Pakt zwischen DVU und NPD, der verhindert, dass die Parteien konkurrierend in den Bundesländern antreten, soll nach Überlegungen Molaus auch auf die „Pro-Bewegung“ ausgeweitet werden. Ob sich diese an einem solchen Pakt beteiligen würden, gilt aber bislang als nahezu ausgeschlossen.
Vielleicht ändert sich dies, wenn der Partei-Radikale Jürgen Rieger seine Ankündigung wahr macht und sich bei einer Wahl Molaus aus der Partei zurückzieht. Entsprechende Aussagen sollen aus Parteikreisen verlautet worden sein. Zurecht weißt die JF aber auf die Folgen hin, die einer solcher Rückzug haben könnte. Rieger gilt als Kreditgeber der finanziell angeschlagenen NPD, das Ende seines Engagements hätte „nicht unerhebliche Konsequenzen“.
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Written on Dienstag, 09. Februar 2010 um 09:55
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