Auf dem Flyer, der mit dem Hinweis "nicht in Foren veröffentlichen" versehen war, wurden die szenebekannten Bands „Sturmwehr“, „Die Liebenfels Kapelle“, „Das letzte Aufgebot“ sowie „Kahlschlag“ angekündigt. Laut Informationen von "MVregio" sei der Vermieter der Gewerbehalle im Vorfeld vom Veranstalter Martin K. nicht darüber informiert worden, was dort stattfinden sollte. Nach dem Verbot, das Konzert in der Halle stattfinden zu lassen, wollte K. das Konzert nach draußen verlegen und kurzerhand ein Open Air Konzert anmelden, so der Bericht weiter. Dem sei ebenfalls nicht stattgegeben worden.
Polizeioberrat Michael Ebert erklärte gegenüber "MVregio", dass die Polizei die Veranstaltung verboten habe, "weil der Veranstalter im Vorfeld nicht hat erkennen lassen, dass er gewillt ist kooperativ mit den Ordnungsbehörden zusammenzuarbeiten". Des Weiteren haben die "Erfahrungen vorrangegangener Einsätze bewiesen, dass er (Martin K.) nicht die Gewähr bietet, dass die Veranstaltung friedlich verläuft". Ohne Zwischenfälle konnte die Veranstaltung gegen 20:30 Uhr aufgelöst werden.
Das große Polizeiaufgebot des gestrigen Abends in der Rostocker Innenstadt stand hingegen nach Polizeiangaben nicht im Zusammenhang mit dem Konzert, ausschlaggebend für den Einsatz sei die Ankündigung des Motorrad-Clubs „Hells Angels“ gewesen, zur Kampfsportveranstaltung „German King Cup“ zu erscheinen. Zu den Sponsoren dieser Veranstaltung gehört auch die in rechtsextremen Kreisen beliebte Mode-Mark „Erik and Sons“.
Es wäre bereits das zweite Konzert innerhalb weniger Wochen gewesen. Vor drei Wochen fand in Mallentin das mit 1.000 Besuchern bislang größte Rechtsrock-Konzert in Mecklenburg-Vorpommern statt. Auf dieser Veranstaltung war mit Michael "Lunikoff" Regener sogar eine der bekanntesten Größen der rechtsextremen Szene anwesend.
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Die Freiheit der Anderen – taz bricht Lanze für Broder, Kelek und Ates
Written on Dienstag, 09. Februar 2010 um 09:55
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