Noch engere Zusammenarbeit von DVU und NPD?

gerhard_freyDie DVU-Führung plant nach Informationen der Journalistin Andrea Röpke am kommenden Wochenende ihren Bundesparteitag an einem bislang geheim gehaltenen Ort. Der Münchener Millionär und Parteichef Gerhard Frey will aus Altersgründen nicht mehr kandidieren.Nachfolger heißt es, könnte ein Hamburger werden: Bundesorganisationsleiter Matthias Faust.

Die NPD-Führung in Thüringen unter Frank Schwerdt und Patrick Wieschke habe es vorgemacht, heißt es in dem beim „Blick nach rechts“ erschienenen Bericht: eine noch engere Zusammenarbeit zwischen NPD und DVU sowie einzelnen Personen der Republikaner, werde im Superwahljahr 2009 anvisiert. Zu ihrem Neujahrsempfang soll die NPD rund 80 Gäste zu Häppchen und Schnittchen nach Erfurt geladen haben, unter ihnen soll unter anderem auch DVU-Stadtrat Uwe Bäz-Dölle aus Lauscha gewesen sein, der mit einer Rede an die „Einigkeit im nationalen Lager“ appelliert habe. Bäz-Dölle gilt ebenso wie seine DVU-Kollegen Rechtsanwalt Ingmar Knop aus Dessau und Matthias Faust aus Hamburg als der NPD zugewandt, so Röpke. Der in kurzer Zeit zum wichtigen DVU-Funktionär aufgestiegene Faust stamme aus dem Umfeld der NPD, heißt es weiter, und gelte für Viele als kameradschaftsfreundlich. Im November habe er an einem Aufzug Freier Kräfte in Ostfriesland gemeinsam mit Christian Worch teilgenommen.

Szene-Gerüchte meldeten dem Bericht zufolge bereits im Dezember vergangenen Jahres, dass eventuell ein Wechsel an der Spitze der DVU bevorstehen könne. Als möglicher Frey-Nachfolger war seinerzeit allerdings der Rechtsanwalt Ingmar Knop im Gespräch. Auch von einer noch engeren Zusammenarbeit mit der NPD soll schnell die Rede gewesen sein. Knop wirbt nicht nur in der „Deutschen Stimme“ um Mandanten, sondern soll auch schon als Redner bei NPD-Veranstaltungen aufgetreten sein. Mit den Gerüchten konfrontiert, wiegelte Knop allerdings ab, er werde nicht kandidieren. Mit Matthias Faust als potenziellem Frey-Nachfolger hätte die NPD unter Voigt-Führung einen Coup gelandet, meint Röpke, die mutmaßt, dass Christian Worch Wegbereiter für das Zusammengehen gewesen sein könnte. So hätten Insider von einem zurückliegenden, internen Treffen zwischen Worch und Teilen der sächsischen NPD berichtet.

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